BAD STAFFELSTEIN

Die Gewinner der Beckenbirnen stehen fest

Hans-Karl Hertel mit Beckenbirnen-Nachwuchs. Im Hintergrund einer der Altbäume, von denen die Edelreiser für die Nachzüchtung geschnitten wurden. Foto: Stefan Lommatzsch

„Mit so viel Zuspruch hätte ich wirklich nicht gerechnet. Das zeigt doch, dass die Leute die guten, alten Sachen wieder zu schätzen lernen und auch gerne zu ihrem Erhalt beitragen“, freut sich der Horsdorfer Hans-Karl Hertel, Mitinitiator der Aktion „Eine Chance für die Beckenbirne“.

Über 80 Einsendungen sind dafür in den vergangenen Monaten beim OT eingegangen, nun sind die Namen der 30 Gewinner eines Bäumchens der einst bei uns sehr bekannten alten Obstsorte ausgelost worden. Sie können ihr Birnbäumchen am 31. August von 10 bis 12 Uhr in Horsdorf am Schulhaus 8 abholen. Natürlich gibt es dabei auch noch einige Tipps zum Pflanzen, Pflegen und Schneiden der Beckenbirne.

Die Früchte der Beckenbirne zeigen schon ihre roten Bäckchen.

Die veredelten Halbstämmchen wurden vom MPO-Medienhaus gemeinsam mit der Stadt Bad Staffelstein gesponsert, dafür gilt an dieser Stelle nochmals ein herzlicher Dank der Initiatoren. Für die Jury war es auf jeden Fall ein Genuss zu lesen, welche Erinnerungen die Teilnehmer mit der Staffelsteiner Beckenbirne verbinden.

Was nicht gegessen wurde, kam zum Brennen

So schrieb uns Christian Fischer aus Püchitz, dass er mit der Beckenbirne eine große Erinnerung an früher verbinde. „Wir hatten einen großen Baum in unserem Garten, den wir leider vor Jahren kürzen mussten, da er morsch war und drohte, aufs Nachbarhaus zu fallen. Ich hab mit meinem Opa immer die ganzen Birnen aufgelesen, und alles, was wir nicht essen konnten, wurde zu Schnaps verarbeitet. Da mein Opa schon lange verstorben ist, würde ich gerne meine Erinnerungen von damals wieder aufleben lassen und mit meinen Kindern fortführen.“

Auch Petra Engert aus Dittersbrunn verbindet schöne Erinnerungen mit der Staffelsteiner Beckenbirne. Sie schrieb: „Schon bei meiner Oma in Stublang gab es diese Birnensorte. Als Kinder liebten wir sie, einfach reinbeißen und essen. Natürlich weckten wir sie auch ein, um im Winter was davon zu haben! Diese Tradition möchte ich gerne fortführen. Deshalb würde ich mich freuen, einen Baum in meinem Garten begrüßen zu dürfen.“

Dies dürfen die Gewinner dann bereits ab diesem Herbst, denn obwohl die Bäumchen mit im Schnitt 50 bis 80 Zentimetern noch recht klein sind, ist der Herbst die beste Zeit zum Pflanzen.

So können die jungen Pflanzen in den wärmeren Wintermonaten noch ein hoffentlich kräftiges Wurzelwerk ausbilden, um im kommenden Frühjahr dann richtig durchzustarten. Damit dies gelingt, hat Hans-Karl Hertel auch gleich noch einen Tipp parat: „Gerade die jungen Bäumchen werden gerne verbissen. Wer Wühlmäuse, Hasen oder Kaninchen in seinem Garten hat, der sollte sich besser noch ein Stück Hasendraht besorgen.“

Der wird beim Pflanzen nämlich im Pflanzloch um den Wurzelballen gelegt, um die Mäuse abzuhalten. Um den Stamm gewickelt, hält er Hasen und Kaninchen vom Knabbern ab. Haben die Pflänzchen dann den ersten Winter überstanden, könnte es durchaus sein, dass sie bereits im nächsten Frühjahr die ersten Blüten tragen und die Gewinner dann im Herbst schon mal eine der Staffelsteiner Beckenbirnen aus ihrem eigenen Garten probieren können.

Die Gewinner der Staffelsteiner Beckenbirnen

1. Carmen Hatzold, Wolfsdorf 2. Gerhard Wagner, Bad Staffelstein 3. Petra Engert, Dittersbrunn

4. Florian Geldner, Baiersdorf 5. Hannelore Müller-Weberpals, Mistelfeld 6. Annette u. Harry Boog, Bad Staffelstein 7. Julitta Ritzel, Neuensee 8. Angelika und Julia Neumann, Unnersdorf 9. Ingrid Kohmann, Forsthaus Banz,

10. Erhard Lohneis, Ebensfeld 11. Johann und Gerlinde Betz, Loffeld

12. Bernhard Kreppel, Oberleiterbach

13. Gerald Tremel, Eichig 14. Stanislaus Wentowski, Vierzehnheiligen 15. Elfriede Weissenseel, Lichtenfels 16. Reiner Quinger, Nedensdorf 17. Marion Meder, Bad Staffelstein 18. Daniel und Verena Spaderna, Herreth

19. Peter Grasser, Loffeld 20. Reinhard Höppel, Schwürbitz

21. Holger Reinlein, Bad Staffelstein 22. Sabine Holzschuh, Romansthal

23. Stefan Baumann, Wiesen

24. Horst Göring, Roth

25. Ronja Kohmann, Bad Staffelstein 26. Isabell Mauermann, Bad Staffelstein 27. Wolfgang Schnapp, Rattelsdorf 28. Willi Hussendörfer, Altenkunstadt 29. Heinz Petterich, OGV Burgkunstadt 30. Christian Fischer, Püchitz.

Die Gewinner könne ihre Bäume am Samstag, 31. August, von 10 bis 12 Uhr bei Hans-Karl Hertel in Horsdorf, Am Schulhaus 8 abholen.

Wer zu diesem Termin verhindert ist, meldet sich ab dem 9. September bei OT-Redakteur Stefan Lommatzsch, Tel. 09571/78827.

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