BAD STAFFELSTEIN

Asbest in Bad Staffelsteiner Realschule: Zwölf Räume betroffen

Für vier Räume der Viktor-von-Scheffel-Realschule, die bereits gereinigt und abgedichtet wurden, liegen nun die ersten Ergebnisse der Kontrollmessung auf Asbestbelastung vor: In der Raumluft konnten laut Pressemitteilung des Landratsamts keine Fasern mehr nachgewiesen werden. Somit sind diese vier Räume nicht mehr belastet, teilt die zuständige Fachfirma aufgrund der Laborergebnisse mit.

In den anderen 14 betroffenen Räumen liefen derzeit die Arbeiten weiter, heißt es aus der Landkreisverwaltung. In allen Räumen werden die Seitenteile der Türelemente abgedichtet und gereinigt. Anschließend erfolgen auch dort Kontrollmessungen.

Türelemente in 14 Räumen müssen noch abgedichtet werden

Die Arbeiten laufen derzeit in den anderen 14 betroffenen Räumen weiter. In allen Räumen werden die Seitenteile der Türelemente abgedichtet und gereinigt. Dort wurde Dämmwolle mit Asbest verbaut. Es folgen anschließend Kontrollmessungen.

Das hat Auswirkungen auf den Schulbetrieb. Um jedwede Gefährdung der Schüler auszuschließen und die Reinigung und Abdichtung ungestört fortsetzen zu können, bleibe die Realschule Bad Staffelstein laut Landratsamt bis einschließlich 16. September geschlossen.

Erster Schultag ist für Bad Staffelsteiner Realschüler am 17. September

Der erste Schultag ist somit an der Realschule Bad Staffelstein der 17. September. Eine Betreuung der Schüler sei jedoch in der Zeit zwischen 10. und 16. September gewährleistet, betont die Landkreisverwaltung.

Zum Hintergrund: Im Zuge der geplanten Generalsanierung des Nord-, Ost- und Südtraktes der Viktor-von-Scheffel-Realschule hat der Landkreis, der Sachaufwandträger, als Grundlage für die Kostenermittlung der Generalsanierung Schadstoffuntersuchungen beauftragt. Die gemessenen Werte für Asbest liegen knapp über dem Grenzwert für Innenräume. Der Landkreis hat aber nach eigenen Angaben den Anspruch, die Werte in den betroffenen Räumen auf unter 500 Fasern pro Kubikmeter zu reduzieren, im Idealfall auf unter 100, da es sich um eine Schule handelt.

Die Messergebnisse

Am 24. August wurden nach Auskunft des Landratsamts sämtliche Räume mit Türelementen gemessen, die mit Asbest belastet sein können. Laut Messergebnis vom 27. August liegen die Werte zwischen weniger 100 und maximal 1370 Fasern pro Kubikmeter. Das Gesamtergebnis lautet wie folgt:

• Bei sechs Raummessungen waren es weniger als 103 Fasern pro m3.

• Bei sechs Raummessungen waren es zwischen 103 500 Fasern pro m3.

• Bei zwölf Raummessungen waren es mehr als 500 Fasern pro m3.

Definierte Grenzwerte gebe es laut Pressmitteilung des Landratsamts nicht. Null-Belastung gebe es quasi auch nicht, da Asbest natürlicherweise bei der Abwitterung von Lagerstätten freigesetzt werde. Deshalb gehe man laut Bayerischem Landesamt für Umwelt davon aus, dass Werte kleiner 100 Fasern pro Kubikmeter nur schwer zu erreichen sind. Weiterhin wird angegeben, dass der Zielwert für die Sanierung von Innenräumen bei maximal 500 Fasern pro m3 liegen sollte.

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