BAD STAFFELSTEIN

KIS-vortrag: Rund um die Kelten im Kellbachtal

Das „Prächtinger Pferdchen“, einer der wertvollsten Grabungsfunde im Obermaingebiet, wurde 1978 bei Grabungen des Landes... Foto: Landesamt für Denkmalpflege

„Frühkeltische Nekropolen (Friedhöfe) in der Umgebung von Prächting“ ist der Vortrag der Kultur-Initiative Bad Staffelstein (KIS) überschrieben, der am Freitag, 8. Februar, im Museum in der Kirchgasse stattfindet. Referent ist der Leiter des Arbeitskreises Archäologie, Anton Köcheler.

Das Kellbachtal war zu allen Zeiten wegen seines günstigen Landschaftsreliefs mit relativ flachen Hängen und Terrassen, seiner fruchtbaren Lößböden und vieler wasserreicher Bäche ein attraktiver Siedlungsraum. Keltenkenner Köcheler beleuchtet die Siedlungsspuren frühkeltischer Bauern und zeigt eine ganze Reihe von Grabhügelgruppen auf. Diese befinden sich in der direkten Umgebung von Prächting und auf den das Kellbachtal begleitenden Höhen.

„Prächtinger Pferdchen“ gefunden

Die meisten der Hügelgräber wurden bereits um die Mitte des 19. Jahrhunderts ausgegraben. Fachleute des Landesamts für Denkmalschutz nahmen 1975 bis 1978 wissenschaftliche Untersuchungen im südlichen Ackergelände des Prächtinger Gräberfeldes vor, was überraschende Funde wie beispielsweise „Fußschalen“ und das bekannte „Prächtinger Pferdchen“ erbrachte. Anhand von Funden und Befunden gibt der Referent einen Einblick in keltische Bestattungssitten und Grabinventare, die ihrerseits Rückschlüsse auf den Wohlstand und sozialen Status der Bestatteten zulassen. Die Veranstaltung im Stadtmuseum beginnt um 19.30 Uhr. (red)

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