LICHTENFELS

Regionalwettbewerb Jugend forscht als digitale Messe

Vier Gruppen aus dem Landkreis Lichtenfels beteiligen sich bei Jugend forscht 2021.

Der 20. oberfränkische Regionalwettbewerb Jugend forscht findet am 25. und 26. Februar erstmals als digitale Messe statt. Aus der Region Coburg, Kronach und Lichtenfels haben sich 14 Kinder und Jugendliche mit ihren Forschungsprojekten beworben.

Ein Roboter für die kontaktlose Essenausgabe, Tests zum richtigen Lüften im Klassenzimmer oder Untersuchungen zur Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln – die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen beeinflussen auch den beliebten Regionalwettbewerb Jugend forscht in Oberfranken.

Sieben Projekte aus Coburg, Kronach und Lichtenfels

Während sich einige der 112 oberfränkischen Teilnehmer mit möglichen Lösungsideen für neu entstandene Alltagsprobleme auseinandersetzten, wurde ein neues Konzept für den Wettbewerb entwickelt, damit dieser auch während des Lockdowns stattfinden kann. Erstmals in der Geschichte von Jugend forscht werden die jungen Forscher ihre Projekte rein digital der Jury präsentieren.

Die Landkreise Coburg, Lichtenfels und Kronach sowie die Stadt Coburg stellen 14 Teilnehmer mit sieben Arbeiten. Eine schöne Entwicklung gibt es in Kronach: Nachdem im vergangenen Jahr kein Projekt von dort eingereicht wurde, ist der Landkreis diesmal wieder bei Jugend forscht vertreten.

Die oberfränkischen Nachwuchsforscher treten einzeln, zu zweit oder als Dreiergruppe beim Regionalwettbewerb an. Sie können ihre Themen frei wählen. Im Fachgebiet „Mathematik und Technik“ etwa entwickeln die Schüler Tobias Bittner, David Schuberth und Maxim Balajan aus dem Frankenwald-Gymnasium Kronach eine App für neue Mitschüler. Mit dieser App lassen sich QR-Codes scannen, die an besonderen Orten im Schulhaus angebracht sind. Mithilfe der Bilder, Videos und Informationen, die ihnen in der App angezeigt werden, können sie spielerisch das Schulhaus erkunden.

Besondere Umstände durch die Corona-Pandemie

Die 112 Teilnehmer des Regionalwettbewerbs haben insgesamt 69 Projekte eingereicht. Die Teilnehmerzahl ist deutlich geringer als im Vorjahr (minus 45 Prozent). Dennoch sehr zufrieden sind der Organisator des Regionalwettbewerbs, die Entwicklungsagentur Oberfranken Offensiv, sowie die Patenunternehmen Brose Fahrzeugteile SE & Co. Kommanditgesellschaft aus Coburg, die oberfränkischen Sparkassen sowie die Firma KSB SE & Co. KGaA aus Pegnitz, die den Wettbewerb finanziell unterstützen.

Schulschließungen, Homeschooling und Distanzunterricht erschwerten den Schülern schließlich die Fertigstellung ihrer Forschungsprojekte. Ihr Engagement unter diesen besonderen Umständen ist daher außerordentlich lobenswert. Erfreulich ist zudem, dass sich Schulen aus allen oberfränkischen Landkreisen beim Regionalwettbewerb 2021 beteiligen.

Präsentieren am eigenen virtuellen Messestand

Unter dem Motto „Lass Zukunft da“ startet die Veranstaltung am Donnerstag, 25. Februar, mit der Sparte „Schüler experimentieren“, also den Teilnehmern bis 14 Jahre. Am Freitag, 26. Februar, präsentieren die 15- bis 21-Jährigen ihre Arbeiten.

Dafür bekommen alle Teilnehmer beziehungsweise jedes Team jeweils einen eigenen digitalen Messestand. Sie können dort ihre Projekte nicht nur der Jury vorstellen, sondern sich auch gegenseitig virtuell am Stand besuchen. Am Nachmittag erhalten Eltern, Freunde und Interessierte die Möglichkeit, die Messestände online zu besichtigen. (red)

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