BAD STAFFELSTEIN

Bad Staffelstein: Bei „Waterloo“ hält es keinen auf dem Sitz

Selten sieht man bei einem Konzert ein so bunt gemischtes Publikum. Vom coolen Teenager bis hin zu rüstigen Senioren waren am Freitagabend alle Altersklassen vertreten. Die „ABBA-Night – The Tribute Concert “ im Rosengarten lockte rund 800 Zuschauer aus ganz Oberfranken und den angrenzenden Landkreisen an.

Seit Monaten waren die Tickets für diese Show ausverkauft, zweimal musste sie wegen der hohen Inzidenzwerte verschoben werden, dann passten die Mindestabstände am geplanten Spielort „Seebühne“ nicht.

Kurzerhand wurde eigens für das Konzert eine neue mobile Bühne innerhalb des Kurparks im Rosengarten aufgebaut und mittels eine losen Bestuhlung mit entsprechenden Abständen den notwendigen Auflagen Genüge getan. Die Freiwillige Feuerwehr wies Parkplätze nahe der Einfahrt Riedseehütte aus und mehrere Ordner des Veranstalters schafften es, trotz komplett neuer Location die Gäste entsprechend ihrer Kategorie zu platzieren. Die Show konnte beginnen.

Mit Platauschuhe und Schlaghosen unter der glitzernden Disco-Kugel

In Plateausohlen, Glitzeroveralls, Schlaghose und seidenen Umhängen betraten Angela Castallani als „Agnetha“, Irene Pertile als „Frida“, Ludovico Banali als „Björn“ und Eduardo Mezzogori als „Benny“ die Bühne. Die Nebelmaschine tauchte die Musiker in das Flair der 1970-er Jahre, auch die glitzerne Disco-Kugel und Bennys weißes Piano fehlten nicht. Es sollte eine packende, fast dreistündige Bühnenshow in originalgetreuen Kostümen folgen. Unterstützt von ihrem fantastischen Schlagzeuger und zwei Gitarristen rockten „Anni“, „Agnetha“, „Björn“ und „Benny“ den Kurpark. Das Publikum erwies sich als textsicher, auch weniger bekannte Songs der vier Schweden wurden mitgesungen.

„Summer Night City“, „Eagle“, „Money, money“, „Mama mia“, „Gimme, gimme“, oder „Dancing Queen“ – die Double-Popstars setzten die Nummer-1-Hits der ehemaligen Popgiganten „ABBA“ mit einer tollen Lichtshow und detailgetreuer Performance in Szene. Die Hände über den Kopf und mitklatschen hieß es bei „Take a Chance on me“ und „Super trouper“, dazu mussten die Sängerinnen nur kurz animieren. Dann der nächste Song und helle Begeisterung der Gäste beim Solo des Schlagzeugers.

Stimmungsvolle Inszenierung der Hits begeistert die Zuhörer

Diese Zeit nutzen die vier Musik-Profis, um sich umzuziehen. Nach der kurzen Pause hörten die Gäste nicht nur das erste Lied, mit dem „ABBA“ im Jahr 1972 erstmalig auftrat („People need love“), sondern auch das Bekannteste: Mit „Waterloo“ gewannen die Schweden 1974 in Großbritannien den Grand Prix Eurovision de la Chanson. Die Zuschauer hielt nun nichts mehr auf ihren Sitzen, doch es durfte ja nicht getanzt werden. Aber man durfte umso mehr klatschen, springen oder sich rhythmisch mit dem Körper zum Takt der so lange nicht gehörten Livemusik bewegen.

Ein tolles Konzert. Eine tolle Performance. Und ein glückliches Publikum, das nach den gerne gewährten Zugaben zufrieden den Nachhauseweg antrat.