BAD STAFFELSTEIN/HORSDORF

SBUN: Für gemeinsame Liste mit Grünen

Der neue Vorstand der Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz: (v. li.) Klaus Schnapp, Sandra Nossek, Werner Freitag, Christine Liebl, Fritzi Fischer und Inge Kluge. Foto: Red

Bei der Jahresversammlung der Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz (SBUN) im Gasthof „Alte Mühle“ in Horsdorf stand neben den Vorstandswahlen und den Jahresberichten auch die Diskussion auf der Tagesordnung, mit Bündnis 90/Die Grünen eine gemeinsame Liste für Kommunalwahl 2020 zu bilden.

Die SBUN, die sich vor 25 Jahren aus dem „besseren Bahnkonzept“ und dem Bund Naturschutz gebildet hat und seitdem in der Kommunalpolitik in der Badstadt aktiv ist, arbeite in der Kreispolitik immer schon eng mit den Grünen zusammen.

In den vergangenen Jahren habe sich die SBUN, neben dem Umwelt- und Naturschutz, der auch weiterhin das Hauptthema bleiben werde, für viele andere Themen stark gemacht und wolle dies weiter verstärkt tun. Deshalb waren sich die Mitglieder einig, zur nächsten Kommunalwahl in einer gemeinsamen Liste mit den Grünen anzutreten.

Volksbegehren „Rettet die Bienen“ unterstützt

Die Vorsitzenden Werner Freitag und Klaus Schnapp berichteten ferner über die Arbeit aus dem vergangenen Jahr. Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ habe die SBUN mit einer Spende von 500 Euro unterstützt. Auf Antrag von Werner Freitag habe man eine verlängerte Eintragungszeit im Rathaus erwirken können.

Zur Neugestaltung der Bahnhofstraße gab es eine Begehung der SBUN, in der die konkreten Pläne für den Baubeginn 2020 vorgestellt wurden. Klaus Schnapp gab zu bedenken, dass die Bahnhofstraße nicht nur Flaniermeile für die Urlauber und Kurgäste sei, sondern auch eine wichtige Verkehrsader für die Staffelsteiner Bürger. „Deshalb sollten die geringe Fahrbahnbreite, mangelnde Parkmöglichkeiten und ein fehlender Fußgängerüberweg für die Schulkinder überdacht und korrigiert werden“, sagte er.

Zudem plädiert die SBUN für den Erhalt der Baumbestände an der Lauter und hat Bedenken, dass ein Glasgeländer entlang der Lauter wohl nach kurzer Zeit nicht mehr filigran aussehen wird. Ein weiterer wichtiger Punkt wäre, dass die Neugestaltung des Bahnhofvorplatzes zurückgestellt werde, bis über eine konkrete Nutzung des Bahnhofgebäudes entschieden sei. Ein weiterer „Dauerbrenner“ ist die Umgestaltung des „Bärengeländes“, das sich bereits im Besitz der Stadt befinde. Es wurde nun ein Architekt beauftragt, der aus den Vorstellungen und Erwartungen einen „Grobplan“ erstellen soll.

Nord-Ost-Spange eine unnötige Investition

Als einen kleinen Erfolg zur Abwendung der viel diskutierten Nord-Ost-Spange sah Klaus Schnapp das „grüne Licht“ der Verkehrsbehörde, mit dem die Lichtenfelserstraße bereits jetzt zur „Gemeindestraße“ abgestuft werden könnte und somit eine Verkehrsberuhigung oder ein Tempolimit möglich wären.

Zudem laufe ein Antrag von Werner Freitag zur Prüfung der Verkehrsführung zwischen den beiden Anschlussstellen zur Autobahn, die das Einfädeln in den Autobahn-Verkehr nicht mehr notwendig machen würde. Die Nord-Ost-Spange wäre eine unnötige Investition, denn der Verkehr in der Innenstadt sei zu 75 Prozent Zielverkehr und würde demnach auch mit der Nord-Ost-Spange nicht wesentlich geringer werden

„Viel wichtiger ist die Zukunft und Bildung unserer Kinder“, so Klaus Schnapp. Er sah deshalb die umfangreiche Sanierung der Grund- und Mittelschule als eine gute Investition an. Des Weiteren wurde über eine mögliche Ferienanlage auf dem Gelände der ehemaligen Baufirma Schramm berichtet und über Pläne zum Bau von Wohnanlagen in der Auwaldsiedlung. Hier möchte man konkretere Pläne abwarten, um eine Stellungnahme abzugeben.

Die geplante Gewerbehalle bei Grundfeld sahen alle Anwesenden als keine gelungene Lösung für den „Gottesgarten“ an und empfahlen eventuelle Alternativstandorte. Der Antrag von Christine Liebl, eine sogenannte „Baumschutzverordnung“ zu beantragen, wurde von den Anwesenden unterstützt.

Das neue Führungsteam

Die Wahl des Vorstandes der Staffelsteiner Bürger für Umwelt und Naturschutz brachte folgendes Ergebnis:

1. Vorsitzender: Werner Freitag; 2. Vorsitzender: Klaus Schnapp; Kassierin: Elfriede Fischer; Schriftführerin: Sandra Nossek; Beisitzer: Inge Kluge, Magdalena Schedel und Christine Liebl.

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