BAD STAFFELSTEIN

Seniorennachmittag: Wo die Bad Staffelsteiner „Fischer-Chöre“ singen

Rund 450 Besucher genossen in der Adam-Riese-Halle bei Speis und Trank und fröhlicher Musik einen schönen Nachmittag. Foto: Mario Deller

Bereits zum 29. Mal bot der Seniorennachmittag in der Adam-Riese-Halle mit der bekannt fröhlich-herzlichen Atmosphäre Frohsinn und gute Unterhaltung.

„Ein afrikanisches Sprichwort lautet: wenn du zu einem fremden Stamm kommst, dann schau, wie sie mit den Alten umgehen“, brachte es der Seniorenbeauftragte der Stadt Bad Staffelstein und Moderator des Abends, Stadtrat Walter Mackert, in seinen Ausführungen auf den Punkt. Mit dieser Veranstaltung wolle die Stadt den Senioren einmal im Jahr von Herzen „Danke“ sagen, betonte er und freute sich über den guten Zuspruch des Seniorennachmittags mit rund 450 Gästen. Besonders freute sich Mackert darüber, dank des Einsatzes von Bussen neben den „fitten“ Senioren auch rund 20 im Rollstuhl sitzende Bewohner des Wohn- und Pflegeheims „Am Staffelberg“ sowie der erstmals vertretenen „Residenz am Kurpark“ begrüßen zu können.

Mackert nahm die Gelegenheit wahr, Katja Brade und Nadja Motschmann vom Modellprojekt „In der Heimat wohnen“ zu danken für ihre Unterstützung bei der regelmäßig stattfindenden Seniorensprechstunde. Auch Dr. Dieter Erbse vom Vorstand der Seniorengemeinschaft für den Landkreis Lichtenfels war zu der Veranstaltung gekommen.

„Eine Landschaft mit Berg und Tal“

„Ohne die Alten gäbe es die junge Generation ja gar nicht. Ich wünsche Ihnen Gottes Segen und gute Gespräche und Begegnungen“, fand Pfarrerin Sabine Schmid-Hagen passende Worte. Ihr katholischer Kollege, Pfarrer Georg Birkel erteilte dem im Grunde irrwitzigen Wahn, äußerlich ewig jung bleiben zu wollen, eine Absage. Er zitierte aus dem poetischen Erbe eines Dichters: „Wenn ich einmal älter geworden bin, möchte ich Falten haben, ganz viele Falten, eine Landschaft mit Berg und Tal. Jeder soll sagen, das ist eine gute Landschaft“, heißt es darin.

Bewirtet wurden die Senioren mit Kaffee, Kuchen und später auch leckeren Bratwürsten. Daneben hatten sich Walter Mackert und sein Team ein buntes Unterhaltungsprogramm einfallen lassen. Auf den Punkt vorbereitet präsentierte sich die Seniorentanzsportgruppe, die viel Applaus erntete. Besondere Erwähnung verdient Berta Balm, die im stolzen Alter von 94 Jahren noch immer regelmäßig das Tanzbein schwingt. Generationenverbindenden Charakter gewann die Veranstaltung durch das gelungene Mitwirken dreier Tanzgruppen der Ballettschule Göhl.

Kräftig mitgesungen

Zur hervorragenden Stimmung trug „Mainfieber light“ mit bekannten Evergreens bei. „Ein weißer Schwan ziehet den Kahn“, sangen Bernd und Jürgen Donath, und hunderte Senioren stimmten fröhlich ein. „Phantastisch! Wir präsentieren die Bad Staffelsteiner Fischer-Chöre“, lachte Bernd Donath begeistert.

Monsignore Gerhard Hellgeth sang auch beim Frankenwald-Lied kräftig mit. „Ich komm' ja schließlich aus der Gegend“, merkte er schmunzelnd an. Selbst ein gebrochenes Handgelenk konnte den früheren Stadtpfarrer nicht vom Kommen abhalten.

Walter Mackert hatte noch eine besondere Einlage in petto: Uromas erhielten nebst kräftigen Applaus auch eine kleines Weinpräsent. Verbunden mit der augenzwinkernd vorgebrachten Anmerkung: „Zu den Urenkeln haben Sie zwar nichts beigetragen, aber zuvor ja den entscheidenden Grundstein gelegt.“

Zweiter Bürgermeister Hans-Josef Stich dankte im Namen der Stadt den vielen mitwirkenden Helfern und Organisationen, die das Ganze durch ihr engagiertes Mitwirken erst ermöglichen. Die fröhlichen Gesichter der Senioren an diesem Nachmittag waren die schönste Bestätigung.

Die Damen der Seniorentanzgruppe begeisterten mit einem gelungenen Auftritt. Foto: Mario Deller
Die Ballettschule Göhl überzeugte mit einstudierten Choreografien. Foto: Mario Deller