Großes Priesterjubiläum in Vierzehnheiligen

VIERZEHNHEILIGEN

Großes Priesterjubiläum in Vierzehnheiligen

In der Basilika gedachten kürzlich Priester aus der Erzdiözese Bamberg ihrer Priesterweihe vor 25, 40, 50, 60 und 65 Jahren. Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick dankte ihnen für ihren langjährigen priesterlichen Dienst in der Erzdiözese und in der ganzen Kirche.

Erzbischof dankt den Pensionären

An verschiedenen Orten und in der kategorialen Seelsorge seien sie tätig gewesen und sind es auch noch. „Die Pensionäre helfen bereitwillig und sehr willkommen in der Seelsorge mit. Namens des Erzbistums und der ganzen Kirche sage ich allen ein herzliches Vergelt?s Gott“, so der Bamberger Oberhirte zu Beginn.

Bereits einige Tage zuvor waren die Priesterjubilare zu Jubiläumsexerzitien unter dem Motto „Die Kraft des Gebetes“ in den Wallfahrtsort eingeladen. Im Diözesanhaus fanden diese unter der Leitung von Priesterseelsorger Pater Claus Bayer aus Weisendorf statt.

Kirchenschweizer führt Festgäste in Basilika

Zum Festgottesdienst zogen die Jubilare von der Klosterpforte mit Erzbischof Dr. Ludwig Schick, angeführt vom Kirchenschweizer Daniel Reitz, in die Aufgrund von Corona Auflagen nur spärlich besuchte päpstliche Basilika ein. Zunächst begrüßte Guardian Pater Maximilian die Geistlichen mit herzlichen Worten. Anschließend zelebrierte der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick das Pontifikalamt, bei dem Georg Hagel alle Register der Rieger-Orgel zog.

Der Erzbischof bedauerte zu Beginn seiner Predigt, dass in der medialen Öffentlichkeit die Priester derzeit vielfach herabgewürdigt und pauschal verurteilt oder verdächtigt würden. Hierbei würden die, die treu, tadellos und von den Gläubigen geschätzt – und das seien die meisten – nicht gesehen. „Das ist nicht gerecht. Sie wurden von Jesus gerufen und gesendet und haben in der Seelsorge, der Verkündigung des Evangeliums, in den Gottesdiensten und in der Caritas den Menschen und der Gesellschaft gedient“, so Schick.

Erinnerung an verstorbene Priester

Der Bamberger Oberhirte erinnerte an alle Priester, besonders die im priesterlichen Dienst ihr Leben verloren haben. Dabei wurde an die Kirchenmitarbeiter gedacht, die 2020 bei der Betreuung von Corona-Kranken gestorben sind. In Europa seien es 400 Priester gewesen.

„Jesus Christus braucht für seinen Erlösungsdienst Priester, die in Wahrheit und Liebe, in Treue und Heiligkeit lebenslang ihren Dienst tun“, so der Erzbischof weiter. „Die Welt wird erlöst durch Wahrheit und Liebe, das hat Jesus Christus uns durch sein Leben, Leiden, Sterben und Auferstehung gelehrt“, fügte Schick hinzu.

„Hab keine Angst, sondern Hoffnung“

Für die Wahrheit und die Liebe zu leben, das koste etwas in dieser Welt. Wer sich aber darauf einlässt, der dürfe Vertrauen und Hoffnung haben. „Hab keine Angst, sondern Hoffnung, das sagt Gott. Der Glaube schenkt Hoffnung und bewahrt in der Liebe, auch in dunklen Stunden der Rückschläge, der Ablehnung und der Leiderfahrung. Gott wird mit uns sein Ziel, das Reich Gottes für alle, erreichen“, so der Oberhirte.

„Sie haben sich in ihrem Leben, wie Jesus für die Erlösung vieler Menschen eingesetzt, etwa im Beichtstuhl oder bei Seelsorgegesprächen. Sie haben die Liebe Gottes verkündet und in den Sakramenten gefeiert. Dabei für Wahrheit und Liebe auch Rückschläge, Ablehnung und Verfolgung erfahren. Zugleich haben sie erlebt, dass dadurch Erlösung geschieht und Zukunft gestaltet wird. Für diese Erfahrung in ihrem Leben und für die Frucht, die sie zur Erlösung der Welt und dem Fortgang der Geschichte des Reich Gottes beigetragen haben, dafür danken wir ihnen heute“, so der Bamberger Erzbischof zum Schluss seiner Predigt.

Priesterjubilare erneuern ihr Weiheversprechen

Im Laufe des Pontifikalamtes erneuerten die Priesterjubilare ihr Weiheversprechen, das sie einst gegeben hatten. Domkapitular i.R. Pfarrer i.R. Dr. Josef Zerndl dankte im Namen der Priesterjubilare Erzbischof Schick für die Worte des Dankes und der Ermutigung während des Gottesdienstes. (red)

Sie feiern in diesem Jahr in der Erzdiözese Bamberg Jubiläum

25 Jahre: Pfarrvikar Pater Robert Szarecki SAC (Nürnberg), Pfarradministrator Joseph Rajan Samuel Maria Michael (Scheinfeld), Pfarrer i.R. Martin Battert (Bamberg), Pfarradministrator i.R. Arpad Bernath (Pocking), Pfarrvikar Anton Heinz (Pressig), Regens Ewald Sauer (Bamberg), Pfarrer i.R. Günther Seel (Eggolsheim/Neuses).

40 Jahre: Pfarrvikar Patrice Mor Faye (Oberhaid), Pater Josef Thekkekara CMI (Heroldsbach), Pfarrer Henryk Chelkowski (Isling), Diakon a.D. Bernhard Thiel (Erlangen), Pfarradministrator Josef Czerepak (Simmelsdorf), Pfarrer Josef Hell (Pegnitz), Pfarrer Reinhold Seidl (Nürnberg), Diakon i.R. Dr. Karl-Werner Goldhammer (Bayreuth), Pfarrer Francis George Plakkil (Hirschaid).

50 Jahre: Pfarrer i.R. EGR Hans-Werner Alt (Wattendorf), Pfarrer i.R. EGR Franz Dittrich (Buckenhof), Pater EGR Josef Brandl SDB (Forchheim), Domkapitular i.R. Pfarrer i.R. Dr. Josef Zerndl (Scheßlitz), Pfarrer i.R. Georg Varghese Kalarickal (Assam/Indien), Pfarrer i.R. Dr. George Kocheekaranveetil (Altenkunstadt).

60 Jahre: Pfarrer i.R. EGR Georg Schumm (Bamberg), Prof. em Dr. Paul Hoffmann (Bamberg), Pfarrer i.R. EGR Brunolf Löhlein (Coburg), Pfarrer i.R. Msgr. Andreas Staub (Bayreuth).

65 Jahre: Pfarrer i.R. EGR Werner Malcherczyk (Langenzenn).