UNTER-/OBERBRUNN

Familienwanderung: Über das Leben am und im Main

Manche Uferstellen laden zum Planschen und Balancieren ein. Foto: Corinna Tübel

Im beginnenden Herbst lässt es sich schön wandern. Fit und möglichst viel draußen will man ja sein. Und dann hört das „Wann sind wir denn endlich da?“ aus Kindermund beim Familienwandertag nicht auf. Unsere Redaktion stellt Touren im Landkreis Lichtenfels vor, bei denen bestimmt keine Langeweile in der Familie aufkommt und die mit 60 bis 90 Minuten Gehzeit moderat sind.

Heute heißt es: Wie ist das Leben am, im und über dem Main?

Der Maingezwitscherpfad am Auenweg Obermain führt mit Vogel „Flori“ in einer kurzweiligen Rundwanderung am Main entlang. Dabei hat er viele Rätsel und Stationen rund um den Lebensraum „Main“ – für Vögel, Fische und den Menschen.

Der Naturerlebnis-Pfad wurde 2013/2014 von einer Schülergruppe der Victor-von-Scheffel-Realschule Bad Staffelstein entworfen.

Ist das Quarzit oder Sandstein? Foto: Corinna Tübel

Streckenverlauf: Am Startpunkt des Rundwegs, dem Aussichtsberg zwischen Unter- und Oberbrunn, gibt es eine kleine Aussichtshütte samt Infotafel und einem Teilnahmeflyer für Kinder, in dem der Streckenverlauf sowie die verschiedenen Stationen des Rundwegs erklärt werden.

Gleich zu Beginn erfahren kleine und große Neugierige an einer Drehscheibe, wie sich der Verlauf des Maines seit dem Jahr 1860 verändert hat. Später können in einem Fühlkasten verschiedene region-typische Steine ertastet werden – auch für Erwachsene nicht immer eindeutig.

Schlafen Vögel eigentlich wirklich?

An einer weiteren Station erzählt der Vogel „Flori“ viel Wissenswertes über seinen Lebensraum, wie etwa: „Schlafen Vögel eigentlich?“. An der nächsten Weggabelung wartet zur linken Hand ein Aussichtsturm. Dort können die heimischen Vögel, deren Lieblingsplätze man auf einer Tafel zuordnen kann, beobachtet werden. Tatsächlich ist man auf der ganzen Wanderung von Vogelgezwitscher begleitet und auch, wenn sich die Kinder längst nicht alle Namen der Vögel merken können, so ist den Tieren durch Namen wie „Lachmöwe“ oder „Kanadagans“ zumindest kurzzeitig die Aufmerksamkeit der jungen Wanderer gesichert.

Wie hat sich der Flusslauf des Mains verändert und warum? Foto: Corinna Tübel

„Main-Renaturierung“ ein Thema für Erwachsene

Ebenso bei der Station „Fischwelt“, zu der man - den Ausgangsweg im Rücken - nach rechts abbiegt: Mit Rätseln, etwa zum Fisch mit „viele Schnurrhaaren“, geht es an der nächsten Wegetappe weiter. Auch Erwachsenen bringen verschiedene Tafeln übrigens kurz und verständlich das Thema der Main-Renaturierung näher.

Der Weg führt in das Dorf Unterbrunn hinein. An den Glascontainern kann man nach rechts abbiegen und den Ausgangspunkt der Wanderung schon erspähen. Ausgelegt ist der Rundweg jedoch noch ein Stück weiter, indem man tiefer in den Ort hineinstößt und dann dem Radweg an der Hauptstraße nach rechts bis hin zum Aussichtsberg folgt.

Strecke: 1,8 Kilometer

Gehzeit: ca. 50 Minuten

Eignung: durchgängig für Kinderwagen geeignet

Tipp: An warmen Herbsttagen bietet beispielsweise das Flussufer nahe dem Parkplatz Plansch- oder Balanciermöglichkeiten. Auch können alte Kinderspiele, wie etwa das Steine-übers-Wasser-Hüpfen-Lassen geübt werden.

 

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