BAD STAFFELSTEIN

Keine Ferienhäuser auf Freizeitgelände in Bad Staffelstein

Keine Ferienhäuser auf Freizeitgelände in Bad Staffelstein
Der Bau von Ferienhäusern im südlichen Bereich des Areals (unterhalb des TSV-Fußballplatzes) scheidet schon wegen der Lärmemissionen bei den Spielen am Sonntagnachmittag aus. Dass die Emissionsgrenzen trotz einer Lärmschutzwand an der Südseite des Sportplatzes immer noch übersch... Foto: IBAS

Ferienhäuser können an der Oberauer Straße nur auf einem schmalen Streifen gebaut werden, weil es dort zu laut ist. Der Straßenverkehr, das Heizkraftwerk der Obermain Therme, Tennisverein, Hundesportverein und insbesondere der Trainings- und Spielbetrieb des TSV Staffelstein sorgen für eine beachtliche Geräuschkulisse, wie ein neues Lärmgutachten zum Bebauungsplanverfahren „Sport- und Freizeitgelände Bad Staffelstein“ ergab, der der Stadtrat jetzt behandelte. Damit sind die Pläne eines Grundstückseigentümers für eine Ferien- und Wochenendhaussiedlung wohl vom Tisch.

Fünf Meter hohe Schallschutzwände würden nicht helfen

Der Stadtrat war dem Bauinteressenten entgegengekommen, indem er für Teile des Grundstücks, auf denen die Ferienhäuser entstehen sollen, einen Lärmgrenzwert von 40 Dezibel festlegte. Das entspricht den Werten eines Allgemeinen Wohngebiets. Weil sich der Sportbetrieb des TSV Staffelstein durch den neuen Kunstrasenplatz wohl steigern wird, wurde das Lärmgutachten neu zu bewertet. Dazu fand auch ein Ortstermin mit dem TSV Staffelstein, desm Tennisverein und dem Hundesportverein statt.

Keine Ferienhäuser auf Freizeitgelände in Bad Staffelstein
Wenn auf dem Sportgelände des TSV Staffelstein trainiert, gespielt oder gejubelt wird, lässt sich das mit dem Bau von Fe... Foto: Mario Deller

Das auf dieser Basis entstandene neue Gutachten der Firma IBAS besagt, das südwestliche Teilgebiet des Bebauungsplanareals (ehemaliges Wakro-Gelände) nicht als Wochenend- oder Ferienhaussiedlung genutzt werden kann. Auch wenn drei bis zu fünf Meter hohe Lärmschutzwände errichtet würden, könnten die Grenzwerte für Kleingärten, Wochenend- und Ferienhäuser nicht eingehalten werden.

„Alles, was zum Thema Sport passt, wäre dort möglich, aber eben nicht Wohnen.“
Jürgen Kohmann, Bürgermeister

„Alles, was zum Thema Sport passt, wäre dort möglich, aber eben nicht Wohnen“, erklärte Bürgermeister Jürgen Kohmann. Wegen der Lärmgrenzwerte bleibe der Stadt nichts anderes übrig: „Wir würden uns ja sonst über gegebenes Recht erheben.“ In einem schmalen Streifen ist die Ferienhausbebauung noch möglich. Es soll das Gespräch mit dem Bauwerber gesucht werden.

Keine Ferienhäuser auf Freizeitgelände in Bad Staffelstein
Die Reitsportanlage (li.) ist kein Hinderungsgrund für den geplanten Bau von Ferienhäusern auf dem angrenzenden Areal (r... Foto: Mario Deller

Beschlossen wurde, die Ergebnisse des neuerlichen schalltechnischen Gutachtens in die Planunterlagen einzuarbeiten. Zum südwestlichen „Freizeit und Erholung“-Teilgebiet wurde festgelegt, dass nur Kleingärten und Sportanlagen aller Art zulässig sind. Jetzt haben Behörden und Träger öffentlicher Belange Gelegenheit zur Stellungnahme.

Aus dem Stadtrat

Für Diskussionen sorgte die Ausschreibung von Touchscreen-Whiteboards an der Adam-Riese-Schule. Die Kosten werden zu 90 Prozent im Rahmen des Digital Pakts Schule bezuschusst. „Die Entwicklung mit Touchscreens bereits an Grundschulen geht mir zu weit“, kritisierte Winfried Ernst (FW). Vor einer „frühen Überdigitalisierung“ warnte auch Bärbel Köcheler (FW). „Was ist denn so schlimm an den Tafeln, mit denen man ganz normal schreiben kann“, hielt Dieter Leicht (SPD) dagegen. „Es ist doch nichts anderes als eine elektronische Tafel“, gab auch Udo Möhrstedt (CSU) zu bedenken. „Ich verstehe die ganze Diskussion nicht“, meinte Hans-Josef Stich (CSU) mit Hinweis auf die aus Lehrern gebildete Lenkungsgruppe zu dem Thema und den den mehrheitlichen Beschluss der Schule. Bürgermeister Kohmann erklärte, dass es an der Adam-Riese-Schule auch weiterhin fünf fahrbare Schiefertafeln gebe, die Lehrkräfte, denen dies pädagogisch sinnvoll erscheint, weiterhin nutzen können.

Der Stadtrat bestätigte Philipp Hensel als Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Wiesen und Kevin Baumann als Stellvertreter.

 

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