VIERZEHNHEILIGEN

Der Caritas ein Gesicht geben

Maria G. aus dem Heilpädagogischen Zentrum der Caritas in Lichtenfels mit ihrem Porträt, dem Fotografen Marcus Bauer und Interviewer Horst Engelhardt. Sie sagt: "Ich möchte in eine eigene Wohnung ziehen und in einem Altenheim arbeiten." Foto: Gerd Klemenz

Die gegenwärtigen Krisen wie die Corona-Pandemie, der Ukraine-Krieg und die von ihm ausgelösten Fluchtbewegungen oder die Inflation, die Heizen und Essen für manche zum Luxus macht, haben Auswirkungen auf die Caritas. Es gelte, so der Verband, „die Ursachen von Armut, Vernachlässigung und Notsituationen gesellschaftlich zu bekämpfen und viel stärker bei Staat und Gesellschaft Veränderungen und Reformen einzufordern“.

Bürgermeister Mario Schönwald verfolgt mit seinem Smartphone gespannt das Interview. Foto: Gerd Klemenz

Im vergangenen Jahr feierte der Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg unter dem Motto „Hinsehen, Handeln, Herzlichkeit“ sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Auch in den Pandemiejahren wollte man aufzeigen, was die Caritas für Menschen bedeutet.

„Die Ausstellung zeigt beeindruckend damit Menschen, die gerne, egal in welchen Lebensalter, die Hilfe und Angebote der Caritas in Anspruch nehmen.“
Michael Endres, Diözesan-Caritasdirektor

Aus diesem Anlass entstand eine Wanderausstellung unter dem Motto „Der Caritas in der Erzdiözese Bamberg ein Gesicht geben“, die nun in den Bildungs- und Tagungshäusern Vierzehnheiligen bis zum 15. August in Haus 1 (ehemals Diözesanhaus) präsentiert wird. Seit vergangenen Donnerstag ist diese Ausstellung von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr zu besichtigen ist, Samstag und Sonntag nur auf Anfrage unter der Tel. (09571) 9260. Es gelten die aktuellen Corona-Auflagen.

Pfarrer Bernhard Simon, ehemaliger Caritasdirektor, aus dem Caritas-Seniorenzentrum Sankt Josef in Bamberg im Proträt. E... Foto: Gerd Klemenz

20 großformatige schwarz-weiß-Aufnahmen des Fotografen Marcus Bauer zeigen Menschen aus Einrichtungen, Diensten und Tätigkeitsfeldern der Caritas. „Die Ausstellung zeigt beeindruckend damit Menschen, die gerne, egal in welchen Lebensalter, die Hilfe und Angebote der Caritas in Anspruch nehmen. Weiterhin zeigt sie zugleich Menschen, die im Namen der Caritas den uns anvertrauten Menschen Unterstützung, Fürsorge, Beratung, Erziehung, Therapie und Pflege zukommen lassen. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind Caritas und nichts anders“, so der Diözesan-Caritasdirektor Michael Endres zu Beginn in seinem Grußwort.

Von der einjährigen Julia bis zur hundertjährigen Ella

Dankesworte richtete er an die, denen man diese einzigartige Ausstellung zu verdanken habe. „Machen sie sich ihren eigenen Eindruck und sehen sie selbst, was Caritas bedeutet“, appellierte Endres zum Schluss. Für die musikalische Umrahmung war Paul Schreiber, Erzieher im Heilpädagogischen Zentrum der Caritas in Lichtenfels, zusammen mit Stefan verantwortlich.

Für die musikalische Umrahmung war Paul Schreiber, Erzieher in Heilpädagogischen Zentrum der Caritas in Lichtenfels, zus... Foto: Gerd Klemenz

Die Porträtierten – von der hundertjährigen Ella P. im Bayreuther Caritas-Alten- und Pflegeheim Sankt Martin bis zur einjährigen Julia, einem Krippenkind in der Kathi-Baur-Kindertagesstätte in Altenkunstadt – repräsentieren die 100 Jahre Caritas-Arbeit im Erzbistum Bamberg. Die Porträtierten hätten an der Auswahl mitgewirkt und drückten in den Fotos aus „Das bin ich“, erläuterte Horst Engelhardt, Referent für Caritas & Pastoral beim Diözesan-Caritasverband, der die Schau mitkonzipiert hat.

Fotos sind noch bis zum 15. August zu sehen

Kurze Interviews, die mit Hilfe von QR-Codes auf den Bildtafeln mit einem Smartphone aufgerufen werden können, ergänzen die Fotografien.

Die kurzen Interviews, die mit Hilfe von QR-Codes auf den Bildtafeln mit einem Smartphone aufgerufen werden können, ergä... Foto: Gerd Klemenz

Dadurch, so Engelhardt, erzählten diese auch etwas über die Mitarbeiter der Caritas, „ohne die das Leben der Porträtierten nicht möglich ist“. Auf diese Weise gäben die Menschen der Caritas ein Gesicht, und die Caritas gibt den Menschen Gesicht und damit Unterstützung, Wert und Würde.

Die Ausstellung ist noch bis zum 15. August in den Bildungs- und Tagungshäusern Vierzehnheiligen in Haus 1 zu sehen. Gleichzeitig wird auch die Ausstellung „Hinsehen. Handeln. Herzlichkeit. 100 Jahre Diözesan-Caritasverband Bamberg“ präsentiert. Sie gibt auf zwölf Rollups einen Einblick in die Geschichte der Caritas im Erzbistum Bamberg. Vierzehnheiligen entwickelt sich somit mehr und mehr zum Standort für hochklassige Ausstellungen.

 

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