BAD STAFFELSTEIN

Kultur, Natur und die Zukunft der KIS

Kultur, Natur und die Zukunft der KIS
Aus diesen Originalzeichnungen von Hermann Hacker wurde der Kalender erstellt. Foto: Werner Diefenthal

Kulturinitiative Bad Staffelstein. Der Name ist Programm. Kultur, das sind Musiker, Maler, Künstler jeglicher Couleur. Und sie alle finden in der Alten Darre eine Bühne. „Auch wenn wir uns wünschen, dass wir des Öfteren mehr Besucher hätten, so ist jeder Auftritt immer wieder etwas Besonders“, findet Hermann Hacker, der Vorsitzende des Vereins. „Und ich freue mich, dass wir in diesem Jahr wieder einen Adventsmarkt auf die Beine stellen konnten.“

Dieser öffnet am Sonntag, 27. November, von 13 bis 19 Uhr seine Pforten. Neben einem Kinderprogramm mit Märchen mit Margit Schreppel und Gitarrenmusik von Thomas Schaller wird es noch etwas Besonderes geben: den neuen Kalender für 2023. Und darauf ist Hermann Hacker besonders stolz, hat er doch alle Zeichnungen dafür selber angefertigt.

Natur und Kultur nicht als Gegensätze begreifen

„Auf dem Adventsmarkt werden wir diesen Kalender zum Kauf anbieten“, kündigt er mit einem Lächeln an. „Und wir werden die Originale ausstellen. Und das ist etwas wirklich Besonderes.“ Sie werden dabei nicht einfach nur an der Wand hängen. Man kann sie anfassen, betrachten, auf sich wirken lassen.

Doch warum gerade ein solcher Kalender? „Wir wollen damit zeigen, dass Natur und Kultur nicht zwei gegensätzliche Dinge sind. Natur umgibt uns Menschen, aber wir machen letztlich die Kultur“, erläutert Hacker. Die Ästhetik der Zeichnungen steht dabei eindeutig im Vordergrund. Akribisch hat Hermann Hacker sie angefertigt, bis ins kleinste Detail. Er erklärt die einzelnen Pflanzen, und man merkt, er geht in der Materie auf.

Gerade in Zeiten der Klimakrise, denn der Wandel sei lange vollzogen, sei es wichtig, sich auch auf diese Dinge zu besinnen. Und da sei die Alte Darre der optimale Ort. „Die Alte Darre ist ja Anlaufpunkt für alle, die Kultur lieben“, merkt Hacker an. „Und wir hatten dieses Jahr ein recht ansprechendes Programm.“ Was zu der Frage führt, was im nächsten Jahr geplant ist.

„Ich werde mich nicht mehr zur Wahl stellen. Es wird Zeit, dass ich Platz für Jüngere mache.“
Hermann Hacker, Vorsitzender der KIS

An dieser Stelle wird der Vorsitzende der KIS leise, er wirkt nachdenklich. „Wir haben noch kein Programm. Unser jetziges endet im Januar.“ Das wirkt erst einmal verhalten, ja, sogar traurig. Das liegt daran, dass Ende Januar Vorstandswahlen sind, erklärt er: „Ich werde mich nicht mehr zur Wahl stellen. Es wird Zeit, dass ich Platz für Jüngere mache.“

Es geht nicht nur um die Nachfolge als Vorsitzender

Etwa 200 Mitglieder zählt die KIS aktuell. Da dürfte ein Nachfolger doch zu finden sein. Aber es geht nicht nur um die Nachfolge als Vorsitzender. Hermann Hacker kümmert sich auch um viele Dinge, die im Hintergrund laufen. Erstellen von Flyern, Plakaten, Infobroschüren und vielem mehr. „Ich würde mir wünschen, hier auch jemanden zu finden, der diese Arbeiten übernimmt. Weg von der Passivität.“

Er erzählt, dass er sich alles, was man für diese Aktionen braucht, mehr oder weniger in Eigenregie selber beigebracht hat. Also müsste sich auch für diese Aufgaben noch jemand finden. Denn all das nach außen zu vergeben, würde sehr teuer werden, dessen ist Hacker sich bewusst.

Zu wenig Wertschätzung von der Stadt

Aber er hat noch mehr auf dem Herzen. „Es wächst der Eindruck, dass man von Seiten der Stadt Kultur und unser Engagement als selbstverständlich betrachtet.“ Er wünsche sich, fährt er fort, dass sich hin und wieder auch Vertreter der Stadt bei den Veranstaltungen sehen lassen würden. „Als Zeichen, dass man Kultur in Bad Staffelstein nicht nur unserem Verein überlässt. Als Zeichen, dass Kultur seinen Platz auch bei den Vertretern der Stadt hat.“

Deutliche Worte eines Mannes, der beinahe seine gesamte Zeit der Kultur – und damit auch den Menschen – verschrieben hat, um zu zeigen, wie vielfältig und vielseitig diese sein kann.

Kultur, Natur und die Zukunft der KIS
Dieser Kalender kann auf dem Adventsmarkt erworben werden. Foto: Werner Diefenthal
Kultur, Natur und die Zukunft der KIS
Konzerte wie hier mit der „global shetl band“ sind immer etwas Besonderes und prägen das Bild der KIS. Foto: Werner Diefenthal

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