KALTENBRUNN

Im Itzgrund: Kein Mord, kein Totschlag, kaum Gewalt

Die polizeiliche Statistik war das Hauptthema in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Itzgrund. Foto: SymbolMarkus Drossel

Die Gemeinde Itzgrund gehört keineswegs zu den Sorgenkindern der Polizeinspektion Coburg. „Wir zählen zu den eindeutig sicheren Bereichen“, sagte Bürgermeister Werner Thomas (SPD) entspannt bei der jüngsten Gemeinderatssitzung bei einem Blick auf die Statistik der Coburger Polizei. Tötungsdelikte wie Mord oder Totschlag habe es im vergangenen Jahr keine geben.

Die Polizeiinspektion registrierte in 2018 im Itzgrund, also in der politischen Gemeinde, 46 Straftaten. Im Jahr zuvor seien zwar nur 17 Vergehen und Verbrechen gewesen, immerhin 19 weniger, 2016 aber auch schon einmal 49.

Nur vier Diebstähle und keinerlei Einbrüche

Bürgermeister Thomas zählte für 2018 auf: zehn Rohheitsdelikte, vier Diebstähle ohne erschwerende Umstände, keine Einbrüche und keine irgendwie geartete Rauschgiftkriminalität, also null Verstöße im Bereich des Betäubungsmittelgesetzes. Die Polizeiinspektion registrierte fünf vorsätzliche leichte Körperverletzungen, einen Fall von Gewaltkriminalität und eine gefährliche und schwere Körperverletzung.

Der Itzgrund hatte im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Coburg an der Gesamtkriminalität in Höhe von 1,15 Prozent bei insgesamt fast 4000 Straftaten. Da muss man aber auch berücksichtigen, dass Neustadt beim Coburg, Rödental, Weidhausen und Sonnefeld in der Statistik der Polizeiinspektion Coburg nicht auftauchen.

Zum statistischen Vergleich gibt es die Häufigkeitszahl, die die Straftaten in Relation zur Bevölkerung setzt. Die Häufigkeitszahl im Itzgrund liegt bei 2039 Delikten auf 100 000 Einwohner. Eine irritierend hohe Zahl, aber die Gemeinde Itzgrund hat halt nur 2250 Einwohner. Im gesamten Zuständigkeitsbereich der Polizei liegt diese sehr statistische Häufigkeitszahl bei 4356.

54 Verkehrsunfälle während des vergangenen Jahres

Die Verkehrssicherheitslage kann man im Itzgrund auch entspannt sehen. 54 Verkehrsunfälle wurden registriert. Verkehrstote gab 2018 keine, aber immerhin zehn Unfälle mit Personenschaden. Alkohol war bei einem Unfall als Ursache im Spiel. Von vier Verkehrsunfallfluchten wurden zwei aufgeklärt.

Zweite Bürgermeisterin Nina Liebermann berichtete von einem Ortstermin in Gleußen. Die Mehrheit der beteiligten Ortsbürger plädierte für einen Pflasterbelag bei den Gehwegen im Zuge des zweiten Bauabschnitts der Staatsstraße. Querungsinseln (Hüpfinseln) sollen an neuralgischen Stellen entstehen. Der Gemeinderat schloss sich den mehrheitlichem Bürgerwillen an. Die Ausschreibung für den anstehenden Radwegebau sei noch nicht erfolgt.

Zustand der Straße zwischen Püchitz und Herreth angemahnt

Gemeinderat Gerald Oehrl (CSU) beklagte den Zustand der Straße zwischen Püchitz und Herreth. Es gebe Bodenwellen und die Bankette sacken ab. Die Klage ist beim Bürgermeister angekommen. Thomas hofft aber noch auf lukrative Fördermöglichkeiten.

Es geht beim Radfahren ja nicht nur um den Sport und die körperliche Ertüchtigung, es gehe ja auch um den Klimaschutz, meinte Bürgermeister Thomas. So machte er Reklame für das Stadtradeln, bei dem vom 23. Juni bis 13. Juli dieses Jahres Punkte für die Gemeinde geholt werden können.

Inzwischen kommen Umbau und Sanierung der Itzgrundhalle in Kaltenbrunn in die heiße Phase. Der Gemeinderat will informationstechnisch aktuell bleiben. Da soll ein regelmäßiger Jour fixe Hilfe leisten.

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