BIRKACH

Beim Rosentag blüht Birkach auf

Nicht nur Rosen gab es zu sehen, sondern auch schön gestaltete Hausgärten. Foto: Gerda Völk

Rosen schmücken die Gärten, locken Insekten mit einer Vielzahl von Pollen und ihr Duft ist betörend. Kein Wunder, dass die „Königin der Blumen“ ein Publikumsmagnet ist. Der Rosentag in Birkach durfte sich am Pfingstsonntag über einen wahren Besucheransturm freuen. Bei der Eröffnung am Vormittag im Rosencafé stellte Bürgermeister Bernhard Storath fest, dass die Birkacher wieder ein Novum gesetzt und bei ihren Gästen sicherlich einen bleibenden Eindruck hinte

rlassen haben. Der Rose könne sich niemand widersetzen, sie habe für jeden eine andere Bedeutung.

Die Gärten in Birkach setzen einen Gegenpol zu den mancherorts grassierenden Steinwüsten. „In unseren Ort gibt es keine Steinwüsten“, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der Gartenfreunde Birkach, Heidi Weidhas. Rund 500 Rosenstöcke gibt es in Birkach und das bei einer Einwohnerzahl von 250. Und gibt es etw

as pflegeleichteres als die Rose? Ein Exemplar ist sicher schon 100 Jahre alt.

Ein gelungenes Jubiläum

Die Gartenfreunde Birkach feiern heuer ihr 25-jähriges Bestehen. „Alle großen Feste in Birkach, wie die Feuerwehrfeste, wurden schon immer Pfingsten gefeiert“, erinnert die Vorsitzende der Gartenfreunde Birkach, Erika Elflein. Was lag also näher, als das Jubiläum am Pfingstsonntag zu feiern.

Auch Kinder hatten ihren Spaß bei dem gelungenen Rosentag. Foto: Gerda Völk
Rosen lassen sich vielfältig verarbeiten, wie Kerstin Schmidt am Stand der Umweltstation zeigte. Foto: Gerda Völk

Prächtige Rosen gab es schon beim Kreisgartentag 2010 zu bewundern, im Laufe der vergangenen Jahre kamen weitere hinzu. Kreisfachberater Michael Stromer war sofort von der Idee begeistert.

Die Gäste kamen nicht nur aus dem Landkreis Lichtenfels und den angrenzenden Landkreisen zum Rosentag nach Birkach, sondern auch von weiter her. Wie Fred Hartmann aus Duttenbrunn im Landkreis Main-Spessart. „Mit Rosen kenn ich mich nicht aus“, erklärt Hartmann. Diese „Lücke“ hoffte er bei seinem Besuch am Rosentag in Birkach zu schließen. Aus der Vielfalt des Angebots hat ihn besonders eine Rose in Ferrari-Rot imponiert. Den Namen kennt er allerdings nicht.

Im Schatten eines großen Baumes las Kathrin Stromer Märchen vor. Foto: Gerda Völk

Während für Hartmann die „Königin der Blumen“, wie die Rose auch bezeichnet wird, eine relativ unbekannte Pflanze ist, ist sein Tischnachbar ein Besucher aus Tröbersdorf bei Bayreuth stolzer Besitzer von rund 100 Sorten. Schnell werden Erfahrungen und Adressen ausgetauscht, in einem sind sich beide Männer aber einig: Birkach sei geradezu prädestiniert für einen Rosentag. Auch die Organisatoren erhalten ein dickes Lob. „Die Gemeinde imponiert mir“, erklärt Hartmann.

 

So ist es schön: Ausruhen hinter Rosen. Foto: Gerda Völk

Leckere Rosenkonfitüre

Karin Braun und Kerstin Schmidt von der Umweltstation des Landkreises stellten eine weitere Variante der Rosen, die verarbeitete Form vor. Das Spektrum reichte von der Rosenkonfitüre über Gelee mit Weißwein bis hin zu Tee und Plätzchen. An ihren Stand warteten darüber hinaus noch zahlreiche Deko-Ideen. Die ganze Farbenpracht von Rosenblüten ließ ich in einer alten mit Wasser gefüllten Zinkwanne bewundern.

Zahlreiche Decken warteten im Anwesen Dirauf auf Kathrin Stromer, die an diesen Nachmittag Kinder in die Welt der Märchen entführte. Einmal Platz genommen, habe sich dann ihre kleinen Zuhörer im Bann der Märchen ziehen lassen. Gut besucht war auch ein Gartenflohmarkt, dessen Erlös den „Birkacher Gartenzwerge“ zugutekommt. Spiel und Spaß war hingegen am Kirchplatz mit den Unterbrunner Schleiereulen geboten.

Der Rosentag in Birkach bot viele Anregungen nicht nur für Rosenfreunde, sondern auch für Gartenliebhaber, die sich vor dem Hintergrund des Insektensterbens für zeitgemäßes Gärtnern interessierten. Auch Petrus war der Veranstaltung gewogen, er schickte schönstes Festwetter.

Viele Besucher schlenderten durchs Dorf. Foto: Gerda Völk

 

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