BAD STAFFELSTEIN

Aus der Schön Klinik: Videosprechstunden zu Corona-Zeiten

Die Abgeordnete informierte sich: (v. li.) Frances Greiner-Matzen-Sohn (Klinikgeschäftsführerin), Emmi Zeulner (MdB), Dr. Elisabeth Rauh (Chefärztin Psychosomatische Klinik). Foto: red

Die Corona-Pandemie hat die Bedeutung der Video-Psychotherapie unter Beweis gestellt. Immer mehr Psychotherapeuten greifen auf diese Möglichkeit der Behandlung zurück. Video-Sprechstunden haben das Potenzial, das große Stadt-Land-Gefälle in der Versorgung auszugleichen, den Zugang zu Spezialisten zu verbessern, die berufliche Vereinbarkeit mit der Therapie zu gewährleisten und einen tatsächlich barrierefreien Zugang zum Therapeuten zu ermöglichen.

Um Antworten auf drängende Fragen im Bereich der psychosomatischen Therapie aus erster Hand zu erhalten, suchte die Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner (CSU) das Gespräch mit den Expertinnen in der Schön Klinik Bad Staffelstein, der Chefärztin der Psychosomatischen Klinik Dr. Elisabeth Rauh und der Klinikgeschäftsführerin Frances Greiner-Matzen-Sohn.

Videosprechstunden und Versorgungsqualität

Themenschwerpunkte bildeten die Video-Psychotherapie, die gerade in Corona-Zeiten ihre Bedeutung unter Beweis gestellt hat, sowie die derzeit gültige und unter dem Kürzel PPP-RL viel diskutierte Richtlinie zur Personalausstattung in den Einrichtungen der Psychiatrie und Psychosomatik. Diese Richtlinie gibt nach Ansicht der Schön-Klinik-Expertinnen der Ausstattung mit Pflegepersonal den Vorrang und würdigt die Bedeutung der Psychotherapie, und damit der Personalausstattung in diesem Bereich, nicht deutlich genug. Der Ausbau der Videosprechstunden sei von hoher Bedeutung, nicht nur in der Psychotherapie sondern auch in der Versorgung von Pflegeheimbewohnern, so die Politikerin. In diesem Bereich wolle sie ihre Schwerpunkte setzen.

Frances Greiner-Matzen-Sohn erklärte, dass Videosprechstunden in der Psychotherapie, ähnlich wie sie „mindoc“, ein Unternehmen der Schön Klinik, anbietet, das bestehende Angebot ergänzten.

Das zweite Schwerpunktthema wurde von einem Appell seitens Chefärztin Dr. Rauh begleitet: „Die PPP-RL muss angepasst werden. Vor allem die Versorgungsrealität und Versorgungsqualität müssen fokussiert werden.“ Die Richtlinie sei erwachsen aus der Psychiatrie und bilde die Psychosomatik nicht versorgungsgerecht ab. (red)

Über die Schön Klinik

Die Klinik ist spezialisiert auf die Fachbereiche Psychosomatik, Orthopädie und Neurologie und hat 330 Betten. Jährlich behandeln rund 560 Mitarbeitern mehr als 4500 Patienten. Besondere Kompetenz bietet die Klinik in der intensiv-medizinischen Versorgung und Rehabilitation schwer und schwerst betroffener neurologischer Patienten sowie in der Behandlung von Essstörungen, Burnout und Depressionen. Weitere Schwerpunkte liegen in der orthopädischen Rehabilitation und der akutstationären wie auch rehabilitativen Schmerztherapie.

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