ZAPFENDORF

Berufsfeuerwehrtag Zapfendorf: Rauch am Kommandantenhaus

Der Berufsfeuerwehrtag der Freiwilligen Feuerwehr Zapfendorf war die ideale Gelegenheit für die Nachwuchskräfte, den erw... Foto: Stefan Eichelsdörfer

Eine ständige Wache wie in Bamberg oder gar eine Berufsfeuerwehr wie in Würzburg oder Nürnberg, die rund um die Uhr besetzt ist, gibt es im 5000 Einwohner zählenden Dorf Zapfendorf natürlich nicht. Wohl aber eine ganze Reihe Kinder und Jugendliche, die Feuer und Flamme für die Feuerwehr sind. Und so simulierten die Führungskräfte der Feuerwehr Zapfendorf jüngst für ihren Nachwuchs zu einem ganz besonderen Erlebnis ein: Zu einem Berufsfeuerwehrtag, bei dem die Jugendlichen 24 Stunden in die Rolle eines Berufsfeuerwehrmann schlüpften.

„Es ein super Tag für alle Beteiligten, an dem aber auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist.“
Stefan Eichelsdörfer, Kommandant
24 Stunden ständig in der Wache und immer wieder Einsätze: Das ist sehr kräftezehrend. Foto: Patrick Tuttor

Dafür hieß es früh aufstehen: Kommandant Stefan Eichelsdörfer ließ die Jugendgruppe samt Betreuer pünktlich um 8 Uhr am Feuerwehrhaus antreten. „Ab da an war es für die Jungs und Mädels ein besonderes Gefühl, weil sie nicht wussten wie viele ,Einsätze‘ und dergleichen mehr geplant sind“, so der Leiter der Feuerwehr. Und die Zapfendorfer hatten sich einiges einfallen lassen.

Von Jugendwart Weber und Jugendbetreuer Tuttor organisiert

Jugendwart Johannes Weber und Jugendbetreuer Patrick Tuttor hatten den Tag organisiert. Sie teilten ihre Schützlinge in zwei Löschgruppen ein. Ihre erste Aufgabe: Betten vorbereiten und beim Frühstücken Kraft tanken. Doch die Ruhe hielt nicht lange, die erste Alarmierung folgte keine 30 Minuten nach Dienstbeginn. Ölspur am Ortsausgang von Zapfendorf lautete das Szenario.

Die Organisatoren sollten die Jugendlichen an diesem Berufsfeuerwehrtag ordentlich auf Trab halten. Zehn klassische Einsätze aus dem Feuerwehralltag gab es zu bewältigen, vom Mülltonnennbrand über Kleintierrettung bis hin zur nächtlichen Personensuche und dem Ausleuchten eines Hubschrauberlandeplatzes.

„Ein Höhepunkt war dann der Einsatz mit der Durchsage ,unklare Rauchentwicklung in der Frankenstraße 24 in Zapfendorf“: Kommandant Stefan Eichelsdörfer muss schmunzeln. Die Adresse ist wohl allen in seiner Führungsriege bekannt, die Jugendlichen aber wussten nicht, was auf sie zukommen sollte. Und so staunten sie nicht schlecht, als die vermeintliche Einsatzstelle sich als das Anwesen des 1. Kommandanten entpuppte -und aus dem es wirklich rauchte. Schnell wurde ein Löschangriff aufgebaut.

Wenn der Rauch plötzlich lecker riecht

Selbst nach Übungsende rauchte es weiter. Diesmal aber ganz bewusst: Der Leiter der Wehr hatte den Grill angeschürt und verköstigte zusammen mit seiner Frau die Berufsfeuerwehrleute in spe mit Steaks und Bratwürsten. Mit vollem Magen und tollen Eindrücken ging es später wieder ins Gerätehaus. „Insgesamt betrachtet war es ein super Tag für alle Beteiligten, an dem aber auch der Spaß nicht zu kurz gekommen ist“, bilanziert Eichelsdörfer. „Das aber geht alles nur, da wir von der Integrierten Leitstelle Bamberg-Forchheim, dem gemeindlichen Bauhof sowie etlichen Firmen unterstützt wurden. Dafür sagen wir Dankeschön!“

 

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