EBING

Jugendleistungsmarsch: 45 Teams treten mit viel Elan an

Nur wenn jeder seine Aufgabe zuverlässig erfüllte, waren die teamorientierten Stationen wie hier der Aufbau eines Löschangriffs von Erfolg gekrönt. Foto: Mario Deller

Vor nunmehr 150 Jahren wurde die Freiwillige Feuerwehr Ebing gerufen – ein stolzes Jubiläum, das die „Abicher“ am Wochenende angemessen feierten mit Fahnenweihe, Festzug, Ehrungen und viel Musik. Doch die Zukunft der Wehren steht und fällt bekanntlich mit der Bewältigung der Aufgaben, den Nachwuchs für diesen wichtigen Dienst an der Gesellschaft zu begeistern. Da war es schön zu beobachten, wie sich die Jugendwehren des Bamberger Landkreises am Samstag ins Zeug legten beim von der Ebinger Wehr im Zuge ihres Festes gleichzeitig ausgerichteten Jugendleistungsmarsch.

„Kopf hoch, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bei der nächsten Station klappt es besser.“
Bewertungsrichter machen Mut

Stolze 45 Teams aus dem Landkreis von Steppach und Hallstadt bis zu Gräfenhäusling und Zapfendorf gingen am Samstag an den Start, um die erworbenen und in vielen Einheiten eingeübten Kenntnisse und Fähigkeiten unter Beweis zu stellen.

Neben Start- und Zielkontrolle galt es bei den in ganz Ebing aufgebauten zehn Stationen zu durchlaufen. So hatte der Nachwuchs die Aufgabe zu bewältigen einen C-Schlauch mindestens 5,5 Meter weit auszurollen, am eigenen Körper einen Brustbund mit Sicherungsknoten anzulegen oder einen Feuerwehrleinensack durch die Öffnung einer in vier Meter Entfernung befindlichen Hinderniswand zu werfen.

Teamwork ist der Schlüssel

An vielen Stationen war ein funktionierendes Teamwork der Schlüssel zu erfolgreicher Umsetzung der gestellten Aufgaben. Beim Kuppeln von vier Saugschläuchen waren die Fehlerpunkte, die es für ein gutes Endresultat zu minimieren galt, dann gering, wenn die Bewegungsabläufe von Wasser- und Schlauchtrupp Hand in Hand gingen. Hierauf kam es ebenso an bei der Demonstration eines Löschangriffs. Wurden die Aufgaben unvollständig oder nicht in geforderter Art und Weise umgesetzt – bei der Verlegung des Löschangriffs wirkten sich etwa verdrehte Schläuche nachteilig aus – erhöhte dies die Fehlerpunktzahl. Auch Grips war gefragt, etwa bei der Zuordnung von Ausrüstungsgegenständen.

Beim Schlauchkuppeln einfach spitze

Bevor das C-Strahlrohr über den fiktiven Graben gezogen werden kann, wie es eine der Aufgaben vorsieht, muss eine ordent... Foto: Mario Deller

„Kopf hoch, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Bei der nächsten Station klappt es besser“, muntern die Bewertungsrichter die Jugendlichen auf, wenn es bei einer Aufgabe einmal nicht so hingehauen hat. „Toll gemacht“, sparten sie aber auch nicht mit Lob etwa im Falle einer Jugendgruppe aus Hirschaid, die eine super Vorstellung beim Schlauchkuppeln zeigte. Die Kunst bestand beim Parcour des Kreisjugendleistungsmarsches darin, die Übungen sorgfältig auszuführen, aber zugleich flott zu agieren. Denn eine Überschreitung der Sollzeit bedeutete auch wieder Fehlerpunkte.

Siegerehrung im Festzelt

„Es waren wirkliche tolle Leistungen zu beobachten, Hut ab“, meinte Kreisjugendwart Klaus Jungkunz bei der späteren Siegerehrung im Festzelt und dankte den Jugendlichen für ihre engagierte Teilnahme. Denjenigen Jugendgruppen, die die hinteren Ränge belegten, sollten „den Kopf nicht hängen lassen“, ergänzte Gerold Schneiderbanger als Fachbereichsleiter Wettbewerbe im Feuerwehrkreisverband.

„Zielwasser“ war gefragt, als die Herausforderung darin besteht, den Leinenbeutel durch das „Fenster“ zu werfen. Foto: Mario Deller

Groß war die Freude schließlich beim Team „Oberhaid 1“, die mit lediglich 15 Fehlerpunkte – eine sehr geringe Zahl bei zehn Stationen - den ersten Platz belegten und die verdiente Anerkennung erfuhren.

