BAD STAFFELSTEIN

Raiffeisen-Volksbank Bad Staffelstein: Bilanzzuwachs trotz Niedrigzins

Bankdirektor Michael Lieb (li.), Vorstand Christoph Bäumel (3.v. re.) und Oberrevisor Erdi Iyi (rechts) gratulierten Thomas Porzner (2. v. li.), Petra Kraus Deinlein und Bruno Krick zur Wiederwahl in den Aufsichtsrat der Raiffeisen-Volksbank Bad Staffelstein eG. Foto: Mario Deller

Obwohl die Niedrigzinsen das Geschäft erschweren, legte der Vorstand der Raiffeisen-Volksbank Bad Staffelstein bei der Vertreterversammlung ein erfreuliches Jahresergebnis vor. Optimismus vermittelte Vorstand Christoph Bäumel beim Ausblick auf die kommenden Jahre.

„Beschönigen hilft nichts, gerade kleine Genossenschaftsbanken leiden unter der Niedrigzinsphase.“
Michael Lieb, Vorstandsvorsitzender

„Genau zehn Jahre ist die Pleite von Lehmann Brothers her – seitdem hat sich die Welt der Banken verändert“, sagte Bankdirektor Michael Lieb. Nach er dadurch ausgelösten Bankenkrise, befinde sich die deutsche Wirtschaft seit 2013 wieder im Aufschwung, auch die Prognosen für die Zukunft klängen zuversichtlich. „Beschönigen hilft nichts“, redete der Vorstandsvorsitzende Tacheles. Gerade kleine Genossenschaftsbanken litten unter der derzeitigen Niedrigzinsphase. Die Bankenkrise habe zudem einen „nicht enden wollenden Wust an Regulierungen“ gebracht, die Verwaltungskosten stiegen fortlaufend.

Bilanzsumme von 260 Millionen Euro

Doch insgesamt war die Stimmung in der Peter-J.-Moll-Halle positiv. Schließlich berichtete Bankvorstand Christoph Bäumel über ein erfreulich verlaufenes Geschäftsjahr 2017. Die Bilanzsumme stieg mit 260,1 Millionen Euro um 2,7 Prozent gegenüber 2016. Die Kunden vertrauten der Raiffeisen-Volksbank Bad Staffelstein Einlagen in Höhe von 213,3 Millionen Euro an, das sind 3,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei steige der Trend zu täglich fälligen Einlagen. „Mit der zufriedenstellenden Entwicklung gehen wir trotz der widrigen Umstände optimistisch in die Zukunft“, betonte Bäumel.

Der Jahresüberschusses beläuft sich auf 597 567 Euro, der Bilanzgewinn auf 307 252 Euro. Neben der gesetzlichen Rücklage von 100 000 Euro werden Ergebnisrücklagen in Höhe von 190 314 Euro gebildet. Der Vorstand schlug eine 2,5-prozentige Dividendenausschüttung an die Mitglieder vor. Diese wurde bei einer Gegenstimme genehmigt.

Auch gesellschaftlich engagiert sich die Raiffeisen-Volksbank, die 6514 Mitglieder zählt. So wurden für Spenden und Sponsoring im vergangenen Jahr 45 000 Euro an Vereine und gemeinnützige Organisationen im Geschäftsgebiet ausgeschüttet, davon stammten 43 000 Euro aus dem Gewinnsparzweckertrag.

Der Oberrevisor des Genossenschaftsverbandes Bayern, Erdi Iyi, bescheinigte gute und korrekte Arbeit. Dank galt dem Aufsichtsrat sowie den Mitarbeitern für ihre gute Arbeit.

Aufsichtsratswahl

Aus dem Aufsichtsrat schied Alwin Macht aufgrund eines mehrjährigen Auslandsaufenthaltes aus. Weil die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder durch drei teilbar sein muss, wurde beschlossen, das freigewordene Mandat nicht mehr zu besetzen. Wiedergewählt wurden Petra Kraus-Deinlein, Aufsichtsratsvorsitzender Bruno Krick und Thomas Porzner, deren Amtszeit abgelaufen war.

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