KIRCHSCHLETTEN

Kirchschletten: Äbtissin em. Gertraud feiert Jubiläum

Jubilarin M. Gertraud mit dem Bamberger Weihbischof Herwig Gössl, Äbtissin M. Mechthild Thürmer OSB und Bürgermeister Michael Senger. Foto: Markt Zapfendorf

Unter dem Motto „Denn die Freude am Herrn ist meine Stärke!“ hat die emeritierte Äbtissin Gertraud Reiter in der Abtei Maria Frieden das Ablegen ihres Ordensgelübtes (Profess) vor 65 Jahren gefeiert. Ehrengast der Feierstunde war das Bamberger Weihbischof Herwig Gössl.

Der 24. August 1955 war für Mutter Gertraud Reiter OSB ein besonderer Tag. Denn an diesem Tag vor 65 Jahren legte sie als Benediktinerin der Abtei Maria Frieden ihre zeitlichen Gelübde ab. Damit gelobte sie „Beständigkeit, klösterlichen Lebenswandel und Gehorsam“.

M. Gertraud beim Gottesdienst in der Kirche. Foto: Abtei Maria Frieden

Nun, sechseinhalb Jahrzehnte später, luden die Benediktinerinnen zu einem Jubiläumsgottesdienst ein, den Weihbischof Gössl zusammen mit Pfarrer Hans-Werner Alt (er wirkte viele Jahrzehnte in Altenbanz) und Monsignore Georg Holzschuh zelebrierte. Zu den weiteren Gästen zählte die Verwandtschaft von Mutter Gertraud mit ihrer älteren Schwester Gislinde Reiter und ihrem Neffen Florian. Gast war auch der Bürgermeister von Zapfendorf, Michael Senger. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe „Communis cantare“.

Eine der ersten beiden Kandidatinnen des neuen Kosters

Mutter Gertraud war eine der ersten beiden Kandidatinnen des neu gegründeten Klosters, welches 1953 von der damaligen Äbtissin Edeltraud Danner in Kirchschletten nahe Zapfendorf gegründet wurde. Dabei hatten die Schwestern besonders in der Anfangszeit des Klosters viele Hürden zu überwinden. In diesen schwierigen Zeiten gab jedoch der Glaube Mutter Gertraud nach eigenen Aussagen Kraft und Zuversicht.

Nicht ohne Grund wählte sie daher ihren Spruch bei der Äbtissinnenweihe: „Denn die Freude am Herrn ist meine Stärke!“. In den darauffolgenden Jahren, in denen Mutter Gertraud die Abtei teilweise als Priorin und später als Äbtissin führte, entwickelte sich das Kloster beständig weiter und vergrößerte sich auch durch die eigene Landwirtschaft.

Viele Jahre die Landwirtschaft geleitet und unterrichtet

Zur Feier des Tages gab es eine tolle Festtagstorte. Foto: red

Viele Jahre leitete sie die Landwirtschaft und gab Religionsunterricht bei den Kindern der amerikanischen Soldaten, in Breitengüßbach und zuletzt in Zapfendorf. Heute blicke sie mit Dankbarkeit auf die vergangenen Jahre zurück. „Umso mehr freue ich mich, dass ich mein Professjubiläum mit meinen Mitschwestern, meiner Familie und vielen Freunden feiern konnte“, sagte Mutter Gertraud.

Nach der Messfeier waren die Gäste zu Mittagessen mit anschließendem Programm und Gratulation eingeladen. „Renner“ des Tages war die Torte mit einem Foto von Mutter Gertraud, die bei Kaffee und weiteren Kuchen genossen wurde. Trotz Beschränkungen und Hygienemaßnahmen verklang der gelungene Jubeltag bei gemeinsamen Gesprächen und Beisammensein. (red)

 

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