LOFFELD

Groove Band: Oldies spielen Oldies

Einmal die Woche treffen sich die Musiker von Groove zur Probe:(v. li.) Harry Malter, Peter Bäumel, Dieter Mohr und Thomas Knye. Foto: Monika Schütz

Sie heißen Harry, Dieter, Thomas und Peter. Soweit ist alles normal. Was diese vier Herren aber machen, ist schon bemerkenswert. Vor eineinhalb Jahren erst haben sich die vier älteren Männer zusammengefunden, haben eine Musikband gegründet und spielen seitdem erfolgreich auf Kirchweih- und Straßenfesten, auf der Seebühne in Bad Staffelstein und in der Reha-Klinik. Der nächste Auftritt des Quartetts erfolgt im Rahmen des Bad Staffelsteiner Altstadtfests am Samstag, 27. Juli, ab 19 Uhr im Markthof.

Peter Bäumel ist der Leiter der „Groove Band“. Kein Wunder, er stammt aus einer sehr musikalischen Familie. Der Vater hatte eine Swing-Band, der Bruder ist ebenfalls Bandleader und Gitarrist in einer Bamberger Funk-Band. Peter spielt die Leadgitarre. Und er improvisiert gerne. Sein Vorbild an der Gitarre ist kein Geringerer als Eric Clapton. „Manche Soli muss man im Kopf haben, Improvisationen entstehen aus dem Gefühl heraus“, bekräftigt er.

„Manche Soli muss man im Kopf haben, Improvisationen entstehen aus dem Gefühl heraus.“
Peter Bäumel, Kopf der „Groove Band“

In seinem Haus in Loffeld hat Peter Bäumel ein ausgebautes Kellergeschoss, dort ist auch der Probenraum der „Groove Band“ untergebracht. Einmal pro Woche spielen und proben die Vier hier Country, Blues und Rock – von „Wonderful tonight“ bis „Country Roads“, von „Alt wie ein Baum “, über „Sixteen Tons“ bis zum „Kriminaltango“. Musik aus den 1950-er bis 1980-er Jahren, bekannte und auch weniger bekannte Titel.

„Das ist sozusagen unser Metier, indem wir uns aufhalten – nix Modernes“, betont „Harry“ Malter auf. Eigentlich heißt er Heribert mit Vornamen und stammt aus dem Saarland. Dort hat er in Big Bands gespielt, bringt mehr als 20 Jahre Musikerfahrung mit. Mit 61 Jahren ist er der „Jüngste“ des Quartetts und steht als Arbeitsvermittler noch voll im Berufsleben.

Drei Oktaven schafft Harry noch immer

Harry ist Schlagzeuger und ausgebildeter Sänger. Seine Stimme schaffte früher bemerkenswerte vier Oktaven! „Heute sind es ,nur' noch drei, das ist das Alter“, lacht er. Seine Sticks wirbeln professionell auf den Drums, ein Zuschauer könnte dabei Gänsehaut bekommen. „Ohne Groove kein Lied, keine Seele“, sagt Harry.

So sieht das auch Dieter Mohr, der Loffelder, Er ist Sänger und Gitarrist. „Ich bin der Rhythmiker“, stellt er sich vor. Sein Instrument ist eine Spezialedition Modell „Ovation“. Auch Dieter Mohr bringt viel musikalische Erfahrung mit. Seit 1976 macht er schon Musik, darunter 20 Jahre lang Tanzmusik. Fingerschnippend gibt er zu, das er auch schon mal nachts aufsteht, sich auf seine Terrasse setzt und leise die Saiten zu „Paper Moon“ oder „Que sera?“ anstimmt.

Auch Thomas Knye , viertes Bandmitglied der „Groove Band“, hat einst in Tanzbands gespielt. Er wohnt erst seit zwei Jahren im Landkreis, stammt ursprünglich aus Mecklenburg, war ab 1975 immer wieder auf großen Veranstaltungen zu sehen und zu hören. Bei der „Groove Band“ spielt er die Bassgitarre, manchmal auch den Kontrabass.

Etliche Jahrzehnte Musikerfahrung

Zusammen können die Vier auf etliche Jahrzehnte Musikerfahrung zurückgreifen, rechnen sie grinsend vor. Eine hochmoderne Soundanlage benötigen sie nicht. „Handgemachte Musik klingt viel besser. Als Musiker musst? alles können, auch Klassik“, sagt Harry stolz. Das Equipment: Schlagzeug, verschiedene Gitarren, Verstärker und Mikrophone, dicke Dämm- und Akkustikplatten im Probenraum und vor allem ein Repertoire, das ständig wächst.

„Angefangen haben wir mit zehn, 20 Liedern“, erinnert sich Peter Bäumel, „jetzt sind wir bei 80.“ Als Grafikdesigner entwirft er die Werbeplakate für die Band, fertigt Fotos für und von der „Groove Band“ selbst an. Nur einen Tourbus zu den Auftritten haben die Musiker noch nicht. Jeder verstaut seine Instrumente in seinem eigenen Auto.

Kontaktadresse: Erreichen kann man die „Groove Band“ unter der E-Mail info@baeumel-gds.de.

Schlagworte