UNTERLEITERBACH

FSV Unterleiterbach: Drei, die für Gelb-Schwarz alles geben

Verdiente FSVler unter sich: Vorsitzender Hans Brückner mit den neuen Ehrenmitgliedern Walter Kraus, Hans Zebunke und Georg Amon (v. li.). Foto: Martina Drossel

Es sind drei Männer, die ihre Freizeit über Jahrzehnte auf ihren FSV ausrichteten – und noch immer ausrichten. Georg Amon, Walter Kraus und Hans Zebunke leben für Gelb-Schwarz. Ganze Generationen haben sie geprägt, trainiert, geleitet. Und so ist Vorsitzender Hans Brückner sichtlich stolz, als er zum Höhepunkt der Jahresversammlung des Fußballsportvereins im Sportlerheim das tut, was ihm besonders am Herzen liegt: Er darf die drei herausragenden Ehrenamtlichen, unter lang anhaltendem Applaus der Anwesenden, zum Ehrenmitglied ernennen und damit in den Kreis der auf ewig unvergessenen Funktionäre aufnehmen.

„Was wäre das Vereinsleben ohne die vielen ehrenamtlichen Funktionsträger, die nicht nur Verantwortung übernahmen, sondern das sportliche und gesellschaftliche Leben mit Überzeugung über viele Jahre hinweg mitgestaltet haben?“, fragte Brückner in seiner Laudatio. „Es gibt Menschen, die sind einfach da. Ohne Wenn und Aber. Ganz selbstverständlich.“ Wie beispielsweise „Geo“ Amon, der schon seit 1977 im FSV ist. Von 1979 bis 1981 war der emsige Oberleiterbacher 2. Spielleiter in der C-Jugend, von 1983 bis 1991 sogar 2. Vorsitzender des Gesamtvereins. Seit 2006 ist er als Platzkassierer tätig. Und natürlich bekannt wie ein „bunter Hund“.

Ein Leben für den Sportverein

Bereits 56 Jahre Mitglied dagegen ist Walter Kraus, der über viele Jahre aktiv für den FSV gegen den Ball kickte und seit 1965 als Kassenprüfer die Bilanzen genauestens in Augenschein nimmt. Zudem war er im Orga-Team des Sportheimbaus, zeitweise Spielleiter der 2. Mannschaft, kurzzeitig sogar Trainer der 1. Garde und ist dort seit 2008 im Betreuerstab. Und Hans Zebunke? Eingetreten 1967, war auch er zunächst aktiver Spieler, selbstverständlich über viele Jahre, dann Spielleiter der A-Jugend und von 1991 bis 2018 ebenfalls Platzkassier. Sie alle waren sehr stolz, als sie von Hans Brückner die Ehrenurkunde entgegennahmen.

Auch sonst hatte das Team um den Vorsitzenden den Mitgliedern viel Positives zu berichten. So ist der Verein trotz eines leichten Minus unter dem Strich finanziell solide aufgestellt, wie Hauptkassier Stefan Kreutzer berichtete. Die Mehrausgaben waren auf energetische Maßnahmen am Sportheim zurückzuführen. Natürlich gab es im vergangenen Jahr eine ganze Reihe kultureller Veranstaltungen, beispielsweise den Sportlerfasching, die sehr gut besuchte Fischkerwa an Christi Himmelfahrt, das Johannisfeuer und das Weinfest, das einmal mehr viele Gäste lockte. Ehrensache, dass es heuer eine Neuauflage geben wird, und zwar abermals auf dem Parkplatz am Sportheim. Brückner dankte allen Helfern, die diese Veranstaltungen ermöglichten.

Der Ärger mit der Deutschen Bahn

Die Sanierung des Sportheims wurde im vergangenen Jahr abgeschlossen. Auch sonst gab es für die FSVler das Jahr über immer viel zu tun. Leider setzt sich eine unendliche Geschichte weiter fort: „Nach wie vor ist noch offen der Rechtsstreit mit der DB AG wegen der unterhaltungsrechtlichen Fragen zum fertiggestellten Ballfangzaun am Trainingsplatz“, informierte der Vorsitzende. „Spätestens bei der Grenzregelung zwischen Gemeinde und Bahn soll dieses Thema geklärt werden.“ So die Hoffnung des Sportvereins.

Apropos Sport: Sportlicher Höhepunkt war im vergangenen Jahr der Gewinn der Meisterschaft in der Kreisliga und die damit verbundene Rückkehr in die Bezirksliga. „So nehmen in dieser Saison mit der 1. Mannschaft und der Damenmannschaft gleich zwei Vertreter des FSV am Spielbetrieb der Bezirksliga West teil“, sagte Brückner nicht ohne Stolz und lobte die fleißigen Trainer des Vereins. Während sich die Spielgemeinschaft im Jugendgemeinschaft bewährt, wurde im Erwachsenenbereich die Spielgemeinschaft 1. FC Lauf I und FSV II aufgekündigt.

Schiedsrichter gesucht

Und auch im Bereich der Schiedsrichter ist nicht alles zu vollster Zufriedenheit: der FSV Unterleiterbach hat nur zwei Unparteiische, Interessenten sind herzlich willkommen und erfahren jegliche Unterstützung. Ebenso werden im Wirtschaftsbetrieb im Sportlerheim helfende Hände gesucht. Derzeit zählt der FSV 281 Mitglieder, davon 26 Jugendliche.