BAD STAFFELSTEIN

Kurhotel Bad Staffelstein spart 954 Tonnen CO2 ein

Kurhotel Bad Staffelstein spart 954 Tonnen CO2 ein
Das Best Western Kurhotel Bad Staffelstein ist zertifiziertes Mitglied beim „Umweltpakt Bayern“: Landrat Christian Meißner (re.) überreichte die Teilnahmeurkunde. Zweiter Bürgermeister Hans Josef Stich (li.) gratulierte dem Vorzeigeunternehmen. Mit Geschäftsführer Andreas Poth (... Foto: red

„Unternehmen, die auf Nachhaltigkeit, Energieeinsparungen und Schonung von Ressourcen setzen, leisten einen wichtigen Beitrag für den Umweltschutz, gleichzeitig aber auch für die Sicherung von Arbeitsplätzen und Lebensqualität. Das Best Western Plus Kurhotel in Bad Staffelstein setzt hier Zeichen“, sagte Landrat Christian Meißner bei der Übergabe der Teilnahme-Urkunde für den Umweltpakt Bayern sowie des Bayerischen Umweltsiegels in Gold an Geschäftsführer Andreas Poth.

Voraussetzung für eine Zertifizierung durch das Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz für den Umweltpakt ist, dass eine breite Liste von Kriterien, also „Umweltleistungen“, erfüllt werden, stellte der Landrat heraus. „Umso höher ist diese Auszeichnung zu werten und ich freue mich ganz besonders, dass ich die Urkunde an ein Unternehmen in meinem Landkreis überreichen darf, dessen innovative Ideen und Initiativen beispielhaft sind.“

52 Schritte hin zu einem umweltfreundlichen Hotel

Das Best Western Plus Kurhotel an der Obermaintherme, Bad Staffelstein punktet mit einer Einsparung von rund 954 Tonnen CO2 durch 52 Einzelmaßnahmen zum Schutz der Umwelt. So wurde die Heizungsanlage durch ein 50kW-Blockheizkraftwerk und eine Gasbrennwerttherme ersetzt. Außerdem wurde eine Photovoltaikanlage mit 274kWp installiert und die gesamte Versorgung auf Öko-Strom mit null CO2-Emission umgestellt. Die Hälfte des benötigten Stroms im Kurhotel wird mit einem neuen und effizienteren Blockheizkraftwerk produziert. Die Beleuchtung wurde komplett auf LED-Leuchtmittel umgerüstet und etwa 75 Prozent der benötigten Wärme für Heizung, Wasser und Wellness werden durch die Abwärme des Blockheizkraftwerks erzeugt.

Nur nachhaltige Lebensmittel und Getränke aus der Region

Hinzu kommt eine Wärmerückgewinnung in der Spülmaschinentechnik, die zur Einsparung von 25 Prozent der Verbrauchsenergie beiträgt, eine Wärmerückgewinnung in der Hotellüftung (Reduzierung der Verbrauchsenergie um 15 Prozent) und frequenzgesteuerte Küchenabluft, die auf Wärme/Dampf reagiert und somit den Energieverbrauch an die Küchenauslastung anpasst, zur Steigerung der Energieeffizienz. Für die gesamte Außenanlage wird Regenwasser genutzt, für große Energieverbraucher wurden Zeitschaltuhren installiert.

Auf den Zimmern werden aluminiumfreie Kaffeekapseln verwendet und der Kaffee und Tee im Restaurant in Bio- und Fairtrade-Qualität angeboten. Es werden Naturkosmetikprodukte verwendet und ein digitaler Lesezirkels mit 500 Zeitungen und Zeitschriften (anstelle von Print-Produkten). Außerdem werden weitestgehend umweltschonende Reinigungsmittel eingesetzt.

Durch die hohe Eigenproduktion sinkt die CO2-Bilanz eklatant. Dies diene der Ressourcenschonung und der Kreislaufwirtschaft, informierte Geschäftsführer Andreas Poth. Darüber hinaus verfolge das Kurhotel ein nachhaltiges Lebensmittelprogramm: das Konzept „B(o)orn for nature“, das Küchenmeister Fabian Wallner ausgearbeitet hat. Alle verwendeten Lebensmittel, Speisen und Getränke müssen zur Förderung von Naturschutz und Biodiversität mindestens „3 of 5“, drei der fünf Kriterien (Biologisch, Ökologisch, Ökonomisch, Regional, Nachhaltig) erfüllen. In der hoteleigenen Gastronomie werden 205 Bio-Produkte an Speisen und Getränken angeboten. Das Kurhotel ist ferner Mitglied im Verein „United against Waste“ – Gemeinsam gegen (Lebensmittel-)Verschwendung und zur Verringerung des betrieblichen Einsatzes besonders umweltschädlicher Stoffe (etwa durch die freiwillige Einführung umweltschonender Ersatzstoffe). Darüber hinaus ist das Vier-Sterne-Hotel vom Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbaucherschutz mit dem Bayerischen Umweltsiegel für das Gastgewerbe zertifiziert.

Gäste lassen sich von Begeisterung der Mitarbeiter anstecken

„Umwelt und Nachhaltigkeit sind Themen, die gerade unser überwiegend junges Team mit 84 Mitarbeitern begeistert. Ihre Ideen mit anschließender Umsetzung sind dabei nur möglich, wenn sich jeder aus dem Team mit einbringen darf“, sagt Andreas Poth. „Spannend dabei ist die Begeisterung unserer Gäste, die sich von unseren Mitarbeitern immer wieder anstecken lassen, die Nachhaltigkeit auch konsequent im Hotel zu leben.“

„Das Kurhotel ist ein Vorzeigeunternehmen und mit seinem Engagement ein Aushängeschild für die Stadt Bad Staffelstein und die gesamte Tourismusregion Obermain-Jura“, betonte Zweiter Bürgermeister Hans-Josef Stich bei der Übergabe des Zertifikats und gratulierte zu der Auszeichnung. Wie Landrat Christian Meißner ausführte, ist der Umwelt- und Klimapakt Bayern eine Vereinbarung zwischen der Bayerischen Staatsregierung und der Wirtschaft, mit der sie ihre gemeinsame Überzeugung erklärten, dass die natürlichen Lebensgrundlagen mit Hilfe einer freiwilligen und zuverlässigen Kooperation von Staat und Wirtschaft besser geschützt werden könnten als nur mit Gesetzen und Verordnungen. Im Vordergrund stehe dabei die vorausschauende Vermeidung künftiger Umweltbelastungen und nicht deren Reparatur.

Weitere Informationen zum Umweltpakt Bayern gibt es hier. Der Leitfaden steht beim Infozentrum UmweltWirtschaft zum kostenfreien Download bereit. (red)

Schlagworte