EBENSFELD

Laptops für die Ebensfelder Kindertagesstätte

Laptops für die Ebensfelder Kita
Auch wenn hier nur vier Igelkinder und Ulli Zenk das „Aktion-Mensch“ Dokument zeigen, werden alle Kinder der Kita davon profitieren. Foto: Monika Schütz

Eine große Leinwand für einen neuen Beamer, einen eigenen Laptop für jede Gruppe, eine Dokumentenkamera für Vorschulkinder - nach der dringend notwendigen Sanierung des Kellers der Kita (Dezember 2019 bis Oktober 2021) und nachdem hierbei rund eineinhalb Millionen Euro verbaut worden waren, standen diese extra Wünsche erst mal nicht auf der Tagesordnung des Teams rund um Leiterin Ulli Zenk.

Mehr als 40 Mitarbeiter arbeiten am Standort Prälat-Meixner-Straße, sie betreuen 130 Kinder im Alter von wenigen Monaten bis sechs Jahren (zählt man die Standorte „Mainzwerge“ und „Waldkindergarten“ mit dazu, kommt man auf insgesamt 60 Mitarbeiter). Dass nach dem abgeschlossenen Umbau nun doch noch Spielraum für Wünsche da ist, hat einen besonderen Hintergrund.

Die Digitalisierung geht auch bei den Jüngsten nicht vorbei. Noch ist alles fremd, allenfalls ein „Spiel“. Die Mischung macht?s : digital und konventionell - so stellt sich Ulli Zenk die Förderung der Kinder vor. So erfahren sie von Anfang an, dass es eine greifbare Welt, und eine nicht-reale Welt gebe. Doch zum digitalen Ausbau fehlten aktuell zusätzliche Mittel. So kam die Leitung auf eine Idee. Die „Aktion Mensch“ unterstützt mit einem extra Projekt bestimmte Einrichtungen.

Laptops für die Ebensfelder Kita
Mit der Hilfe ihrer Erzieherinnen sollen die Kleinen spielerisch ins Computerzeitalter begleitet werden. Foto: Monika Schütz

Kita-Leiterin Ulli Zenk hatte sich vor einem Jahr schriftlich beworben. „Die Ausschreibung erfolgte über die Caritas“, erinnert sie sich, „mitmachen konnten alle Inklusionseinrichtungen in Deutschland“. Die Förderung für eine digitale Ausstattung beträgt dabei maximal 5000 Euro. Die Katholische Kindertagesstätte St. Michael in Ebensfeld hat zur Zeit 15 körperbehinderte Kinder in verschiedenen Gruppen. Sie sind auf einen Kinder-Rollstuhl, beziehungsweise Therapierollstuhl angewiesen, nutzen Gehhilfen oder können nicht so gut Treppen steigen.

Die bis Dreijährigen von ihnen besuchen den Krippenbereich, die Drei- bis Sechsjährigen den Kindergartenbereich. Seit 2001, also schon seit mehr als 20 Jahren, ist diese Kita eine Inklusionseinrichtung mit integrativen Gruppen. Behinderte und nicht behinderte Kinder spielen und malen gemeinsam, sie singen, essen und toben. Kinder machen keinen Unterschied.

Laptops für die Ebensfelder Kita
Harald Klier: Die neue Leinwand für den ebenfalls neuen Beamer hat im Vorschulzimmer ihren Platz gefunden. Foto: Monika Schütz

Vor kurzem kam die Nachricht: die Kindertagesstätte St. Michael erhält eine Förderung in Höhe von 5000 Euro, um ihre Digitalisierung zu unterstützen. Die Freude beim Kindergartenbeauftragten und Kirchenpfleger Harald Klier und bei Kita-Leiterin Ulli Zenk war groß: nun konnte noch ein großer Wunsch erfüllt werden.

 

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