KALTENBRUNN

Gemeinderat Itzgrund: Neue Fördermöglichkeiten für den Wegebau

Es haben sich neue Fördermöglichkeiten beim Ausbau des Kernwegenetzes auf dem Gebiet der Gemeinde Itzgrund aufgetan. Die Arbeiten können also schneller erfolgen, als ursprünglich gedacht. Darüber freuten sich Bürgermeister Werner Thomas und der Gemeinderat Itzgrund in ihrer jüngsten Sitzung im Rathaus Kaltenbrunn. Grundlage ist ein vereinfachtes Flurbereinigungsverfahren.

„Das sollte eigentlich keine großes Problem sein“, vermuteten Bürgermeister Thomas und der geschäftsleitende Beamte Verwaltungsrat Dieter Scherbel. Es gebe ja, außer der Gemeinde selber, nur wenige betroffene Grundeigentümer. Denn: „Das größte Hemmnis ist der Grunderwerb“. Die Gemeinde könnte mit einem Förderanteil von wenigstens 75 Prozent rechnen, im Rahmen der ILE-Region (ILE: Integrierte ländliche Entwicklung) „Initiative Rodachtal“ könnte sich die Förderquote auf 85 Prozent erhöhen. Neben dem dann durchaus überschaubaren Anteil der Gemeinde bliebe für die Anlieger, vor allem die betroffenen Jagdgenossenschaften, noch ein Anteil von 1,5 Prozent übrig.

Wegen von rund 20 Kilometern

Der Gemeinderat hat eine Prioritätenliste beschlossen. In der Summe seien das etwa Straßen und Wege mit einer Länge von rund 20 Kilometern. Auf einmal können diese Arbeiten nicht verwirklicht werden, deswegen gibt es ja unterschiedliche Prioritäten.

An vorderster Stelle stehen ein Teilstück der Gemeindeverbindungsstraße von Schottenstein nach Rossach sowie die Gemeindeverbindungsstraße von Welsberg nach Büdenhof und die Gemeindeverbindungsstraße von den Herrether Aussiedlerhöfen nach Püchitz. Neu als Kernweg soll der Feldweg von Kaltenbrunn nach Schenkenau aufgenommen werden. Noch nicht ganz klar ist die Notwendigkeit von Bauarbeiten zwischen der Kläranlage und Lahm beziehungsweise der Kläranlage und Kaltenbrunn.

600 000 Euro für den Straßenbau

Weiter hinten auf der Prioritätenliste stehen noch die Gemeindeverbindungsstraßen von Kaltenbrunn nach Freiberg, von Gleußen nach Schottenstein und von Welsberg nach Neuses an den Eichen. Eine endgültige Gestalt der Maßnahmenliste soll es noch vor der nächsten Gemeinderatssitzung geben. Diese Zwischenfrist soll den Jagdgenossenschaften noch Gelegenheit geben, dazu Stellung zu nehmen.

Der Gemeinderat hat auch den Investitionsplan für 2019 beschlossen. Dabei haben sich gerade mit Blick auf die Kernwege die möglichen Ausgaben für den Straßenunterhalt auf insgesamt über 600 000 Euro erhöht. Den geplanten Ausgaben stehen auf der anderen Seite mögliche Einnahmen in Höhe von etwa 525 000 Euro gegenüber.

Ein Bürger hat die Gemeinde gebeten, beim Feuerwerk zum Jahreswechsel die Sperrzonen auszuweiten. Davon nahm der Gemeinderat Abstand, weil in sensiblen Bereichen, wie an Kirchen, sowieso kein Feuerwerk abgebrannt werden darf. Für den Wegfall Straßenausbaubeiträgen soll es künftig Ausgleichszahlungen des Freistaates Bayern geben. Die Feuerwehr Herreth bat die Gemeinde um Unterstützung beim Kauf eines Tragkraftspritzenfahrzeuges. Das Schreiben ist zumindest angekommen.