EBENSFELD

In der Ebensfelder Peuntstraße: Großeinsatz unter Explosionsgefahr

Mit zwei Drehleitern kämpften die rund 100 Feuerwehreinsatzkräfte gegen die Flammen. Foto: Frank Spitzenpfeil

Mehr als 100 000 Euro Schaden sind am frühen Dienstagmorgen bei einem Brand in der Peuntstraße entstanden. Mehr als 100 Feuerwehrleute aus den Landkreisen Lichtenfels und Bamberg kämpften gegen die Flammen. Das Feuer war in einer Gartenhütte entstanden, aufgrund der engen Bebauung griff es aber schnell auf die nebenstehende Scheune über. Die Brandursache ist bislang unklar, verletzt wurde niemand.

„Es war exakt um 2.03 Uhr, als die Integrierte Leitstelle uns alarmierte“, sagt Kreisbrandrat Timm Vogler im Gespräch mit dieser Redaktion. „Als Einsatzleiter Kreisbrandmeister Christian Schilder vot Ort eintraf, brannte die Scheune bereits lichterloh. Er erhöhte die Alarmstufe auf B4, da die akute Gefahr bestand, dass auch die umstehenden Wohnhäuser Feuer fangen würden.“ So wurden die Wehren aus Ebensfeld, inklusive Drehleiter, Bad Staffelstein, Unterleiterbach, Lichtenfels mit einer zweiten Drehleiter, der Gefahrenschutzzug Lichtenfels/Main mit Einsatzleitwagen. Altenkunstadt mit dem Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz, Michelau, Unterneuses, Oberbrunn, Niederau, Prächting, Pferdsfeld, Birkach, Kleukheim und zuletzt auch Rattelsdorf alarmiert.

An der Einsatzstelle bestand erhöhte Explosionsgefahr, denn: „Vom Sohn des Geschädigten wussten wir, dass sich einige Propangasflaschen sowohl in der Gartenhütte als auch in der Scheune befanden“, so Vogler. „Wir starteten einen umfangreichen Angriff und holten drei Gasflaschen aus der Hütte und eine weitere aus der Scheune.“

Scheune teilweise gerettet

Dank des massiven Aufgebots und des beherzten Vorgehens verhinderten die Feuerwehrler außerdem, dass das Feuer auf die beiden nahestehenden Wohngebäude übergriff. „Es war wirklich knapp, bei einem Wohnhaus waren die Kunststoffrollläden schon durch die Hitze verzogen.“ Auch die Scheune konnte teilweise gerettet werden.

„Es war wirklich knapp, bei einem Wohnhaus waren die Kunststoffrollläden schon durch die Hitze verzogen.“
Timm Vogler, Kreisbrandrat

Seinem Einsatzleiter Christian Schilder zollt Kreisbrandrat Timm Vogler großen Respekt: „Er hat die Sache wirklich sehr, sehr gut gemacht.“ Bereits um 2.45 Uhr lautetet die erfreuliche Meldung über Sprechfunk: Feuer unter Gewalt. Zwar fand der Großeinsatz rund 50 Meter von der Bahnlinie Lichtenfels-Bamberg entfernt statt, ebenso zog der Rauch nicht in Richtung Gleisanlage, sondern in den Ort, dennoch ließen die Verantwortlichen die Bahnstrecke für rund eine Stunde sperren.

Selbst ins Freie gerettet

Auch Bürgermeister Bernhard Storath machte sich vor Ort ein Bild von der Situation. Zur Unterstützung waren auch das Technische Hilfswerk um Johannes Stich und der BRK-Rettungsdienst um Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) Bernd Albert angerückt. „Wir betreuten die Personen vor Ort, mussten aber Gott sei Dank nicht weiter eingreifen“, sagt er. Die Bewohner der Gebäude konnten sich nämlich alle rechtzeitig ins Freie retten und blieben unverletzt. Die Kriminalpolizei nahm noch in der Nacht die Ermittlungen auf.

Nur unter schwerem Atemschutz war ein Vorrücken möglich. Foto: Spitzenpfeil
In der Ebensfelder Peuntstraße: Großeinsatz unter Explosionsgefahr
Durch das beherzte Eingreifen konnte das Übergreifen auf die Wohngebäude verhindert werden. Foto: Frank Spitzenpfeil
In der Ebensfelder Peuntstraße: Großeinsatz unter Explosionsgefahr
Mit zwei Drehleitern kämpften die rund 100 Feuerwehreinsatzkräfte gegen die Flammen. Foto: Frank Spitzenpfeil