BAD STAFFELSTEIN

Osteuropäische Schwestern und Priester in Vierzehnheiligen

Osteuropäische Schwestern und Priester in Vierzehnheiligen
Ordensschwestern, Seminaristen und Priester aus der Slowakei, Tschechien und Polen begrüßte Bürgermeister Mario Schönwald (2.vorne v.l.) und der Diözesanvorsitzende der Ackermannstiftung, Horst Schless (re), in Bad Staffelstein. Foto: Gerd Klemenz

Um die deutsche Sprache zu erlernen, ist eine Gruppe junger Ordensschwestern, Seminaristen und Priester aus der Slowakei, Tschechien und Polen auf Einladung der Ackermann-Gemeinde der Erzdiözese Bamberg für vier Wochen in der Region. Seit nunmehr 29 Jahren wohnen Männer und Frauen aus geistlichen Berufen einmal im Jahr für zwei Wochen im Haus 2 (ehemals Haus Frankenthal) in Vierzehnheiligen. Den zweiten Part ihres Aufenthaltes verbringen sie in einer Einrichtung in Bamberg.

Die Ackermann Gemeinde ist eine Gemeinschaft von Christen, die 1946 von katholischen Heimatvertriebenen aus Böhmen, Mähren und Schlesien gegründet wurde, und denen, unabhängig von ihrer Herkunft die Nachbarschaft zu den osteuropäischen Ländern am Herzen liegt. Gepflegt werden insbesondere gute Beziehungen zu den Menschen und der Kirche in Tschechien, der Slowakei und Polen. Horst Schless, der Diözesanvorsitzende der Ackermann-Stiftung, dankte Bürgermeister Mario Schönwald für den herzlichen Empfang und freute sich, dass bereits zum 29. Mal eine Gruppe, zwischen zehn und 20 Teilnehmer, von Geistlichen zu Gast in Bad Staffelstein sein durften.

„Die Studenten wollten bei diesem Sprachkurs ihre Deutschkenntnisse aufbessern um später bei Urlaubsvertretungen als Pfarrer in den Pfarreien die Deutsche Sprache mächtig zu sein“, sagte Schless. Beim Empfang stellte am Montagnachmittag Schönwald den Gästen dann in einigen Sätzen seine Kommune vor. Dabei ging er auf das vielfältigen kulturellen und gesellschaftlichen Leben in Bad Staffelstein und seinen Stadtteilen ein.

Die Ordensschwestern, Seminaristen und Priester erfuhren warum hier im „Gottesgarten am Obermain“ auch von der „Adam-Riese-Stadt“ die Rede ist und wie die Obermain Therme entstand. Im Anschluss nahm sich der Bürgermeister noch gerne Zeit, um Fragen der ausländischen Gäste zu beantworten. Dank der beiden dolmetschenden Zuzana Seimlova und Jana Motlikova entwickelte sich die Fragestunde zu einem schönen, rund halbstündigen Austausch über Gott und die Welt, wobei freilich auch kirchliche Themen angesprochen wurden.

Die Theologiestudenten zeigten reges Interesse an der Stadt und erkundigten sich nach der Zusammenarbeit zwischen Kirche und Stadt. Dazu erklärte Schönwald, dass die Stadt eng mit mit beiden Konfessionen zusammen arbeite. Die Ordensschwestern wollten die Anzahl der Kindergärten wissen und welche Schulenarten es im Stadtgebiet gibt. Dazu erklärte Schönwald, dass er gerade vom Richtfest einer neuen Kindertagesstätte komme.

Zum Schluss kam die Frage auf, ob es sein Taum gewesen sei, Bürgermeister zu werden. Hierzu gab Schönwald einen kurzen Einblick in sein bisheriges Berufsleben und wie er schließlich zum Bürgermeisteramt der Adam-Riese-Stadt kam.

Schlagworte