VIERZEHNHEILIGEN

Ökumenischer Gottesdienst in Vierzehnheiligen

Ökumenischer Gottesdienst in Vierzehnheiligen
Höhepunkt des ökumenischen Segnungs- und Salbungsgottesdienstes war die Salbung mit dem evangelischen Pfarrer Matthias Hagen und Pater Bernhard Braun. Foto: Gerd Klemenz

Einen besonderen ökumenischen Gottesdienst feierten katholische und evangelische Christen kürzlich in der Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Franziskaner gestalteten gemeinsam mit dem evangelischen Pfarramt Bad Staffelstein und den Sankt-Franziskusschwestern eine eindrückliche Feier. Der Guardian des Klosters, Pater Maximilian, Pater Bernhard, Pfarrer Matthias Hagen und Schwester Alexia sprachen im Wechsel lyrische Texte.

„Da durchkreuzt einer meine Pläne, macht mir einen Strich durch die Rechnung. Musste das sein?“, fragte Pater Maximilian zu Beginn. Schon das Corona-Virus hat einen Strich durch so gut durchdachte Rechnungen gemacht. Es ist alles anders gekommen, als man es erwartet hatte. Anders, als man es sich jemals hätte ausmalen können. Und da steht man nicht alleine da, sondern es sind weltweit unzählige Menschen, deren Pläne in den vergangenen Tagen und Wochen durchkreuzt wurden.

„Bei allem, was unsere Lebenspläne und Wege durchkreuzt, dürfen wir trotzdem Gottes Beistand erhoffen.“
Pater Maximilian, Guardian

„Im Februar kam noch der Ukraine-Krieg dazu, der viele Menschen zwang, ihre Heimat zu verlassen. Viele Lebenspläne werden tagtäglich durchkreuzt. Durch bösartige Menschen, durch eigene Fehler, durch Situationen, die man selbst nicht verschuldet hat, durch neue Lebenseinstellungen“, so der Guardian. Anschließend tröstete er schließlich die Gläubigen mit den Worten: „Bei allem, was unsere Lebenspläne und Wege durchkreuzt, dürfen wir trotzdem Gottes Beistand erhoffen.“

Schwester Alexia trug eine Geschichte zum Nachdenken über einen Wasserträger aus Indien vor. Basilikaorganist Georg Hagel verband die Texte mit besinnlichen Orgelmeditationen. Die anschließende Salbung mit kostbarem Rosenöl sollte die heilende Kraft des Gottesgeistes spürbar machen.

Ein ganz persönlicher Segen für jeden Gläubigen

Zuvor erklärte Pater Maximilian, dass oben auf dem Gnadenaltar das göttliche Kind in alle vier Himmelsrichtung schaut und die 14 Nothelfer darunter die verlängerten Arme Gottes sind. Durch sie werde den Gläubigen Heil und Heilung zuteil, denn jeder Heiliger ist für bestimmte Leiden da. Daher fragten Schwester Alexia, Pfarrer Hagen, Pater Bernhard und Pater Maximilian jedem nach seinem Namen. So konnte jedem ein ganz persönlicher Segen zugesprochen werden. Die Orgelmusik im Hintergrund half dabei, diesen Segen mit Leib und Seele zu fühlen.

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