BAD STAFFELSTEIN

Bahnhofsstraße Bad Staffelstein wird teilweise Tempo-30-Zone

Richtung Bahnhof: Der untere Teil der Bahnhofstraße soll, inklusive angrenzender Straßen, zur Tempo-30-Zone werden. Foto: Markus Drossel

Die Bahnhofstraße wird künftig zwischen Café Rimsinger und Bahnhof zur Tempo-30-Zone. Auch Adam-Riese-Straße, Obere und Untere Gartenstraße, Gartenstraße, Badumstraße, Heiterstraße, Heinrich-Hofmann-Straße, zur Herrgottsmühle sowie der Bereich vor dem Bahnhof und die Straße im PR-Parkplatz werden auf maximal 30 Stundenkilometer beschränkt. Der Beschluss diesbezüglich fiel letztlich einmütig. Vorausgegangen war aber eine gewisse Diskussion.

Seit Jahren wird die Bahnhofstraße umgebaut, die Abschnitte IV und V liegen in den letzten Zügen. Ziel ist es, die Verbindung zwischen Therme und Innenstadt für Fußgänger attraktiver zu machen, sie durch bauliche Umgestaltung (und Verengung) von einer funktionalen Durchgangsstraße zur Promenade werden zu lassen.

Darauf zielt auch die künftige Temp-30-Zone ab. Die Goethestraße ist ja schon seit längerer Zeit auf 30 km/h begrenzt, weshalb es Überlegungen gab, diese Beschränkung in der Bahnhofstraße fortzuführen. Das Problem: Die Goethestraße mündet in die Bahnhofstraße als abknickende Vorfahrtsstraße, die Fahrbahn wurde entsprechend optisch gestaltet. Und genau diese abknickende Vorfahrt müsste aufgehoben werden, würde bereits hier die Tempo-30-Zone beginnen. Was aber niemand will in Stadtverwaltung und Stadtrat. „Wir nehmen mit der Tempo-30-Zone ab dem Café Rimsinger Richtung Bahnhof ein wenig Dampf raus“, fasste es Jürgen Hagel (CSU) in Worte. „Tempo-30-Zonen bringen mehr Sicherheit für die Verkehrsteilnehmer. Wir wollen schließlich nicht, dass in unserer Flaniermeile zu schnell gefahren wird.“ Auch Werner Freitag (Grüne/SBUN) begrüßte das Ansinnen: Schon vor zehn Jahren habe man den Antrag gestellt, in Wohngebieten maximal 30 Stundenkilometer zuzulassen. „Dann können wir in der Tempo-30-Zone auch endlich überflüssige Schilder entfernen“, so Dritter Bürgermeister Dieter Leicht (SPD).

Änderung der Vorfahrt: Künftig gilt rechts vor links

Dass in einer Tempo-30-Zone automatisch die Rechts-vor-links-Regelung gilt, war Winfried Ernst (FW) neu und bereitete ihm auch Magengrummeln: „Ist das unser Wunsch oder könne wir das umgehen? Es ist schließlich keine Nebenstraße.“ Walter Mackert (CSU) und Jürgen Hagel bekräftigten, dass es tatsächlich ihr Wunsch sei. „Eine beschränkte Ausnahme zu machen, widerspricht auch dem Charakter einer Tempo-30-Zone“, führte Günter Kestel vom Bauamt aus. Den Vorschlag von Winfried Ernst, zumindest für ein halbes Jahr den Hinweis „rechts vor links“ im Eingangsbereich der Tempo-30-Zone anzubringen, konnte auch Mackert mittragen.

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