MÜRSBACH

Kunstmühle Mürsbach wird zu „THE gallery“

Thomas Eller übernimmt die Kunstmühle in Mürsbach, die zu „The gallery“ wird. Foto: red

Thomas Eller, der Sohn von Heinz und Carola Eller, übernimmt im Herbst die Galerie und das Wasserkraftwerk in Mürsbach. Die Kunstmühle Mürsbach wurde 2003 gegründet und hat mit insgesamt 34 Ausstellungen das Kulturleben der Region bereichert. Dafür wurde sie 2010 mit dem Preis der Oberfrankenstiftung ausgezeichnet. fortan wir die Kunstmühle „THE gallery“ heißen.

Nun beginnt ein neues Kapitel. Thomas Eller, der zuletzt sechs Jahre in Peking als Kurator und Kulturmanager gelebt hat, kann auf eine reiche Erfahrung in der internationalen Kunstwelt zurückblicken.

Nach zehn Jahren in New York kam er 2004 zurück nach Berlin, wo er seit Mitte der 1980-er Jahre gelebt hatte, um die Geschäfte der artnet AG aufzubauen. Im Anschluss war er Direktor der Temporären Kunsthalle auf den Schlossplatz, dem Ort des heutigen Humboldt-Forums. Dort fanden unter seiner Leitung Ausstellungen und Projekte zeitgenössischer Kunst statt, die sich mit den Themen Ökologie und internationaler Begegnung unter den Schirmherrschaften von Frank Walter Steinmeier, Sigmar Gabriel und Klaus Wowereit beschäftigten.

Diese Themen werden weiterhin das Programm von „THE gallery“ bestimmen. Als erste Ausstellung seiner Galerie zeigt Thomas Eller einen Schwerpunkt seiner eigenen Sammlung. Nachkriegsmoderne und Deutsches Informel waren immer selbstverständlicher Teil seiner Kunstsozialisierung.

Die Sammlungspräsentation eröffnet am Freitag, 27. August, um 19 Uhr. Öffnungszeiten sind vom 28. bis 31. August täglich von 12 bis 20 Uhr sowie vom 1. bis 5. September nach Vereinbarung. Die Ausstellung umfasst zwei Meisterwerke von Bernard Schultze sowie viele weitere Gemälde, Objektkästen, Zeichnungen und Druckgrafik.

Eine der ersten Ausstellungen im nächsten Jahr wird der chilenischen Künstlerin Michelle-Marie Letelier gewidmet sein. Ein weiteres Projekt ist mit der iranischen Künstlerin Maryam Mottalebi vorgesehen. Es ist geplant, die Werke zeitgenössischer Künstler in historische Kontexte einzubetten. So wird die Nachkriegsmoderne ein bleibender Bestandteil der Galerie bleiben.

Schlagworte