VIERZEHNHEILIGEN

Eindrucksvolle Dekanatswallfahrt nach Vierzehnheiligen

Eindrucksvolle Dekanatswallfahrt nach Vierzehnheiligen
Ein Zug von über 70 Frauen und Männern aus dem Dekanat Coburg machte sich am frühen Samstagabend auf dem Weg vom Seubelsdorfer Kreuz zur Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Foto: red

Ein Zug von über 70 Frauen und Männern aus dem Dekanat Coburg machte sich unter dem Motto „Gott gab uns Atem“ auf den Weg vom Seubelsdorfer Kreuz zur Wallfahrtsbasilika Vierzehnheiligen. Dort zelebrierte Dekan Lars Rebhan aus Marktgraitz den Wallfahrtsgottesdienst, der auch im Internet per Videoclip mitverfolgt werden konnte. Nachdem im vorigen Jahr der Gottesdienst noch von TV Oberfranken per Livestream übertragen worden war, entschied man sich für diese Lösung.

Eindrucksvolle Dekanatswallfahrt nach Vierzehnheiligen
Kirchenschweizer Daniel Reitz führte die Ministranten und Dekan Rebhan zum Hochaltar der Basilka. Foto: red

Eva Russwurm, ehrenamtliche BDKJ-Diözesanvorsitzende, kümmerte sich um die Übertragung, und wie sich zeigte ist es ihr sehr gut gelungen. „Im zweiten Lockdown haben wir uns mit einigen Jugendlichen aus dem Seelsorgebereich Frankenwald überlegt, wie wir Kirche und Gottesdienst für viele Personen zur Verfügung stellen können, vor allem, wenn in den Gotteshäusern nicht alle Menschen Platz finden“, berichtete sie. Daraufhin wurde der YouTube-Kanal „Seelsorgebereich Frankenwald“ eingerichtet, erzählte Eva Russwurm. Mit erprobter Technik konnte also der Gottesdienst zur Dekanatswallfahrt aus Vierzehnheiligen live übertragen werden. Als Bildquelle dienten die festinstallierten Kameras in der Basilika; zur Übertragung des Tons wurden eigene Funkmikrophone und ein festinstalliertes Raummikrophon für das Orgelspiel genutzt.

Sogar Liednummern und Lesetexte werden im Video eingeblendet

Eindrucksvolle Dekanatswallfahrt nach Vierzehnheiligen
Dekan Rebhan zelebrierte den Wallfahrtsgottesdienst in der Basilika Vierzehnheiligen. Foto: red

„Die größte Herausforderung bildet die Übertragung durch das Internet in den Kirchen; weiß Eva Russwurm. Oft werde das Mobilfunknetz genutzt und über LAN-Kabel in die Kirche übertragen. Zur Veranschaulichung und Beteiligung der Zuschauerinnen und Zuschauer werden Liednummern und Evangeliums- sowie Lesungstexte eingeblendet. Am Computer verfolgt immer ein Techniker oder eine Technikerin die Qualität der Übertragung und übernimmt die Einblendungen und Steuerung. Der Stream ist kann auch weiterhin über den YouTube-Kanal des Seelsorgebereichs Frankenwald unter „Gottesdienst zur Dekanatswallfahrt des Dekanats Coburg nach14-Heiligen“ angeschaut werden.

Den Wallfahrtsgottesdienst bereicherte Georg Hagel musikalisch an der Rieger-Orgel. In seiner Predigt ging Dekan Rebhan auf das Leitwort der Wallfahrt ein. „Gott gab uns Atem, damit wir leben“, so beginnt ein Lied von Fritz Baltruweit. Im Anschluss an die Predigt wurde es gemeinsam gesungen. Es greift darauf zurück, wie Gott alle Geschöpfe ins Dasein ruft und dem Menschen den „Atem des Lebens“ einhaucht. „So wird der Mensch zu einem geistig-leiblichen Wesen. Das erste Testaments kennt noch nicht die Trennung von Leib und Seele, die später hineingelesen wird. Vielmehr gehe es darum, dass Himmel und Erde sich berühren, verbinden, die Erde und Gottes Geist, so Dekan Rebhan.

Auch beim Quigong gibt es meditative Atemübungen

Eindrucksvolle Dekanatswallfahrt nach Vierzehnheiligen
Am frühen Samstagabend fand der Wallfahrtsgottesdienst des Dekanats Coburg satt. Foto: red

Auch in der asisatischen Meditationsform Qigong komme das zum Ausdruck in verschiedenen Atemübungen: „So gibt es die Übung, mit den Händen den Atem zu begleiten und das Ausgestrecktsein zwischen Himmel und Erde körperlich zu spüren.“ Der Atem Gottes lasse die Menschen leben, verbinde und verstärke ihn noch einmal mit einem Sendungsauftrag. „Jesus erneuert und verstärkt Gottes Lebensatem, und das neue Testament nennt es Heiligen Geist“, sagte Rebhan.

Nach einer Stärkung verließen die Pilger bei Einbruch der Dunkelheit die Basilika und machten sich in einer beeindruckenden Lichterprozession auf den Rückweg zum Seubelsdorfer Kreuz. Hier endete die Dekanatswallfahrt mit dem Lied „Segne du Maria.“ Dekan Rebhan bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Wallfahrt beitrugen. Als Vorbeter fungierten Heidi Stehl, Claudia Ruß, Veronika Fath und Georg Lohneis. Der Pilgerzug wurde musikalisch von der Blaskapelle Marktgraitz bereichert. (red)

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