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Miriam Völkel ist neue Gebietsbetreuerin am Obermain

Neue Gebietsbetreuerin am Obermain
Miriam Völkel ist die neue Gebietsbetreuerin „Obermain-Jura“. Foto: Monika Schütz

Frühlingserwachen, Hundeleinenpflicht in den Mainauen, Amphibienwanderung und Blühpakt Bayern: die neue Gebietsbetreuerin „Obermain-Jura“ Miriam Völkel hat schon viel auf ihrer to-do Liste. Seit November 2020 ist die 27-Jährige im Amt. Sie ist die Nachfolgerin von Rebekka Mayer, die eine Babypause eingelegt hat.

Miriam Völkel hat nach einer Ausbildung in einem juristischen Beruf ein freiwilliges Ökologisches Jahr in der Nähe von Bad Tölz absolviert. Im dortigen Königsdorf hat sie die Umweltbildungsstation besucht und sich für die ökologische Richtung in der Umwelt- und Erlebnispädagogik entschieden. Es folgte ein Studium in Eberswalde/Brandenburg mit dem Schwerpunkt Landschaftsnutzung und Naturschutz. Lerninhalt: die Nutzungsansprüche an die Natur.

Zwei Jobs auf einmal

Neue Gebietsbetreuerin am Obermain
Gehölzpflege: die Förderung für die Hege der Kopfweiden gilt für den ganzen Landkreis - sie erreichen ihre typische Form... Foto: Monika Schütz

„Wir leben mit und von der Natur“, sagt die junge Frau, die jetzt im Nachbarlandkreis Bamberg wohnt. In ihrem aktuellen Vollzeitjob ist sie zur Hälfte für die Gebietsbetreuung Obermain-Jura zuständig, zur anderen Hälfte für den Landschaftspflegeverband des Landkreises Lichtenfels. Bei ihr im Büro im Ebensfelder Rathaus laufen die Fäden zusammen. In einen ihrer Zuständigkeitsbereiche fällt der Oberbegriff „Gehölzpflege“: Wenn jemand seine Hecken oder Kopfweiden pflegen möchte, kann er sich bei ihr für Auskünfte und wegen der Fördermöglichkeiten melden. „Wir sind die Anlaufstellen für Eigentümer und Pächter“. „Die Privatleute mit Anliegergrundstücken an den Bachläufen melden sich bei uns, wir beantragen die Förderung und die Privatpersonen hegen und schneiden dann selbst“. Das gelte auch für die Hecken. „Schutzgebiete sollen auch welche sein!“, betont sie. „Es gibt hier besondere Arten, für die wir hier Lebensraum schaffen wollen.

Mehr als 60 Gebietsbetreuer gebe es in Bayern, jeder habe seine regionalen Schwerpunkte, zählt Völkel auf. Es gehe aber immer um die Natura-2000-Flächen. „Knapp 2,1 Millionen Hektar Fläche in Bayern sind in der Gebietsbetreuung aufgenommen, das entspricht 29 Prozent der Landesfläche“.

Sich mit der Natur zu identifizieren

Auch Politiker machten sich für die Projekte stark: Die Gebietsbetreuer seien nicht nur Ansprechpartner vor Ort, sie vermittelten Umweltwissen bei Führungen und Vorträgen, und sorgten zudem dafür, dass die Überlebenschancen von bedrohten Arten verbessert würden, so MdL Thorsten Glauber zu Beginn der letzten Kampagne im Jahr 2018. Immer drei Jahre würde so ein Projekt dauern, das aktuelle seit 1. April 2021 bis Ende März 2024. Die Absicht, die dahinter steckt, ist keine Geringere, als Verständnis zu schaffen und sich mit der Natur zu identifizieren.

„Wir haben eine tolle Natur direkt vor der Haustür, Mainaue, Staffelberg und die Wacholderhänge im Kleinziegenfelder Tal als Bestandteil der Weismain-Alb, zählt Miriam Völkel nur einige auf. Gefördert wird das Projekt durch den Naturschutzfond Bayern, getragen durch den Landschaftspflegeverband des Landkreises. Für weitere Informationen kann man Miriam Völkel über das Rathaus Ebensfeld erreichen oder im Internet unter gebietsbetreuung@lpvobermain.de.

 

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