BAD STAFFELSTEIN

Vortrag über Sankt Jodok bei Kolping in Bad Staffelstein

Vortrag über Sankt Jodok bei Kolping in Bad Staffelstein
Präses Georg Birkel sprach bei der Kolpingsfamilie über den Heiligen Jodok. Foto: Ludwig Alin

Bei der gut besuchten Versammlung der Kolpingsfamilie übernahm Präses Pfarrer Georg Birkel die Aufgabe des Referenten. Ein besonderer Vortrag war vorbereitet, nämlich über den fast „unbekannten Heiligen“ Jodok.

Wie der Geistliche hierzu ausführte, sind die Informationen über Jodok sehr rar. Nur in Heiligenlegenden oder Lexika gibt es einige Hinweise auf seinen Lebenslauf und sein Wirken in der christlichen Welt.

Vom Prinzen zum Priester zum Einsiedler

Der zu Beginn des siebten Jahrhunderts geborene Jodok verzichtete auf den bretonischen Königsthron. Um 640 wurde er Priester. Ab 644 war er Einsiedler an verschiedenen Orten in Nordfrankreich. In der Eifel ist er auch unter den Namen Jobst oder Jost bekannt. Er unternahm Pilgerreisen bis nach Rom. Er starb angeblich um 668/669.

An einem seiner Aufenthaltsorte entstand später die Benediktiner-Abtei Saint-Josse-sur-Mer bei Montreuil, südlich von Boulogne (Heiliger Jodok am Meer). Entlang seiner Pilgerwege wurden ihm als Patron der Pilger Kirchen, Kapellen und auch Krankenhäuser geweiht. Um 900 gelangten Reliquien Jodoks nach England in die Hyde Abbey bei Winchester. In Deutschland befindet sich eine Reliquie in der Judokkirche in Landshut, ebenso ist Sankt Jost in der Eifel heute noch ein Wallfahrtsort.

Wie Präses Birkel weiter ausführte, wird der Heilige unter anderem auch als Patron der Reisenden, Schiffsleute, Bauern und Winzer angerufen.

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