Neben dem siegreichen Team durften sich ferner Mannschaften die die Plätze zwei bis vier belegten – dies waren Oberhaid-Viereth, Steppach und Oberhaid 2 - über eine besondere Belohnung freuen: Die vier besten Teams sind nämlich nun berechtigt, am diesjährigen Bezirksleistungsmarsch am 1. Oktober teilzunehmen.

Wer es seitens des Landkreises Lichtenfels zum Wettbewerb auf Bezirksebene schaffen wird, zeigt sich übrigens am Sonntag, 11. September. Dann richtet die Stadtfeuerwehr Lichtenfels nämlich den Kreisjugendleistungsmarsch des Landkreises Lichtenfels aus.

 

Rückblick

  1. Corona-Tagebuch: Manche haben den Dreh raus
  2. Wo kommt der Name Geßlein her?
  3. Corona-Tagebuch: Eine Begegnung im Nebel
  4. Fotoausstellung im Naturkunde-Museum Coburg
  5. Der ganz normale Wahnsinn in der Kita in Seubelsdorf
  6. Drei Michelauer als Volunteers in München
  7. Corona-Tagebuch: Von Mozart bis Rock im Park
  8. „Kochen ohne Grenzen“ im MUPÄZ in Kulmbach
  9. Stadtbau Bamberg will klimaneutral werden
  10. Corona-Tagebuch: Was der alten Frau bleibt
  11. Corona-Tagebuch: Denkwürdige Worte
  12. Till Mayer: Menschen der Ukraine eine Stimme geben
  13. Corona-Tagebuch: Aussichtsreiches Türmer-Leben
  14. R.I.O.!-Clubtour: Die Sieger kommen aus Hof
  15. Corona-Tagebuch: Die Sache mit Rinderrouladen
  16. Corona-Tagebuch: Fremdschämen mit Gegenlicht
  17. „Gemeinsam für Kinderrechte“ in den Kitas
  18. Corona-Tagebuch: Alles eine Frage der Sauberkeit
  19. Studium im Wintersemester in Bamberg
  20. Teilhabe für alle Menschen an der Bamberger Musikschule
  21. Corona-Tagebuch: Vorsätze, Lust und Laune
  22. Mit Theater und Nappydancers
  23. Corona-Tagebuch: Verwahrlosung rund um die Mohrrübe
  24. Kinderbuchstabensuppe: Noah, Schulzwerge und Uli
  25. Online-Treffpunkt für Feuerwehrleute auf Facebook
  26. Corona-Tagebuch: Kaffee, Stolpern und Nachtschicht
  27. Corona-Tagebuch: Fahne auf Halbmast
  28. SoLaWi läuft gut in Wolfsloch
  29. Corona-Tagebuch: Das Glück bei den Frauen
  30. Lichtenfels: Ausstellung über Deportation
  31. Andreas Motschmann über autofreien Sonntag in Bolivien
  32. Corona-Tagebuch: Die hohe Kunst der Diplomatie
  33. Corona-Tagebuch: Erinnerung an den Opa
  34. Dank App sorgenfrei als Diabetiker Sport treiben
  35. Lichtenfelser Tierheim am Rand seiner Kapazität
  36. Corona-Tagebuch: Eine Jacke als Nachricht
  37. Corona-Tagebuch: Kleiner Test in Sachen Wortschatz
  38. Frauenfussball in Roth: Niemand kann sie stoppen
  39. Corona-Tagebuch: Pünktlichkeit zählt immer
  40. Sprach-Kita-Förderung: Programm droht zu verstummen
  41. 130 Kilometer Oldtimer-Glück in der Fränkischen Schweiz
  42. Corona-Tagebuch: Wenn gute Erziehung auf der Strecke bleibt
  43. Tom Sauer: „Wir konnten viel erreichen“
  44. Vorsicht: Hier geht es ums Urinieren
  45. Corona-Tagebuch: die bemerkenswerte Antwort
  46. Corona-Tagebuch: Reue oder doch Verdrängung?
  47. Corona-Tagebuch: Die Liebe, Mozart und die Blattern
  48. VGN: Abenteuer-Rallyes in fünf Städten zu gewinnen
  49. Corona-Tagebuch: Die Sache mit der Vergesslichkeit
  50. 31.000 strömen zur Naturbühne in Trebgast

Schlagworte