BAD STAFFELSTEIN

Bauausschuss gibt grünes Licht für ein „Mühlencafé“

Bauausschuss gibt grünes Licht für ein „Mühlencafe“
Die Mühlenhofbäckerei in Serkendorf möchte ein „Mühlencafe“ realisieren. Dem erteilte das Gremium seine Zustimmung. Allerdings muss das Vorhaben auch mit dem Amt für ländliche Entwicklung und der Denkmalschutzbehörde abgestimmt werden. Foto: Mario Deller

Die Historie der „Serkendorfer Klostermühle“ reicht Jahrhunderte zurück, seit den 1950ern gibt es in dem beschaulichen Stadtteil eine Bäckerei. Nun möchte der Inhaber ein Mühlencafé errichten. Mit dem einstimmig positiven Votum des Bauausschusses – Stadtrat Stefan Dinkel war von der Abstimmung ausgeschlossen – ist Vorhaben nun einen wichtigen Schritt weiter.

Stefan Dinkel gedenkt, ein Café in einer historischen Scheune zu errichten. Wie Stadtbaumeister Andreas Ender erläuterte,wurde der bereits abgesegnete Vorentwurf nun noch um eine Hackschnitzelheizung erweitert. Außerdem sei neben der denkmalgeschützten Mühle auch eine Empore mit zusätzlichen Sitzplätzen vorgesehen. Stellplätze seien ausreichend vorhanden, es könnten problemlos auch noch weitere geschaffen werden, ergänzte Bürgermeister Jürgen Kohmann. Walter Mackert (CSU): „Wenn das mit dem Amt für ländliche Entwicklung und mit der Denkmalschutzbehörde abgestimmt wird, spricht da überhaupt nichts dagegen“.

Ausgleichfläche mit Obstbäumen in Uetzing

Vier Grundstücksparzellen beinhaltet das Baugebiet „An der Unterzettlitzer Straße“. Im Dezember 2018 hatte hierzu bereits der Stadtrat seine Zustimmung signalisiert und die Bauverwaltung beauftragt, einen auslegungsfähigen Satzungsentwurf zu erstellen. Letzteres ist nun geschehen. Als Basis für das weitere Verfahren befürwortete der Bauausschuss den ersten Entwurf. Naturschutzrechtliche Vorgaben erfordern etwa die Schaffung einer Ausgleichsfläche. Zum einen, so Bauamtsleiter Michael Hess, sollen auf dem Areal selbst großkronige Bäume gepflanzt werden. Die aber nichtsdestotrotz verpflichtende Ausgleichsfläche wird laut Hess realisiert in der Gemarkung Uetzing, und zwar mit Obstbäumen und Saatgut. Weitere Festlegungen hinsichtlich Bodendenkmäler oder hinsichtlich Wasserversorgung berücksichtigt der Entwurf ebenfalls.

Die Flächen für die wohl notwendige Erweiterung der Sudetenstraße habe sich die Stadt bereits gesichert, wies der Bürgermeister ergänzend auf einen weiteren Punkt hin. Der Entwurf wird nun für einen Monat ausgelegt, um Öffentlichkeit, Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange die Möglichkeit zur Einreichung von Stellungnahmen zu geben.

Acht Wohneinheiten in drei Geschossen

Bauamtsleiter Hess prognostiziert, dass, wenn alles „glatt läuft“, in der Maisitzung der Satzungsbeschluss gefasst werden kann. In der Sitzung wurde auch schon der erste Bauantrag betreffend des genannten Areals behandelt. Der Bauwerber möchte in dreigeschossiger Bauweise acht Wohneinheiten schaffen mit zehn Garagen und sechs Stellplätzen. Das Gremium stimmte dem zu.

Als Nachbarkommune wird die Stadt Bad Staffelstein am Bebauungsplan Verfahren „Solarpark Scheßlitz“ bei Würgau beteiligt. Die Belange der Kommune werden durch das Vorhaben aber nicht berührt, es ergeht nach formalem Beschluss eine entsprechende Mitteilung die Stadt Scheßlitz.