LOFFELD

Ein neuer Ortsbeauftragter für Loffeld

Neue Ortsbeauftragter in Loffeld
Simon Schmitt ist der neue Ortsbeauftragte von Loffeld. Foto: Monika Schütz

„Katholisch geschrieben - also mit Doppel-Theodor!“, sagt Simon Schmitt, wenn man ihn nach seinem Nachnamen fragt. Der 42-Jährige ist seit Anfang Mai der neue Ortsbeauftragte von Loffeld. Er kümmert sich gerne um die Anliegen seiner 269 Bürger und möchte einige Projekte seiner Vorgängerin zu Ende oder mindestens weiterbringen.

Neue Ortsbeauftragter in Loffeld
Der Sandstein und die Unterkonstruktionen derBrücken sind im Laufe vieler Jahrzehnte mürbe geworden. Foto: Monika Schütz

Eine Idee von Regina Wilmer war es, das alte Loffelder Backhäuschen in ein kleines Museums-Backhäuschen umzuwandeln. Dazu müsste es jedoch erst saniert werden. Aktuell sind Fenster und Tür notdürftig abgedeckt, einige Sandsteine sind in schlechtem Zustand. Auch ein weiteres Projekt der früheren Ortsbeauftragten möchte er vorantreiben: die Brücken. Besonders am Dornigweg ist die breite Sandsteinbrücke über der Lauter in keinem guten Zustand. Es bröckelt überall, vor allem die Unterkonstruktion. Das müsse sich ändern.

Keine unfallträchtige Strecke

Keine guten Nachrichten hat Simon Schmitt, was einen Wunsch der Loffelder angeht: ein Geh- und Radweg wird in nächster Zukunft nicht kommen. Die Bürger hatten sich dies bei der Bürgerversammlung Anfang Mai gewünscht. Zwischen Loffeld und Horsdorf müssen sich Radfahrer, Wanderer, Busse und der Autoverkehr die schmale, enge Straße teilen. Da ist viel gegenseitige Rücksichtnahme gefragt. Vor kurzen fand eine Verkehrsschau mit Vertretern der Stadt und der Polizei statt, das Ergebnis hielt der neue Ortsbeauftragte wenig später in den Händen: es sei nicht notwendig, es sei keine unfallträchtige Straße, so die Gründe für die Ablehnung.

Neue Ortsbeauftragter in Loffeld
Auch am Backhaus hat der Zahn der Zeit genagt. Foto: Monika Schütz

„Bei der rund 270 Meter langen Straße ist es wahrscheinlich nicht so leicht umzusetzen“, räumt Schmitt ein, viele Kurven habe es da, der Grünstreifen mit der Lauter einerseits, die höher gelegenen Ackerflächen andererseits - das würde vom Platz her wahrscheinlich nicht ausreichen.

Vielleicht wird es doch noch ein Baugebiet geben

Ein wenig Hoffnung hat der „Reigschlaafte“ - Simon Schmitt ist gebürtiger Würzburger - aber bei einem anderen großen Vorhaben: die Entwicklung des Baulandes in Loffeld. Viele Anfragen haben ihn schon erreicht, bisher war ein Schulterzucken die einzige Antwort. Dabei könnte sich eigentlich wieder was tun: Simon Schmitt hat die Unterlagen dabei. Unterlagen vom April 2021, als die Freien Wähler bei der Stadtratsitzung den „Antrag auf Aufstellung eines Bebauungsplanes“ gestellt hatten. Eine Gesamtfläche von 9.000 Quadratmetern, verteilt auf mehrere Flurnummern und Teilflächen südlich der Lauter vom vorhandenen Ortsrand nach Westen hin, stand zur Diskussion.

Neue Ortsbeauftragter in Loffeld
Könnte hier statt der Anliegerbrücke eine neue Brückezu einem neuen Baugebiet führen? Foto: Monika Schütz

Die Erschließung sollte über eine Brücke erfolgen, die man ersatzweise für die vorhandene, sanierungsbedürftige Brücke vor dem Anwesen An der Lauter 33 hätte errichten können. Dieser Antrag wurde damals auch durch die Bauverwaltung geprüft. Das Ergebnis war ein „Nein“. „Innen statt Außen“ wollte die Stadt damals, hat Simon Schmitt recherchiert. „Aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben“, meint er zuversichtlich. Zeitnah wünscht er sich hier einen aktuellen Bebauungsplan mit Erschließung. Vielleicht würde ja der eine oder andere Grundbesitzer eine Teilfläche abgeben? Doch viel Hoffnung habe er da nicht.

Italienische Schneemann-Pizza

Simon Schmitt ist gerade selbst am Bauen. Mit seinen drei Mädels (Ehefrau und die beiden Töchter) wohnt er derzeit in einer Ferienwohnung in Loffeld. Heuer soll es aber noch klappen mit dem Umzug, ist er zuversichtlich. Dann hätte er auch wieder mehr Zeit für seine Hobbies. Wer glaubt, dass er als Buchhalter mit Schlips und Anzug anzutreffen ist, hat weit gefehlt: Simon Schmitt mag es lieber sportlich-leger. In seiner Freizeit geht er joggen oder bäckt Schneemänner. „Meine Kinder haben die tollsten Ideen, was ihre Pizza für eine Form haben soll“, lacht Simon. Also gibt er dem selbst hergestellten Pizzateig mal die Form eines Schneemannes, mal die eines Sternes. Selbst der Belag sei meist richtig phantasievoll. Auch sonst mag der gebürtige Unterfranke gerne italienisch kochen.

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