KLEUKHEIM

Dorferneuerung in Kleukheim fast abgeschlossen

Dorferneuerung in Kleukheim fast abgeschlossen
Zeigten sich zum (Fast-)Abschluss angetan vom Ergebnis der gelungenen einfachen Dorferneuerung in Kleukheim: Bürgermeister Bernhard Storath, Hubert Reuß (Bauamt Markt Ebensfeld), Thomas Kleylein (Planungsbüro HTS Kronach) und der Leitende Baudirektor des Amtes für Ländliche Ent... Foto: Mario Deller

Projekte und Maßnahmen bedürfen einer gewissen Zeit. Umso mehr freuten sich die Beteiligten über die gelungene Fertigstellung der einfachen Dorferneuerung in Kleukheim. Dazu gehörten der Umbau der ehemaligen Dreschhalle, eine Querungshilfe und der Gehwegneubau.

Nach der 875-Jahr-Feier vor acht Jahren und dem Jubiläum zum 50-jährigen Bestehen des TSV Kelbachgrund hätte ursprünglich der Abschluss der einfachen Dorferneuerung groß gefeiert werden sollen. Doch wegen der aktuellen Situation geht der Gesundheitsschutz zur Eindämmung der Pandemie derzeit vor.

Grund zur Freude bestand trotzdem beim Treffen von Erstem Bürgermeister Bernhard Storath mit Thomas Kleylein vom Planungsbüro HTS Kronach, dem Leitenden Baudirektor des Amtes für Ländliche Entwicklung, Wolfgang Kießling, und Hubert Reuß vom Bauamt Ebensfeld.

Altes Gebäude hat allen Bauchschmerzen bereitet

Dorferneuerung in Kleukheim fast abgeschlossen
So sah die Dreschhalle vor der Dorferneuerung aus. Foto: Gerda Völk

Rückblickend sagte der Bürgermeister, dass der Gebäudekomplex am Ortsausgang in Richtung Scheßlitz mit der ehemaligen Dreschhalle sowie dem direkt verbundenen alten Feuerwehrhaus allen, Kleukheimern wie Gemeindeverwaltung, Bauchschmerzen bereitet habe. Nicht wenige nahmen den unrühmlichen Ausdruck „Schandfleck“ in den Mund.

Das konnte kein Dauerzustand bleiben, war man sich im Ebensfelder Gemeinderat einig. Als 2015 das lange im Privatbesitz befindliche Areal zum Verkauf stand, erwarb es die Kommune – somit war der Weg offen für eine einfache Dorferneuerung.

Rückenwind gab es, weil das Amt für Ländliche Entwicklung einen staatlichen Zuschuss in Höhe von 65 Prozent beziehungsweise rund 143 000 Euro zusicherte. Darauf wurde der bis 1993 als Feuerwehrhaus genutzte Gebäudeteil abgerissen und die ehemalige Dreschhalle umgebaut.

Teilentkernung, Dachsanierung und neue Fenster und Tore

Nach dem Abriss gab es an dem verbliebenen, zeitweilig auch von der Raiffeisenbank als Lagerhaus genutzten Gebäude einiges zu tun, um die Halle künftig als Stauraum für örtliche Vereine nutzbar zu machen. Dazu gehörten die Teilentkernung, die Sanierung des Daches sowie der Einbau neuer Fenster und Tore.

Drei ansehnliche Tore bilden das heutige „Gesicht“ der Halle, der größere Raum bietet sogar die Möglichkeit der Durchfahrt. Im Prinzip ist das Gebäude für die Nutzung fast fertig, nur innen bedarf es noch des Auftragens einer zusätzlichen Bodenschicht, um die Befahrbarkeit mit Fahrzeugen gewährleisten zu können. Dort, wo einst das alte Feuerwehrhaus stand, wurden vier Parkplätze errichtet.

„Wir können glücklich sein, dass es so gelungen geklappt hat mit der Umsetzung“, so Bürgermeister Storath zufrieden. Der Rathauschef dankte Planern, dem Amt für ländliche Entwicklung, den beteiligten Firmen und den ortsansässigen Gemeinderäten, die sich tatkräftig einbrachten.

Alle Vertreter beim Pressegespräch zum Abschluss der Maßnahme hoben das außerordentliche Engagement der Kleukheimer in Sachen Eigenleistung hervor. Die Bürger hätten viel Zeit investiert, um Kleukheim schöner werden zu lassen.

Das Gelände ist gar nicht mehr wiederzuerkennen

„Das Gelände am Ortsrand ist gar nicht mehr wiederzuerkennen, das Gebäude ist ein echter Blickfang“, war auch Wolfgang Kießling voll des Lobes. Die einfache Dorferneuerung sei eine gute Möglichkeit, ohne großen Verwaltungsaufwand positive Veränderungen zu schaffen, und dies habe der Markt Ebensfeld hervorragend umgesetzt, so Kießling weiter. Das gute Miteinander unterstrich auch Thomas Kleylein vom Planungsbüro HTS Kronach.

Dorferneuerung in Kleukheim fast abgeschlossen
Zum Maßnahmenkatalog der einfachen Dorferneuerung in Kleukheim zählte auch der Bau einer Querungshilfe am Ortsausgang Ri... Foto: Mario Deller

Die einfache Dorferneuerung in Kleukheim umfasste aber noch zwei weitere Baustellen: Zum einen wurde, ebenfalls mit staatlichem Zuschuss in Höhe von 65 Prozent, an der Kleukheimer Hauptstraße von der Abzweigung Brunnenweg bis Ortsende Richtung Scheßlitz ein Gehweg neu angelegt. Im übrigen entstand am Ortsende eine Querungshilfe. Dafür gab es rund 180 000 Euro als Förderung.

Radweg in Richtung Scheßlitz soll im kommenden Jahr realisiert werden

Dorferneuerung in Kleukheim fast abgeschlossen
Der nachvollziehbare Wunsch der Dorfbevölkerung nach einem Gehweg-Lückenschluss in der Kleukheimer Hauptstraße konnte m... Foto: Mario Deller

Auch wenn das Projekt nicht im Rahmen der Dorferneuerung realisiert wird, ging Storath auf den Bau des Geh- und Radweges ein, der von Kleukheims bis zur Abzweigung Oberoberndorf auf einer Länge von gut zwei Kilometern entstehen soll. Im vorigen Jahr wurde der erste, 420 Meter lange erste Bauabschnitt bereits umgesetzt. Die Realisierung des zweiten Bauabschnitts entlang der Staatsstraße 2187 soll nach im kommenden Jahr realisiert werden. Man plane, so Storath, das Projekt weiterzuverfolgen, sobald es der Haushalt der Kommune zulasse. Mit der Nachbarkommune Scheßlitz habe man das Ziel, einen durchgängigen Radwege zu bauen.

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