LICHTENFELS

Kunstrasen ist erste Wahl

Zwei Stunden hatte sich der Marktgemeinderat schon mit dem Neubau der Kinderkrippe beschäftigt, bevor das zweite große Thema des Abends an die Reihe kam: der geplante Freizeit-, Sport- und Sozialpark auf dem Gelände der Sportanlagen und des Festplatzes im Norden von Zapfendorf. Als erster Schritt soll die so genannte „Ankermaßnahme A“, aufteilt in zwei Bauabschnitte, errichtet werden.

Risikofaktor Hochwasser

Zu ihr gehören ein Kunstrasenspielfeld (Bauabschnitt 1) mit Umfeld inklusive Parkplätzen (Bauabschnitt 2). Landschaftsarchitekt Marin Ammermann hatte dazu die Pläne mitgebracht.

Um Kosten einzusparen, hatte er verschiedene Varianten kalkuliert. Aufgrund der Lage im Hochwassergebiet kam für den Gemeinderat der Verzicht auf eine Asphalttragschicht unter dem Kunstrasen nicht in Frage – zu groß wäre das Risiko einer Aufschwemmung des Platzes im Hochwasserfall. Auch eine Reduzierung der Spielfeldgröße war keine Option.

Ein Millionenprojekt

Dafür diskutierten die Gemeinderäte über das Füllmaterial. Dieter Rattelsdorfer (Vereintes Umland) war der Meinung, es wäre besser, hochwertigeres Material zu verwenden. Meist kommt zur Füllung Recyclingmaterial aus der Autoreifenindustrie zum Einsatz, das zu Beginn aber eine Geruchsbelästigung mit sich bringt. Das hochwertigere Material soll daher in der Ausschreibung mit angefordert werden. Und die Gesamtkosten? Mit Standard-Füllmaterial ging Ammermann von 1,16 Millionen Euro für Bauabschnitt 1 und 433 000 Euro für Bauabschnitt 2 aus. Beide Maßnahmen sind förderfähig, teilweise aus FAG-Mitteln (da es sich um eine Schulsportanlage handelt) und aus Mitteln des Städtebaus (Bauabschnitt 2).

Ein Naturrasenplatz würde bei Bauabschnitt 1 rund 280 000 Euro einsparen, zöge aber höhere Instandhaltungskosten nach sich.

Einstimmiger Beschluss

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Entwurfsplanung an die Regierung und das Landratsamt für die Bereitstellung von Fördermitteln und die Baugenehmigung weiterzureichen. (jm)

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