LOFFELD

Entscheidung über Baugebiet Loffeld vertagt

Entsteht am südwestlichen Rand von Loffeld ein Baugebiet? Interesse von Bauwerbern sei zumindest da, argumentieren die Freien Wähler. Foto: Drossel

Am südwestlichen Ortsrand von Loffeld, in Fahrtrichtung Horsdorf links, gibt es eine Lücke zwischen dem Kernort und dem letzten Haus. Rechterhand reicht die Bebauung schon weiter. Geht es nach den Freien Wählern, würde auch das freie Areal links als Baugebiet ausgewiesen werden. Ein entsprechender Antrag wurde bereits gestellt. Vor nunmehr fast einem halben Jahr.

Und das war auch der Zankapfel: Nicht das Baugebiet an sich, für dessen Flächen es schon Bauwerber gibt. Eher die Tatsache, dass Anträge viel zu spät behandelt wurden. Er habe mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde gedroht, machte FW-Fraktionschef Winfried Ernst öffentlich. Erst dann sei der Punkt auf die Tagesordnung des Stadtrats gekommen. Andere Anträge der Freien Wähler, beispielsweise die vorübergehende Verkehrsberuhigung der Lichtenfelser und Bamberger Straße mit Pflanzkübeln, um die Sinnhaftigkeit einer Nordost-Spange zu prüfen, seien noch immer nicht abschließend behandelt. Es gebe Anträge aus 2015, die noch ausstünden. „Wir vertun Zeit, das ist keine Art!“, machte Ernst seinem Unmut Luft. Eigentlich müsse das innerhalb von drei Monaten geschehen. Von Bürgermeister Stich angemahnt, sich konkret auf Loffeld zu beziehen, sagte er, dass er befürchte, die Bauwerber könnten abspringen, gebe man ihnen nicht die Möglichkeit, zeitnah zu bauen. Dann sei auch das Problem mit der dringend zu ertüchtigenden Brücke zur Zufahrt lösbar: Bislang gibt es bereits zwei Baurechte, die Bauwerber müssten 50 Prozent der Kosten der dann zweispurigen Brücke übernehmen.

Die Zufahrt zum möglichen Baugebiet müsste an dieser Stelle erfolgen. Die momentane Brücke aber wäre dafür definitiv nic... Foto: Markus Drossel

Stich führte an, dass man mit der Regierung von Oberfranken im Gespräch sei, inwieweit ein Baugebiet gegen den Selbstbindungsbeschluss und die Förderung „Innen statt außen“ spreche. Auch laufe seit Herbst eine Potenzialanalyse für die Dörfer. Die Sache sei noch nicht geklärt. Der Antrag der Freien Wähler wurde zurückgestellt – einstimmig. (mdr)

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