BAD STAFFELSTEIN

Forderung nach Realschul-Neubau in Bad Staffelstein

Mit einer Woche Verspätung hat der Unterricht in der Viktor-von-Scheffel-Realschule wegen erhöhter Asbestwerte in der Raumluft. Inzwischen ist die Belastung bis auf einige Fachräume gebannt. Diskutiert wird nun darüber, ob statt der geplanten Generalsanierung ein Teilabriss sinnv... Foto: red

Nach dem Asbestfund in der Viktor-von-Scheffel-Realschule Bad Staffelstein haben der Schulleiter und der Personalrat in einem Brief an das Landratsamt einen Neubau der Schule statt der geplanten Generalsanierung angeregt, wie Landrat Christian Meißner im Kreisausschuss mitteilte. Nachdem erhöhte Asbestwerte in der Luft bei den Voruntersuchungen zur Sanierung festgestellt wurden, seien alle Räume gesäubert und die Türrahmen, an denen die Asbestfasern aus Dämmmaterial ausgetreten waren, abgedichtet worden. Bis auf einige Fachräume könnten alle Klassenzimmer wieder benutzt werden. „Wir wollten kein Risiko eingehen“, betonte der Landrat. Der Unterricht für die Schüler hatte deshalb eine Woche später begonnen, die Eltern waren persönlich und mit einer Broschüre informiert worden.

Angesichts der verständlichen Bedenken werde der Landkreis neben der Generalsanierung auch die Kosten für einen Teilabriss und einen kompletten Neubau prüfen lassen, versicherte Meißner. Zu bedenken sei allerdings, dass nur ein Teil der Schulgebäude mit Asbest belastet sei. Maßgeblich sei daher die wirtschaftlichste Lösung. Schließlich wäre es schwierig, ein geeignetes Grundstück für einen Neubau zu finden, das vom Bahnhof aus für die Schüler erreichbar ist.

Außerdem würden alle kreiseigenen Schulen auf mögliche Asbestbelastungen überprüft. Die Container für eine Generalsanierung könnten wegen der erforderlichen europaweiten Ausschreibung und der hohen Nachfrage nicht vor dem Frühjahr aufgestellt werden, erklärte Kreisbaumeister Stefan Weisser auf Frage von Winfried Ernst (FW). (mul)

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