KLOSTER BANZ

Jugendgottesdienst zum Neustart der Jugendarbeit im Banzgau

Jugendgottesdienst zum Neustart der Jugendarbeit im Banzgau
Aus „Muss-Steinen“ werden „Kann-Steine“, aus einer Mauer wird eine Brücke. Das demonstrierten beim Jugendgottesdienst (v. li.) Gemeindereferent Matthias Beck, Daniel Traxler vom BDKJ-Vorstand sowie Anna und Monika Fiedler von der Banzer Jugendgruppe. Foto: Gerd Klemenz

Zum Neustart der Jugendarbeit im Banzgau fand ein Jugendgottesdienst in der Banzer Klosterkirche statt. Unter dem Motto „Du sagst: Ich muss …? Gott sagt: Ich kann …!“ luden Gemeindereferent Matthias Beck und Pfarrvikar Christian Montag ein.

Im menschlichen Leben stehen viele Steine, erläuterte Beck. Stolpersteine, die ausbremsen und große Steine, die den Blick auf das Wesentliche verstellen. „Oftmals sind wir so sehr mit diesen störenden Steinen beschäftigt, dass uns auch der Blick auf Jesus Christus verstellt ist“, sagte der Gemeindereferent. Unter den Klängen des Songs „Another Brick in the Wall“ von Pink Floyd bauten die Jugendlichen mit ihren „Muss-Steinen“ eine Mauer auf. Daniel Traxler las beim Einzug die Worte auf den Steinen vor. Auch mit Abstandregelung war es möglich, Jugendliche beim Kyrie und den Fürbitten sicher mit einzubinden.

Es folgte ein Kurzfilm über eine „Eintagsfliege“, die eine To-Do-Liste mit 100 Dingen hat. Wegen ihrer begrenzten Lebenserwartung möchte sie in einer Minute sie alles erleben, was das Leben lebenswert macht.

Matthias Beck stellte den Satz „Das schaffe ich nicht“ in den Mittelpunkt seiner Predigt und erzählte von seinem Zwischendiplom, das er 2006 zur Fußball WM geschrieben hat. Er musste sich auf sieben Prüfungen gleichzeitig vorbereiten und den Stoff aus zwei Jahren in kürzeste Zeit pauken. Oft habe er das Gefühl gehabt, es nicht zu schaffen. „Muss-Sätze können uns ganz schön runterziehen“, meinte er. Ähnlich sei es wohl den Jüngern nach dem Tod Jesu gegangen, denn sie waren in Lebensgefahr.

Jugendgottesdienst zum Neustart der Jugendarbeit im Banzgau
Aus „Muss-Steinen“ entsteht eine Mauer. Foto: Gerd Klemenz

Doch wie schaffte es Matthias Beck den Prüfungsstoff doch zu pauken? „Ich hatten einen ganz guten Kumpel, der mich motiviert und angetrieben hat. Immer, wenn ich aufgeben wollte, hat er mich mit 'Du darfst jetzt nicht aufgeben' motiviert“, berichtete Beck. „So hat es mein Freund geschafft, meine Ängste zu wandeln.“ Gott wolle den Menschen auch helfen, ihre Ängste zu wandeln: „Der heilige Geist wird dich nicht im Stich lassen und dich in deinen Problemen stark machen. Er wird die vielen Muss-Sätze, die wie eine Mauer vor dir steht, wandeln.“ Der Papst habe den Titel Pontifex, das heißt Brückenbauer. Auch der heilige Geist wolle ein Brückenbauer sein, der Mut gibt und die Ängste in Hoffnung wandelt, so der Gemeindereferent. Im Anschluss wurden die „Muss-Steine“ in eine Brücke umgebaut.

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In Kloster Banz findet die Firmung am 23. Juli um 10 Uhr mit Domkapitular Thomas Teuchgräber statt. (red)

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