VIERZEHNHEILIGEN

Krippe in Vierzehnheiligen: Weihnachten ist überall

Krippe in Vierzehnheiligen: Weihnachten ist überall
Das erste Bild der Weihnachtskrippe in Vierzehnheilgen zeigt die Verkündigung. Foto: Andreas Welz

Weihnachtskrippen faszinieren seit Jahrhunderten Menschen jeden Alters. Die figürliche Darstellung der Geburt Christi regt die Phantasie an und stellt den Betrachter mitten in das Geschehen. Bei längerem Hinschauen werden die Hirten lebendig, vermeint man die Botschaft des Engels zu hören, und im Stall schwenkt Josef die Laterne. Das Jesuskind lächelt, und Maria hält schützend die Hände über das Neugeborene. In Demut knien die Weisen aus dem Morgenland davor und bringen Gold, Weihrauch und Myrre.

Der Ochse liegt behäbig im Innern des Stalles, während der Esel die langen Ohren spitzt. Eins der königlichen Reittiere betrachtet neugierig die Szene, während das zweite sich schon mit seinem Treiber zur Ruhe gelegt hat. Der massige Elefant verharrt zwischen den Bäumen, die ihm bis zu den riesigen Ohren reichen. Über ihm, in den Bergwiesen, bringt ein Hirte sein verlorenes Schaf zur Herde zurück. Einer bläst den Dudelsack, andere versorgen ihre Familien mit Wasser und Brennholz.

Immer wieder neu

Die Krippe in der Basilika Vierzehnheiligen erzählt eine ganz besondere Geschichte. Die Gebäude, der Stall und die Umgebung wurden in den Gottesgarten am Obermain versetzt. Weihnachten ist überall, nicht nur im Stall von Bethlehem. In der vergangenen Woche hat das Basilikateam das Kunstwerk aufgebaut. Sie wird in den kommenden Adventswochen ständig umgestaltet. Die erste Szene zeigt die Verkündigung. Maria steht zwischen den Fachwerkhäusern der umliegenden Orte. Der Engel im gleißend weißen Gewand verkündet die frohe Botschaft. Im Hintergrund leuchtet die angestrahlte Stiftskirche von Kloster Banz.

Ordensgründer Franz von Assisi baute 1223 erstmals eine Krippe auf – mit lebendigen Figuren. 1982 initiierte der damalige Guardian Dominik Lutz die Krippe mit Lokalkolorit in Vierzehnheiligen. Sie wurde in den vergangenen Jahren immer größer. Der Franziskanerpater Pater Ottmar Strasser restaurierte die geschnitzten Figuren. Durch die beweglichen Glieder sind viele Motive möglich. Es sind die Kleinigkeiten, die das Besondere ausmachen. Man sucht nach Veränderungen. Es werden aber auch andere biblische Szenen dargestellt, zum Beispiel die „Hochzeit zu Kanaa“: Blaskapelle und Maibaum künden davon, dass Bethlehem in Franken ist.