HALLSTADT/BAMBERG

Eine Feier für den Vater des Sams

Paul Maar feierte seinen 85. Geburtstag. Wie immer ganz bescheiden. Foto: Iris Birger

„Schön sind Wörter, die einfach sind.“ Und schön sind Begegnungen, die von Herzen kommen. Mit diesen Gedanken wurde Paul Maar anlässlich seines 85. Geburtstages kurz vor den Weihnachtsfeiertagen überrascht. Ein Team der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur und des Michaelsbundes rund um Dr. Claudia Maria Pecher und Diözesanbibliothekarin Melanie Dirauf sowie die Stadt Hallstadt organisierten hierfür eigens einen kleinen Empfang. Sie alle servierten an diesem Abend feine Überraschungen für den berühmten Jubilar. Nach den Begrüßungsworten durch Hallstadts Ersten Bürgermeister Thomas Söder durfte sich Paul Maar im Goldenen Buch der Stadt verewigen.

Dass dort neben diversen Einträgen aus Bürgertum und Adel nun auch ein echtes Sams zu finden ist, freut die Stadt besonders. Weitere Vertreterinnen und Vertreter der Politik waren zu diesem besonderen Abend erschienen. Der Bamberger Landrat Johann Kalb sowie der Volkacher Altbürgermeister Peter Kornell lobten Maars Können und sein Herz für die Kinderliteratur, was gleichsam für Kinder und Erwachsene ein wahres Geschenk sei.

Dr. Claudia Maria Pecher, Präsidentin der Akademie sowie Leiterin der Landesfachstelle des Michaelsbundes betonte in ihrer Begrüßung und den persönlichen Glückwünschen, wie wichtig gute Literatur und Humor für das Leben seien. Sie fand herzliche Worte der Freundschaft für den Meister der Kinderliteratur und überreichte stellvertretend ein ganz besonderes Geschenk.

Familie, Freunde, literarische Wegbegleiter und Lyrikexperten trugen ihre Lieblingsgedichte voller Gedanken und Poesie in einem gemeinsamen Band zusammen, um Paul Maar zu seinem 85. Geburtstag ein Geschenk der Wertschätzung und Verbundenheit zu machen.

Humor und gute Literatur

Dr. Jana Mikota von der Universität Siegen sprach dann stellvertretend für viele Kinder, die im Rahmen eines literaturwissenschaftlichen Projekts insgesamt rund 1.500 Briefe an Paul Maar verfasst hatten. Darin fanden sich viele Worte des Lobs und der Freude: „Ich mag, dass das Sams so frech ist. Ich hoffe, dass du noch viel mehr Bücher schreibst.“ (Paul)

Staatsministerin Melanie Huml wurde die Ehre zu teil, die selbsterdachte und illustrierte Geschichte aus der Feder von Sina vorzulesen mit dem Titel „Als ich den besten Autor der Welt traf.“ Durch ihren Vortrag und die anschließenden Glückwünsche machte Huml deutlich, dass die Anwesenden an diesem Abend nicht die Vorlesenden für Kinder waren, sondern in diesem Augenblick zu den Zuhörerinnen und Zuhörern einer echten Kindergeschichte wurden. Sie bedankte sich schließlich bei Paul Maar mit den Worten: „Sie bereichern die Welt Zuhause und insgesamt. Danke dafür.“

Seine Werke begleiten viele der Gäste schon ein Leben lang und verbinden Generationen. Die meisten Stücke wurden vielleicht selbst bereits im Kindes- und Jugendalter gelesen und werden heute mit ebenso großer Freude den eigenen Kindern vorgelesen. Um die große Bandbereite seines Schaffens zu zeigen, wurde für diesen Abend eine Ausstellung von Paul Maars Original-Illustrationen und Werken zusammengetragen, die dem Künstler und seinen Gästen viel Vergnügen bereitete.

Besonders persönliche Momente ergaben sich durch das Signieren oder Widmen aktueller Sams-Bände oder Buchschätzen vergangener Tage sowie dem Überreichen des Gedichtbandes an die anwesenden Gäste.

Auch der Kinderbuchverlag Oetinger war vertreten und überbrachte seine Glückwünsche und Dankesworte an Paul Maar. Silke Weitendorf war von Hamburg angereist und versüßte den Abend mit der Geschichte „Der doppelte Weihnachtsmann“ - eine Erzählung, die viele der Erwachsenen zum Schmunzeln brachte, denn wie verhält es sich nun wohl mit dem Weihnachtsmann oder anderenorts dem Christkind?

Der kreative Rahmen dieses Abends wurde unterstützt durch die musikalische Gestaltung von Johannes Öllinger, der es verstand Maars Lyrik mit Stimme und Akustikgitarre zu verbinden. Damit verwoben wurden immer wieder lyrische Darbietungen. Viele Literaturfreunde trugen aus dem eigens für Paul Maar gedruckten Gedichtband vor. Auch seine Tochter Anne Maar stellte ein Stück daraus vor: „Die Zukunft kommt schon morgen früh? Kann man die nicht verschieben? Ich wär so gern, und zwar mit dir, im Heute hier geblieben.“

Sanftmut und Bescheidenheit

Dieser Abend war eine Überraschung für Paul Maar und auch ein Geschenk für seine Gäste, denn schön sind Begegnungen, die Menschen verbinden und von Sanftmut und Bescheidenheit geprägt sind. Wer Paul Maar begegnet, der kann diese Werte spüren. Jede Ansprache, Darbietung oder Rezitation an diesem Abend glich einem Wunschpunkt auf Paul Maars Geburtstagskarte.

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