EBENSFELD

Leserforum: Sparzwänge sind das Problem, nicht Ungeimpfte

Zum Leserbrief „An alle Impfverweigerer: Lasst euch endlich impfen“ (Obermain-Tagblatt vom 19. November, Seite 4) erreichte die Redaktion folgende Zuschrift:

Heutzutage ist es oft besser, sich an die alte Regel „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ zu halten. Leider. Bei dem Leserbrief von Doris Zullo war ich tatsächlich erst sprachlos, aber mittlerweile möchte ich trotzdem ein paar Dinge äußern. Wie kann man sich erlauben, so über Ungeimpfte herzuziehen? Ist nicht der freie Wille das höchste Gut, vor allem, wenn es deinen eigenen Körper betrifft?! Hat man nicht gehört, dass gerade Geimpfte selbst den Virus munter weitertragen und verbreiten können? Beileibe liegen nicht nur Ungeimpfte in den Krankenhausbetten, oder? Und: natürlich ist das Krankenhaus-System überlastet, aber doch nur, weil seit vergangenem Jahr tausende Intensivbetten abgebaut wurden und seit jeher kräftig am Personal gespart wird. Das muss man sich mal vorstellen: Ein Krankenhaus richtet sich heutzutage nämlich nicht nach dem Kranken selbst, sondern eventuell vor allem nach der Wirtschaftlichkeit und womöglich dem größtmöglichen Profit?! Da liegt das Problem – nicht zwangsläufig beim Ungeimpften, und das auch nicht erst seit Corona. Immer diese „mit dem Finger auf andere zeigen“-Mentalität und sich dabei besser fühlen, das kann doch nicht richtig sein.

Leute, informiert euch über Fakten und Zahlen und plappert nicht pauschal alles einfach nach und entscheidet völlig frei. Das wäre mein Wunsch.

Nebenbei: Ich sage das übrigens als vollständig Geimpfte. Es gibt also noch Personen, die andere Menschen nicht nach ihrem Impfstatus beurteilen.

Tatsächlich gäbe es noch etliches zu sagen, aber da komme ich nun doch wieder lieber auf die obengenannte, alte Regel zurück...

Nina Thiere

Ebensfeld

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