BAD STAFFELSTEIN

Blühflächen und Bäume für Bad Staffelsteiner Babys

Blühflächen und Bäume für Bad Staffelsteiner Babys
Blühflächen wie diese sind nicht nur schön fürs Auge, sie helfen vor allem auch, Bodenerosion durch Starkregen zu vermeiden. Vier sollen in der Bad Staffelsteiner Flur angelegt werden. Foto: Ökologische Bildungsstätte Oberfranken

In einer gemeinsamen Fraktionssitzung ließen SBUN/Die Grünen aus Bad Staffelstein vor allem die jüngste Klima- und Energieausschuss-Sitzung Revue passieren. Auf deren Tagesordnung standen viele Themen, die von der eigenen Fraktion eingebracht worden waren.

Erfreut zeigte sich Sandra Nossek, dass nun ein Anfang mit der Umsetzung von Blühflächen gemacht wird. „Vier Flächen in der Flur bei Stublang, Nedensdorf und Wolfsdorf sollen nun Blühflächen werden, und auch wenn diese nicht allzu groß sind, so sie werden sie doch ihren Beitrag für den Erhalt der Artenvielfalt leisten.“

Insektenfreundliche Stauden auf zwei Kreiseln

Hinzukommt, dass die Gärtner der Stadt bereits auf zwei Kreiseln insektenfreundliche, mehrjährige Stauden angepflanzt haben. Sollte sich diese Pflanzung bewähren, so könnte sie auch auf den anderen Kreiseln umgesetzt werden, denn sie dient nicht nur der Natur, sondern spart auf lange Sicht auch Kosten und Zeit. Insektenfreundliche Blumen für die Blumenkästen: Das soll im Blick behalten werden. Die Zuständigen wollen sich noch kundig machen, welche Arten von Blumen sich hierzu am besten eignen.

Freuen dürfen sich wohl in Zukunft alle Neugeborenen und deren Eltern: Die Stadt möchte ein Modell erarbeiten, das für jedes Neugeborene eine Baumpflanzung vorsieht, entweder auf dem Grundstück der Eltern oder auf städtischen Flächen. „Dieses Modell, Geburten mit Baumpflanzungen zu verbinden, wird bereits von einigen Kommunen umgesetzt“, erklärt Werner Freitag. „Es würde im Jahr durchschnittlich 80 Baumpflanzungen bedeuten, was eine tolle Sache ist.“

Baumschutzverordnung erzeugt zu viel Bürokratie

Angeregt wurden Pflanzungen entlang verschiedener Fahrradwege, die sich aber aus verschiedenen Gründen (Wasserleitung, Graben, zu wenig Platz) nicht umsetzen lassen. Doch auch hier will man von städtischer Seite versuchen, geeignete Flächen zu finden. Eine Baumschutzverordnung hingegen konnte nicht durchgesetzt werden. Nicht noch mehr Bürokratie erzeugen und Entscheidungsfreiheit im Privaten belassen waren die Hauptargumente, die einem Schutz des Baumes gegenüberstanden. So wird man auch in Zukunft auf die Vernunft der Eigentümer setzen müssen.

Rica Kohmann freut es, dass zwei weitere Fahrradstellplätze in der Innenstadt eingerichtet werden. „Dies ist ein gutes Zeichen, den Fahrradfahrern endlich mehr Raum zu geben, denn viele der Einwohner, aber auch Urlauber kommen mit dem Rad in die Stadt und wünschen sich, dieses auch sicher abschließen zu können. Und diese Art von Fortbewegung lärmt nicht, stinkt nicht und ist zudem gesundheitsfördernd.“

Solarenergie: Potenzialanalyse für städtische Gebäude

Für die städtischen Gebäude soll eine so genannte Potenzialanalyse erstellt werden, um dann zu entscheiden, wo und wie die Stadt Solarenergiegewinnung auf den Dächern umsetzen kann. Die Energiegewinnung über Solarmodule auf dem Dach der Adam-Riese-Schule und des Bauhofs hat sich bisher bewährt. Deshalb hofft die Fraktion von SBUN/Die Grünen auch auf die Umsetzung auf weiteren Dächern.

Das Thema Photovoltaikanlagen außerorts auf Landschaftsflächen soll in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses behandelt werden – hier legt die Fraktion Wert auf Transparenz, Bevölkerungsbeteiligung und einheitliche Richtlinien für eine Umsetzung im Einklang mit Natur und Mensch. (red)

Schlagworte