DITTERSBRUNN

Mit Pfeil und Bogen: Antonie erlegt das Wildschwein

Mit Pfeil und Bogen: Antonie erlegt das Wildschwein
Nur wenige Pfeile trafen nicht das anvisierte Ziel. Foto: Gerda Völk

Auf den Spuren von Robin Hood und Co. haben sich acht Kinder und Jugendliche im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Ebensfeld auf dem Trainingsgelände der Dornigschützen begeben. Die Kultur- und Freizeitfreunden Bad Staffelstein sind regelmäßig beim Pfingstferienprogramm der Stadt Bad Staffelstein dabei. Seit letzten Jahr bietet der Verein traditionelles Bogenschießen auch im Sommerferienprogramm der Gemeinde Ebensfeld an.

Doch bevor die Sehne gespannt und der Pfeil zum Abschuss bereit war, stand noch ein wenig Theorie auf dem Programm. Abteilungsleiter Bernd Freisleben und Bernd Göbel vermittelten im theoretischen Teil Wissenswertes zu Material, Technik und Sicherheit. Schließlich war es soweit. Auf dem Schießplatz wurden die Grundlagen vermittelt, denn die richtige Körperhaltung ist entscheidend für den Flug des Pfeils. „Da wo ich hinschaue, schieße ich auch hin“, erklärte Bernd Freisleben. Der Bogensportleiter forderte von den Kindern mit beide Augen zu sehen, da nur dies ein räumliches Sehen garantiere. Eine einfache Übung überzeugte die teilnehmenden Kinder schließlich.

Mit Armschutz und Schießhandschuh

Geschützt mit Armschutz und Schießhandschuh und unter Anleitung der erfahrenen Mitglieder der Dornigschützen konnten die ersten Pfeile auf die Scheiben geschossen. „Am Anfang hat man immer etwas Respekt vor dem Bogen“, erklärt Bernd Göbel. Doch dieser Respekt legte sich unter der Anleitung der beiden Bogenschützen der Freizeitfreunde schnell. Manch ein Teilnehmer erwies sich dabei als echtes Naturtalent und traf in die Mitte der Scheibe. Wie Leon, der gleich mit zwei von drei Pfeilen ins „Gold“ traf, wie die Bogenschützen die gelbe Mitte der Zielscheibe bezeichnen. Der Junge verfügt bereits über Erfahrungen beim Bogenschießen, da er gemeinsam mit Jakob und Timm auch im letzten Jahr am Ferienprogramm der Dornigschützen teilgenommen hatte.

Sicherheit heißt das Zauberwort

Mit Pfeil und Bogen: Antonie erlegt das Wildschwein
Den jungen Schützen macht der Umgang mit Pfeil und Bogen sichtlich Spaß.

Bogen und Ausrüstung sollten schon zum Schützen passen. Deshalb bekommt Christoph einen Bogen der seiner Größe angepasst ist und Antonie erhält einen Linkshänder-Bogen. Die Sicherheitshinweise verfehlen ihre Wirkung nicht. Sicherheit ist nämlich oberstes Gebot auf dem Schießplatz. Die jungen Schützen gehen mit dem nötigen Respekt mit Pfeil und Bogen um. Sie sammeln ihre Pfeile erst ein, wenn ein entsprechender Hinweis das Betreten der Schussbahn dies erlaubt. Sicherheit heißt das Zauberwort. Je weiter es auf das Mittagessen zugeht, desto besser klappt die Koordination zwischen Auge, Arm, Pfeil und Bogen und immer mehr Erfolgserlebnisse stellen sich ein.

Murmeltiere und Grizzlybären

Zwischen den Scheiben stehen noch allerlei andere Ziele „Ich habe das Wildschwein getroffen“, freut sich Antonie, das einzige Mädchen unter lauter Jungs. Nach einer kleinen Stärkung mit heißen Würstchen und Getränken ging es dann in den Wald, wo 3D-Ziele auf den Nachwuchs warteten. Aufgeteilt in Gruppen konnte das Erlernte umgesetzt werden. Zwischen den Bäumen hat der Verein über 50 Ziele verteilt, die vom von der Nachbildung eines Murmeltiers bis zum Grizzlybären reicht. Die Ziele befinden sich nicht nur auf dem Waldboden, sondern auch in den Bäumen.

 

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