BAD STAFFELSTEIN

Gasthof Adam Riese Bad Staffelstein: Baudenkmal wird saniert

Quartiersmanager Michael Böhm und die Coburger Innenarchitektin Elisabeth Dicker freuen sich, dass ein Investor den ehemaligen Gasthof Adam Riese gekauft hat und für einen Millionenbetrag saniert. Foto: Markus Drossel

Das reich geschmückte Fachwerkgebäude des ehemaligen Gasthofs Adam Riese am Marktplatz gegenüber dem Rathaus ist eines der ältesten Häuser der Stadt. Seit vielen Jahren ruht dort der Wirtsbetrieb, nun hat ein Investor das Baudenkmal gekauft. Er will ihm zur alten Blüte verhelfen – mit rund 1,5 Millionen Euro.

Die Decke muss dringend abgestützt werden: Das Obergeschoss ist zu schwer.

Im Inneren bietet das Haus, das unmittelbar nach dem großen Stadtbrand von 1684 errichtet wurde, für manchen ungeahnte Schätze. So beispielsweise unter dem zentimeterdicken Kunststoffputz im Eingangsbereich Teile der original Wandbemalung aus der Bauzeit. Oder barocke Stuckdecken in den Räumen im Erdgeschoss sowie im ersten Stock, nebst urigen Fußböden. Oder die Treppe mit Jugendstilelementen. Vieles ist noch original, etliches aber auch in schlechtem Zustand.

Der frühere Gasthof trägt den Namen des berühmtesten Sohns der Stadt: des Rechenmeisters Adam Riese. Foto: M. Drossel

So beispielsweise die einst abgehängte Decke: Da Vorbesitzer im Obergeschoss, wo einst der Tanzsaal war, nachträglich massive Mauern einzogen, bogen sich die Balken aus dem 17. Jahrhundert. Derzeit werden sie von Eisenpfosten notgesichert. Ziel des Investors ist es, den Urzustand in vielen Bereichen zu erhalten. Nach der aufwändigen und detaillierten Sanierung, die wohl im März 2021 i Erdgeschoss beginnt und sicher etliche Zeit dauert, soll hier wieder ein Gasthof mit Fremdenzimmern und Biergarten entstehen.

Herausforderung für den Fotografen: Durch die Wand des einen Zimmers in das nächste geschaut – direkt aufs Sofa von Anno... Foto: Markus Drossel
Unter dem zentimeterdicken Kunststoffputz ist Wandmalerei zu Tage getreten, die wohl aus der Bauzeit stammen dürfte. Foto: M. Drossel
Der Blick nach oben lohnt sich: Im Erdgeschoss gibt es noch sehenswerte Stuckdecken aus dem Barock.
Wohl dem, der eine Schneeschaufel in der guten Stube hat. Foto: M. Drossel
Verstaubt? Ja, aber: Dieser Gasherd scheint noch funktionstüchtig. Foto: M. Drossel
Das Frankenlied hängt noch immer an der Wand. Foto: M. Drossel
Ein besonderes Freibad. Foto: M. Drossel
Wann hier zum letzten Mal der Kochlöffel geschwungen wurde? Foto: M. Drossel
Nicht stein auf Stein, sondern Gefache um Gefache wurde dieses Haus einst errichtet. Foto: M. Drossel
Ganz oben im Dachboden. Foto: M. Drossel
Manchmal braucht es eben klare Ansagen. Foto: M. Drossel
Auf dem Weg in den Keller. Foto: M. Drossel
Aus dem Jugendstil stammt die Treppe.
Dieser Wunsch an die Gäste bleibt derzeit ungesehen. Foto: M. Drossel
Auch im ersten Stock gibt es sehenswerte Decken aus Stuck. Foto: M. Drossel
Blick über das Nachbargrundstück in Richtung Stadtturm. Foto: M. Drossel
Unter dem Gasthof gibt es ein tolles Kellergewölbe. Foto: M. Drossel
Wann hier zuletzt der Zählerstand ermittelt wurde? Foto: M. Drossel
Die Lüftungsanlage hat schon bessere Tage gesehen. Foto: M. Drossel
Hier geht es ins Obergeschoss. Foto: M. Drossel
Hier soll nach der Sanierung wieder Biergartenbetrieb stattfinden. Foto: M. Drossel
Für den Außenbereich hat Architektin Elisabeth Dicker zahlreiche Ideen. Quartiersmanager Michel Böhm hört da gerne zu. Foto: M. Drossel
Eisenstützen verhindern, dass das Obergeschoss absackt. Foto: M. Drossel
Das Deckengebälk ist derzeit in keinem guten Zustand. Foto: M. Drossel
Das Deckengebälk ist derzeit in keinem guten Zustand. Foto: M. Drossel
Hier wurde schon lange keine Fahne mehr gehisst. Foto: M. Drossel
Am stillen Örtchen. Foto: M. Drossel
Nicht der Rechenmeister Adam Ries(e), sondern Schulrat und Landtagsabgeordneter Johann Baptist Schubert wurde in diesem ... Foto: M. Drossel
Klein, aber fein soll er werden, der künftige Biergarten. Foto: M. Drossel
Die Handwerker stehen schon bereit. Foto: M. Drossel
Fast zusammengebaut: Zwischen dem ehemaligen Gasthof und dem Nachbargebäude ist nicht wirklich viel Platz. Foto: M. Drossel
Wann hier zum letzten Mal der Kochlöffel geschwungen wurde?
Der Zahn der Zeit hat deutliche Spuren hinterlassen. Foto: M. Drossel
E-Herd? Vorhanden. Foto: M. Drossel

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