EBENSFELD

Ebensfelder Feuerwehr rückt zu 80 Einsätzen aus

Ebensfelder Feuerwehr rückt zu 80 Einsätzen aus
Für langjährigen Feuerwehrdienst dankten der Vorstand der Ebensfelder Wehr, Bürgermeister Bernhard Storath (2. v. li.) und Kreisbrandmeister Sebastian Dorsch (re.) verdiente Aktiven. Seit 40 Jahren mit an Bord ist Karlheinz Ferle (3. v. li.). Manfred Krebs (4. v. li.) scheidet na... Foto: Mario Deller

Kellerbrand, Personenrettung aus einem Aufzug, Befreiung einer eingeklemmten Person nach einem Verkehrsunfall – die Ebensfelder Feuerwehr hatte im vergangenen Jahr alle Hände voll zu tun. Und das spiegelt sich auch in Zahlen wider, wie bei der Jahreshauptversammlung deutlich wurde. Und für ein Feuerwehr-Urgestein erhoben sich die Mitglieder am Ende von ihren Plätzen.

Insgesamt 80 Einsätze mit 1200 Einsatzstunden verzeichnete die Wehr im vergangenen Jahr. Zwischen 2014 und 2018 bewegte sich die Einsatzzahl zwischen 35 und 55. Vorsitzender Markus Hellmuth bescheinigte den Aktiven „stets volles Engagement“. In seinem Rückblick erinnerte er auch an die Veranstaltungen, an denen man teilgenommen habe, etwa die Spritzeneinweihung der Dittersbrunner Wehr, die 125-Jahr-Feier der Kümmersreuther oder die CSU-Tagung in Kloster Banz, bei der die Vertreter der Ebensfelder Wehr auch Probleme und Verbesserungspotenzial ansprachen. Die Ebensfelder Feuerwehr werde von den Bürgern wertgeschätzt, so der Vorsitzende.

„Ihr seid ein tolles Team.“
Markus Hellmuth, Vorsitzender

Für die künftige Arbeit wichtige Aspekte sprach auch 1. Kommandant Georg Gäbelein an. Er informierte über die Vorarbeiten zur Anschaffung des neuen Tanklöschfahrzeugs LF 20. Die Auslieferung erfolge frühestens Ende Februar. Die feierliche Segnung des Fahrzeugs soll im Rahmen des Tags der offenen Tür am Samstag, 18. April, stattfinden.

Als wichtige Investition erwähnte Gäbelein ferner ein Stabilisierungssystem, das es den Einsatzkräften bei Verkehrsunfällen erleichtert, ein auf der Seite oder dem Dach liegendes Fahrzeug abzustützen. Herzlich eingeladen seien die Mitglieder der Wehr zum Landkreisinformationstag am Freitag, 20. März, in Ebensfeld, die zusammen mit dem Kreisfeuerwehrverband ausgerichtet wird. Geplant sind außerdem ein Johannisfeuer, das Aufstellen des Kirchweihbaums und die Teilnahme an der 125-Jahr-Feier der Zapfendorfer Feuerwehr. Der Kommandant sagte den Mitgliedern ein „riesengroßes Dankeschön für euer Engagement und eure Unterstützung.“

Dem Lob konnte sich Bürgermeister Bernhard Storath nur anschließen: „Selbst wenn es noch einmal so viele Einsätze gewesen wären – ich bin mir sicher, dass wir uns auch dann auf die Ebensfelder Feuerwehr hätten verlassen können.“ Und er versprach: „Wir werden auch euch weiterhin nach besten Kräften unterstützen, egal wie die Wahl ausgeht.“

Ebensfelder Feuerwehr rückt zu 80 Einsätzen aus
Zur Ausrüstung der Ebensfelder Wehr zählt nun auch das Stabilisierungssystem „Stab-Fast“, um umgekippte Autos abzustütze... Foto: weber-rescue.com

Kreisbrandmeister Sebastian Dorsch lobte die Ebensfelder Wehr und bedankte sich für die Ausrichtung des Landkreisinformationstages. Den Kassenbericht trug Kassier Tobias Walter vor.

Die zehn Mitglieder der Jugendwehr waren eifrig bei Übungen, einem Themenabend zur „Unfallverhütung“ oder der Vorbereitung des Wissenstests, wie Felix Saal berichtet. Außerdem nahmen sich die Jugendlichen einen Tag lang Zeit, um zusammen mit den Jugendwarten die Hydranten zu überprüfen und winterfest zu machen.

Der „Werbeauftritt“ in der Schule habe sich gelohnt, bilanzierte Melanie Zahner für die Kinderfeuerwehr, die „Wuselwehr.“ Betrug die Zahl der Jungen und Mädchen vor einem Jahr gerade einmal fünf, sind es jetzt bereits zwölf. Es werde noch ein männlicher Betreuer für die „Wuselwehr“ benötigt, sagte sie. Der zeitliche Aufwand halte sich in Grenzen, einmal monatlich findet ein Treffen mit den Kindern statt.

Neu aufgenommen in die Jugendwehr wurde Josephine Hornung, in die Erwachsenenwehr Michaele Böhmer, Bernd Albert und Marcel Schardt. Schardt wird auch als Gerätewart im gesamten Gemeindegebiet fungieren.

Höhepunkt des Abends war die Ehrung langjähriger Aktiver Für zehn Feuerwehrdienst wurden Tobias Walter und Markus Zillig ausgezeichnet, für 25 Jahre Martin Hirschlein und für 30 Jahre Stephan Klinke. Schon vier Jahrzehnte aktiv ist Karlheinz Ferle, der 1997 bis 2009 auch das Amt des 1. Kommandanten ausgeübt hat, und für seine langjährige Treue zur Feuerwehr lautstark Applaus erhielt.

Manfred Krebs hat alle Stationen bei der Feuerwehr durchlaufen

Ovationen im Stehen erhielt Manfred Krebs, der nach 47 Jahren im Dienst durch das Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren ausscheidet. „Als er am 31. März 1973 aufgenommen wurde, war ich noch nicht einmal geplant“, verdeutlichte Kommandant Georg Gäbelein die Dimensionen. Atemschutzgeräteträger, Maschinist, Digitalfunk, Gerätewart, Gruppenführer – Krebs erwarb sich über die Jahrzehnte ein umfangreiches Wissen und brachte seine Fähigkeiten engagiert ein. Bei Ferle wie Krebs unterstrich Kommandant Gäbelein neben dem Fachwissen auch deren menschlichen Qualitäten. „Ihr seid ein tolles Team“, meinte Vorsitzender Markus Hellmuth zum Abschluss.

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