DITTERSBRUNN

Dittersbrunn-Sträublingshof: Ein Drittel der Einwohner in der Wehr aktiv

Die kleinen Orte Dittersbrunn und Sträublingshof auf halber Höhe des Ansbergs (Veitsbergs) mögen gemeinsam nur 80 Einwohner zählen: In Sachen Feuerwehr aber machen die Bewohner so manch weitaus größerem Ort noch etwas vor. Schon alleine die Tatsache, dass die Wehr 25 Aktive zählt und damit ein Drittel der Dittersbrunner und Sträublingshofer „Gott zur Ehr‘, dem Nächsten zur Wehr“ stehen, spricht Bände.

Bei der Jahresversammlung in der Gastwirtschaft Hagel hatten Vorsitzender Winfried Lieb und Kommandant Stefan Batz aber noch mehr beeindruckende Zahlen und Fakten auf Lager. Alarmiert wurde die Wehr zu einer Technischen Hilfeleistung wegen eines umgestürzten Baumes bei Sträublingshof, zum Scheunenbrand nach Pferdsfeld, an das Ebensfelder Naturbad, als der See „umzukippen“ drohte, und zum Wohnhausbrand nach Kleukheim. Hinzu kamen zehn Übungen und Schulungen.

Wichtiger Kulturträger

Darüber hinaus gab es gesellige Ereignisse wie Winter- und Familiengrillen, die Organisation des Johannisfeuers, das Maibaumaufstellen, der Familienausflug oder auch die Teilnahme an den Faschingsumzügen im Kellbachgrund und Ebensfeld. Per Handschlag nahm Batz Daniel Hopfenmüller als neues Mitglied in die Aktivenwehr auf.

Vorsitzender Winfried Lieb zeigte sich in seinem Jahresrückblick sehr stolz, dass die Feuerwehr ein wichtiger Kulturträger ist. Er lobte Kommandanten Batz und dessen Stellvertreter Michael Hagel ebenso wie 2. Vorsitzenden Albin Gunzelmann für ihr Engagement.

Franziska Lochmann gab einen Überblick über die Aktivitäten der Kinderwehr, in der die Kleinsten aus den beiden Orten (und darüber hinaus) spielerisch an das Feuerwehrwesen herangeführt werden. Schriftführer Bernd Engert verlas das Protokoll der vorjährigen Jahresversammlung, ehe Kassierer Sigfried Eberth einen Überblick über die Finanzen gab. Vor allem das Johannisfeuer auf dem Ansberg, das dank des Traumwetters geradezu überrannt wurde, spülte viel Geld in die Kasse der Wehr. Die Kassenprüfer Lothar Hertel und Andreas Engert bescheinigten ihm eine ordentliche Führung der Bücher.

Abschied von einem Freund

Mit reichlich Wehmut sagten die Dittersbrunner und Sträublingshofer ihrem überaus geschätzten Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein Lebewohl und Dankeschön. „Für dich war die Welt in Ordnung, bis du auf die zwei Kommandanten aus Dittersbrunn gestoßen bist, die kein Blatt vor den Mund nahmen und dich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück holten“, sagte Winfried Lieb und sorgte damit für ein Schmunzeln beim Birkacher, der aus Altersgründen aus der Kreisbrandinspektion ausscheiden musste. Der Kommandant, das war damals, Ende der 1980-er-Jahre, schon Stefan Batz – und der zweite Winfried Lieb. Letzterer dankte Elflein mit einem Präsent.

Grußworte sprachen Kreisbrandmeister Christian Schilder, Zweiter Bürgermeister Hauke Petersen und Dritte Bürgermeisterin Gabi Böhmer. Sie alle lobten das Engagement der kleinen, aber feinen Freiwilligen Feuerwehr Dittersbrunn-Sträublingshof. Schilder überraschte mit der Information, dass die Wehr diejenige im Markt Ebensfeld mit den meisten Einträgen in „Eltis“ sei, der Plattform beziehungsweise Datenbank des Bayerischen Staatsministeriums, in der alle Einsätze/Übungen und sonstige Aktivitäten eingetragen werden sollen.

Ein zweitägiges Fest

Am 4. und 5. Mai wird bei einem zweitägigen Fest die neue Pumpe der Feuerwehr gesegnet, zu dem Feuerwehren aus dem Landkreis Lichtenfels und dem angrenzenden Kreis Bamberg geladen sind. Im Vorfeld gibt es noch einiges an Arbeit zu leisten. Ferner beteiligt sich die Wehr Anfang März an den „Gaudiwürmern“ im Kellbachgrund und Ebensfeld. Für Herbst ist ein Erste-Hilfe-Kurs angedacht. Außerdem stellen sich die Dittersbrunner und Sträublingshofer, gemeinsam mit ihren Partnern aus der Alarmierungseinheit, nämlich Prächting und Kümmel, wieder der Leistungsprüfung, wie Bernhardt Gehringer, Vorsitzender der Feuerwehr Prächting informierte.