OBERBRUNN

Feuerwehr Oberbrunn: Martin Schmidt neuer Kommandant

Die Weste für den Gruppenführer bei Einsätzen wandert weiter: (von links) Christian Schilder, Sven Wagner-Baumeister, Martin Göppner, Ralf Hilger, Gerhard Elflein, Martin Schmidt, Bernhard Storath, Ulrich Amon und Timm Vogler. Foto: Berthold Köhler

Bei der Feuerwehr im Ebensfelder Gemeindeteil ist der Generationswechsel im Rahmen der Dienstversammlung im Gemeinschaftshaus „Alte Schule“ reibungslos über die Bühne gegangen. Kommandant Martin Schmidt (30 Jahre alt) und Martin Göppner (27) als Stellvertreter bilden die neue Führung der aktiven Wehr. Aus seinem Amt verabschiedet hat sich Ralf Hilger – nach 18 Jahren an der Spitze der Oberbrunner Feuerwehr.

Der Ebensfelder Bürgermeister, Bernhard Storath (CSU), war sichtlich angetan vom einstimmig beschlossenen Wechsel bei der Feuerwehr: „In Oberbrunn, da funktioniert es halt.“ Respekt zollte das Gemeindeoberhaupt dem ehrenamtlichen Einsatz von Ralf Hilger, der insgesamt 24 Jahre lang (18 als Kommandant, zuvor sechs als Stellvertreter) bei der Feuerwehr in der Verantwortung stand. Kontinuität sei wichtig in diesem Ehrenamt, sagte Storath, „aber auch ein rechtzeitiger Generationswechsel“.

Ehrenkrug überreicht

Als Zeichen des Dankes bekam Hilger, der bei der Feuerwehr weiter als Aktiver gemeldet bleiben wird, einen Ehrenkrug der Gemeinde überreicht. Zeitgleich mit Hilger verabschiedete sich bei der Dienstversammlung ein „alter Bekannter“: Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein. Er sprach im Rückblick von einer „herrlichen Zeit“ und betonte das gute Vertrauensverhältnis, das stets zwischen ihm und den Oberbrunnern geherrscht habe.

In seinem letzten Jahresbericht sprach der scheidende Kommandant unter anderem von zwei gemeinsamen Übungen innerhalb der Alarmierungseinheit mit Unterbrunn und Döringstadt. Erfreut berichtete Hilger zudem, dass inzwischen fast alle Oberbrunner Aktiven die Ausbildung mit dem Digitalfunk abgeschlossen haben.

Eine echte „Meisterleistung“

Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Bernhard Storath mit den Fortschritten, die die Alarmierungseinheit aus Unterbrunn, Oberbrunn und Döringstadt gemacht hat. Auf die entsprechende Ausrüstung müssen die Aktiven nach Storaths Worten nun auch nicht mehr lange warten: „Das neue Einsatzfahrzeug ist bereits bestellt.“ Wohl noch im Sommer, spätestens im Herbst, werde es die Gemeinde ausgeliefert bekommen. Dafür bekamen die politisch Verantwortlichen aus Ebensfeld ein Lob von Kreisbrandrat Timm Vogler: „Die Wehren hier sind vernünftig und zeitgemäß ausgestattet.“

Ziel aller Kommunen müsse es sein, die kleinen Ortsteilfeuerwehren auf jeden Fall am Leben zu erhalten, forderte Vogler. Denn die Feuerwehr, die sei doppelt wichtig – „als Rettungsorganisation, aber auch als wichtiger Faktor für den gesellschaftlichen Zusammenhalt“. Zu Ralf Hilger gewandt, sprach Vogler seine Hochachtung: „24 Jahre in führenden Positionen zu sein, ist eine Meisterleistung.“

Kreisbrandmeister Christian Schilder munterte die Feuerwehr auf, auch bei personellen Schwierigkeiten auf jeden Fall den Alarmierungen nachzukommen. Vorkommnisse wie zuletzt, als Wehren aufgrund des Fehlens ihres Maschinisten nicht ausrücken wollten, dürfe es nicht geben. Im Ernstfall finde sich vor Ort immer eine Lösung, versicherte Schilder. Der Kreisbrandmeister warb aber auch, im Engagement bei den Übungen nicht nachzulassen: „Ein Kommandant ist immer nur so stark wie seine Mannschaft.“

Leichtes Minus

In Vertretung von Horst Amon zog Schriftführer, Ulrich Amon, die Jahresbilanz aus Sicht des Feuerwehrvereins. Gut besucht und damit bewährt habe sich das mit reduziertem Programm veranstaltete Patronatsfest, dafür sei das Johannifeuer aufgrund der hohen Waldbrandgefahr ausgefallen. Als Amon schon mal beim Punkt „Weihnachtsbaum“ angekommen war, brachte der Bürgermeister einen Vorschlag: Dort, wo auch im vergangenen Jahr ein gefällter Baum aus Ebensfelder Gemeindebesitz stand, könnten die Oberbrunner doch wieder einen „echten“ Baum pflanzen… Die Vorstandsmitglieder des Feuerwehrvereins sicherten zu, diesen Vorschlag wohlwollend zu prüfen.

Kassierer Dieter Spaderna verabschiedete sich nach 18 Jahren mit unerfreulichen Zahlen aus seinem Amt: Erwartungsgemäß schloss die Feuerwehr das Jahr mit einem leichten Minus ab. Um dieses künftig zu vermeiden, werden die Nutzungspauschalen für die „Alte Schule“ geändert: Oberbrunner zahlen künftig 70 Euro, Auswärtige 120 Euro.

Voraussichtlich noch im Februar wird die Feuerwehr einen Auffrischungskurs zum Thema „Erste Hilfe“ in der „Alten Schule“ veranstalten. Die Ortsmeisterschaft im Schafkopf findet am Samstag, 23. März, statt.

Personalien

Die neuen Personalien der Feuerwehr: Vorsitzender Horst Amon; Schriftführer Ulrich Amon; Kassierer Sven Wagner-Baumeister; Beisitzer: Dirk Lempa, David Zahner, Tobias Schug und Robert Schug; Kassenprüfer Alfons Zeis und Jan Schlichting; Vermieter „Alte Schule“: Georg Wagner-Baumeister.

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