VIERZEHNHEILIGEN

Nothelferfest in Vierzehnheiligen

Nothelferfest in Vierzehnheiligen
In einer feierlichen Prozession mit den Figuren der heiligen Nothelfer umrundeten die zahlreichen Gläubigen zweimal die Basilika. Foto: Gerd Klemenz

Die Verehrung der 14 heiligen Nothelfer geht auf eine Überlieferung zurück, wonach 1445 einem Schäfer erst das Jesuskind erschienen ist und später die 14 Nothelfer, die zum Bau einer Kapelle aufriefen. Zu den Höhepunkten des Kirchenjahres in Vierzehnheiligen gehört das Fest der heiligen 14 Nothelfer, das am vergangenen Sonntag in der Wallfahrtsbasilika gefeiert wurde.

Nothelferfest in Vierzehnheiligen
Der Kirchenchor und das Orchester aus Trockau unter der Leitung von Ottmar Schmitt gestalteten das Pontifikalamt mit. Foto: Gerd Klemenz

Nach zwei von der Corona-Pandemie geprägten Jahren waren wieder zahlreiche Gläubige in die Basilika gekommen, so dass auch eine Empore geöffnet wurde. Das Pontifikalamt mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick am Vormittag und die Nothelferprozession am Nachmittag werden den Beteiligten in Erinnerung bleiben.

Ein außergewöhnliches Ereignis auf dem heiligen Berg

Besonders beeindruckend waren der katholische Kirchenchor und das Orchester der Pfarrei „Sankt Thomas“ aus Trockau unter der Leitung von Ottmar Schmitt. Die „Missa brevis in C“ von Bonifaz Stöckl OSB (1745 bis 1784) und zur Kommunion das „Tantum ergo“, von Wolfgang Amadeus Mozart begeisterte die zahlreichen Gläubigen in der päpstlichen Basilika. Die Hauptorgel spielte Georg Hagel. Die festlichen Gewänder der Geistlichkeit, eine geschmückte Basilika und die musikalische Umrahmung bildeten den Rahmen für ein außergewöhnliches Ereignis auf dem „heiligen Berg“.

Nothelferfest in Vierzehnheiligen
Hauptzelebrant Erzbischof Ludwig Schick feierte das Pontifikalamt zum Vierzehnheiligenfest. Foto: Gerd Klemenz

In der Basilika begrüßte Guardian Pater Maximilian die vielen kirchlichen und weltlichen Würdenträger. Das Gebet zu den heiligen Nothelfern soll in der Zeit von Krieg und Krisen nach Worten von Erzbischof Ludwig Schick nicht passiv, sondern aktiv machen. „Der Glaube an Hilfe in Nöten und die Anrufung der heiligen Nothelfer lassen uns unsere Kräfte erkennen, sammeln und einsetzen. Wir tun dann, mit der Inspiration und der Ermutigung der 14 heiligen Nothelfer, alles uns Mögliche für den Frieden, die Gesundheit, die Bewahrung der Schöpfung und das Gemeinwohl“, so der Bamberger Oberhirte.

„Der Glaube an Hilfe in Nöten und die Anrufung der heiligen Nothelfer lassen uns unsere Kräfte erkennen, sammeln und einsetzen.“
Dr. Ludwig Schick, Erzbischof

„Vierzehnheiligen weckt die Hoffnung, dass wir Menschen in keiner Not allein und nur auf uns gestellt sind, sondern es himmlische Helferinnen und Helfer gibt“, so der Erzbischof zu Beginn seiner Predigt. Diese Gewissheit dürfe aber nicht zu Passivität führen und warten lassen, „bis irgendjemand auf Erden oder im Himmel uns alles abnimmt und wir dann wie durch einen ,Deus ex Machina‘ aus allem Problemen erlöst werden. Das ist nicht unser Glaube.“

Nothelferfest in Vierzehnheiligen
Erzbischof Ludwig Schick predigte beim Pontifikalamt zum Vierzehnheiligenfest. Foto: Gerd Klemenz

Das Vierzehnheiligenfest solle Kraft geben und Mut machen, die Zukunft anzupacken und zu gestalten. „Es soll eine Zukunft der Gerechtigkeit und des Friedens sein, eine Zukunft des guten und gelassenen Lebens, des Gottvertrauens, der Hoffnung und der Zuversicht“, so Schick weiter. Zum Schluss sagte der Bamberger Oberhirte: „Ihr, die 14 heiligen Nothelfer, bittet für uns und geleitet unsere Wege und Schritte in eine gute Zukunft.“

Mit der Monstranz und Figuren der 14 Nothelfer zweimal um die Basilika

Nothelferfest in Vierzehnheiligen
Gut gefüllt war die Wallfahrtsbasilika am Sonntag beim Besuch des Bamberger Oberhirten Erzbischof Ludwig Schick. Foto: Gerd Klemenz

Auch am Nachmittag war die Basilika wieder gut gefüllt. Bei der Andacht hielt Dr. theol. Fabian Brand aus Mistelfeld die Predigt. Bei der anschließenden Prozession um die Basilika trugen diesmal Erwachsene aus der Region die Figuren der 14 Nothelfer auf Holzstangen. Dazu spielten die Ansbachtaler Musikanten aus Roth. Zweimal umrundeten die zahlreichen Gläubigen das Gotteshaus, dabei trug Pater Stanislaus die Monstranz unter dem Baldachin.

 

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