BAD STAFFELSTEIN

Bierbrauerfest: Freibier schmeckt am besten

Wohl bekomms: Die drei Mädel der Brauerei Hetzel aus Frauendorf (v. li.) Pia, Ulla und Nadine. Foto: Andreas Welz

Die Bierbrauer in Bad Staffelstein huldigten dem Gerstensaft an Mariä Himmelfahrt auf dem Marktplatz in besonderer Weise. Als Biermetropole hat die Kurstadt eine Vormachtstellung: Sage und schreibe zehn Brauereien im Stadtgebiet verwöhnen Bewohner und Gäste mit ihren Spezialitäten. Von 10 bis 22 Uhr erfreute Blasmusik der heimischen Kapellen, mit regionalen Schmankerln wurde ein fröhliches Fest gefeiert. Ein ganzer Tag Genuss und Gemütlichkeit, der die Möglichkeit bot, die Bandbreite und Geschmacksvielfalt der Bad Staffelsteiner Biere kennenzulernen. Selbstverständlich gab es als passende „Unterlage“ auch kulinarische Köstlichkeiten von der deftigen Brotzeit bis zum feinen Bierbrauer-Gulasch.

Gegen 10.30 Uhr rief Moderator Walter Mackert Ehrengäste und Brauer zum Bieranstich. Unter ihnen, Politprominenz, Bürgermeister aus dem Landkreis, Stadträte, die Thermenkönigin Katharina I. und die Bayerische Bierprinzessin Jana. Sein Dank galt dem Organisator Andreas Poth vom Best Western Kurhotel Bad Staffelstein. Bürgermeister Jürgen Kohmann erneuerte die alte Bierweisheit: „Freibier schmeckt doch am besten“. Walter Mackert zitierte eine andere Weisheit: „Bier ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Nahrungsmitteln das Schmackhafteste, unter den Arzneimitteln das Angenehmste“.

„Bier ist unter den Getränken das Nützlichste, unter den Nahrungsmitteln das Schmackhafteste, unter den Arzneimitteln

das Angenehmste.“

Walther Mackert, Moderator

Und dann floss der Gerstensaft in Strömen. 200 Liter Freibier labten die durstigen Gäste. Gemütlich saß man zusammen und ließ sich von der Musik bestens unterhalten. In diesem Jahr spielten die Musikvereinigung Ebensfeld, die Klampfengruppe der Kultur- und Freizeitfreunde Bad Staffelstein und der Musikverein Uetzing-Serkendorf. Eine gute Idee hatte Thomas aus Ebensfeld: „Das Fest sollte zum nationalen Feiertag werden“. Eine Gruppe aus Meuselbach-Oberweißbach in Thüringen war mit dem Radl da. Jürgen, der mit dem langen Bart, war begeistert: „Das Bier schmeckt köstlich“, war sein Urteil, das die Freunde einstimmig bejahten.

Nachhilfe dringend erforderlich

Der stellvertretende Landrat Helmut Fischer fand es bewundernswert, dass zehn Brauereien, die im Wettbewerb stehen, gemeinsam auftreten und für ihre Produkte werden. Zweite Bürgermeisterin Sabine Rießner aus Lichtenfels war glücklich: „Ich habe mich über die Einladung riesig gefreut und habe meinen Chauffeur mitgebracht“, lachte sie und deutete auf ihren Mann Hans-Georg. Erstaunt war sie über die zahlreichen Besucher: „Um zehn Uhr und die meisten Tische sind besetzt“. Thomas Hennemann assistierte Landtagsabgeordnetem Ludwig Freiherr von Lerchenfeld beim Bieranstich seines original Löwenbräus, ein süffiges Lagerbier aus Stublang. „Bei den Politikern muss man oft nachhelfen“, war seine Überzeugung.

Andreas Trunk aus Vierzehnheiligen war von Anfang an beim Bierbrauerfest dabei. „Beim ersten Mal waren wir nur fünf“, erinnerte er sich. Thomas Reblitz war mit der ganzen Familie im Einsatz. „Am Freitag schenken wir die ,Rote Berta‘ aus“, kündigte der Diplombraumeister und Koch aus Nedensdorf. Insider wissen, dass es sich um ein besonderes Bier handelt, das im März eingebraut wurde. Zum Bierbrauerfest hatte er Landbier, Hefeweizen und „Pale Ale“ mitgebracht, das aus hellem Malz hergestellt wird. Eine Augenweide waren die drei Mädchen der Brauerei Hetzel aus Frauendorf. Kulinarisch verwöhnten sie mit Rauchbier, Pils, Vollbier und dem süffigen Ur-Bier.

Die vier Trinkfreudigen aus Ebensfeld und Bad Staffelstein (v. li.): Wolfgang, Thomas, Erwin und Robert. Foto: Andreas Welz
„Die Krüge Hoch“ mit (v. li.): Monika Hohlmeier (MdEP), Bürgermeister Jürgen Kohmann, Stadtrat Ottmar Kerner, Moderator ... Foto: Andreas Welz

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